Prophezeiung der Apokalypse

Eine Expedition von dem Garten Eden zu dem Neuen Jerusalem:
Ein Gottes Wegweiser für die Menschheit

Kapitel 3:

Der ewige Gott

(3=Gimel, "Göttliche Absicht")

 

Wer ist der wahre Gott?
Wie hat Er sich der Menschheit offenbart?
Wer ist Jesus? Der Heilige Geist?
Wann ist es mit Satan zu Ende?
Welcher Zusammenhang besteht zwischen diesen Fragen und der Apokalypse

 

Abschnittsverweise für dieses Kapitel:

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Falsche Götter

Die meisten Religionen der Welt stellen sich ihre Götter in Form von altertümlichen mystischen Bildern oder in Gestalt verstorbener Menschen vor, oder sie beschreiben sie als unsichtbare Geisterscheinungen. Da wir begrenzte Wesen sind und auf einem Planeten mit mannigfaltigen Kulturen und tief verwurzelten religiösen Vorstellungen leben, ist es schwierig, zu einer einheitlichen Sicht darüber zu gelangen, wie Gott in Wahrheit beschaffen ist.

Seit jeher verteidigen die Menschen ihre jeweilige Religion mit Hingabe und Leidenschaft. Zu allen Zeiten haben religiöse Eiferer ihre Überzeugung durch Unterwerfung mittels Schwert, Folter und Verfolgung verbreitet. Erst vor kurzem ließen islamische Terroristen Flugzeuge in Gebäude von New York und Washington stürzen, was zum Tod Tausender von unschuldigen Menschen führte und sich verheerend auf die US-amerikanische Wirtschaft sowie den gesamten Welthandel auswirkte. Die Geschichte ist Zeugin einer langen Blutspur von Gräueltaten gegen Andersgläubige. Eben aufgrund solcher Erfahrungen scheut die moderne Gesellschaft jeglichen Glauben an irgendeinen Gott und entscheidet sich stattdessen für eine humanistische Lebensweise mit selbsternannter geistiger Führung.

Trotz all dieser Verwirrung sucht der Mensch im tiefsten Herzen nach der Wahrheit. Wer Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens sucht, kann sie nur in dem finden, was Gott der Menschheit vor Tausenden von Jahren offenbart hat. Er hat uns in seinem Wort, der Bibel, Zeugnisse in Hülle und Fülle gegeben. Der moderne Mensch kann diese Wahrheiten entdecken. Dazu muss er zurück zu den Ursprüngen von Gottes Offenbarung gehen, als das Universum und die Erde erschaffen wurden, und er sollte sich auch mit dem Zahlensystem des hebräischen Alphabets befassen (Römer 1:20).

Gottvater

Das Zahlensystem des hebräischen Alphabets kann uns helfen, die Anschauungen der alten Hebräer über Gott besser zu verstehen. Der erste Buchstabe des Alphabets ist Aleph, er bedeutet „Anfang”, „Kopf” oder „ewiger Gott”. Er versinnbildlicht die Auffassung der Hebräer, daß alles in unserem Universum einen Anfang hat, der von einem ewigen Gott kommt, der das Haupt von allem ist.

Aleph hat den Zahlenwert eins (1). Zahlreiche Bibelstellen sprechen von Gott als dem „Ewig-Einen“.

Die Elementarmathematik lehrt, daß man jede Zahl mit eins multiplizieren kann und doch zu keinem anderen Ergebnis kommt als die ursprüngliche Zahl. Die Eins (1) ist zwar fester Bestandteil der Formel, kommt aber im Ergebnis der Gleichung nicht zum Ausdruck, ist also versteckt. Dies deutet darauf hin, daß nichts in der materiellen Welt existieren kann, ohne daß die geheimnisvolle Kraft Gottes ihm innewohnt.

Eine Vorstellung von Gott können wir uns nur machen, indem wir Ihn an Seinen Eigenschaften messen. Er ist ewig (hat weder Anfang noch Ende, da Er schon vor der vergangenen Ewigkeit existierte). Er ist unendliches und unnahbares Licht. Er ist absolute Gerechtigkeit, absolute Liebe, absolutes Leben, absolute Heiligkeit und unveränderlich. Alles, was existiert, ist durchdrungen von Seinem Wesen. Würde Er Seine unsichtbare Hand, die über der stofflichen Welt ruht, abziehen, so würden alle Elementarteilchen kollabieren. Es käme zur Zerstörung der gesamten physischen Welt; alles, was wir Materie nennen, würde sich in Nichts auflösen.

Die Wissenschaft sagt uns, daß der Stern, der der Erde am nächsten ist, sich Milliarden von Lichtjahren entfernt befindet. Wenn wir auf diesem Stern stehen und auf die Erde zurückblicken könnten, erschiene uns unser Planet in der Größe eines Nadelstichs in einem Stück schwarzen Papiers. Würde man mit einem Mikroskop in dieses Nadelloch schauen, würde man vielleicht einen langen sandigen Strand erblicken, auf dem ein Mensch nicht anders als ein einzelnes Sandkorn erschiene.

Der Mensch versucht seit Urzeiten, die Natur des Universums zu verstehen. Wir können letztlich nur zu demselben Schluss kommen wie die Bibel:

Kannst du die Tiefe Gottes erreichen, oder das Wesen des Allmächtigen ergründen? (Hiob 11:7 EFB)

Gottsohn

Der zweite Schenkel unseres Dreiecks, die Gottsohn-Seite Gottes, ist eine Manifestation von Gottvater; sie stellt die Verbindung vom unendlichen Königreich mit der sinnlich wahrnehmbaren Welt her. Als ich eines Tages mit meinen Kindern auf einem an unserem Haus entlangführenden Weg spazierte, entdeckte ich einen Ameisenhügel. Viele Ameisen bahnten sich geschäftig einen Weg zu unserer Küche. Ich fragte mich, ob sie wissen, daß wir sie beobachten. Sie waren so klein, daß selbst mein jüngstes Kind diesen winzigen Insekten hätte riesig erscheinen müssen.

Verglichen mit Gott sind wir unendlich klein, dennoch wacht Er immer über uns. Schon damals im Garten Eden brachte der Mensch Gottes vollkommenen Plan durcheinander. Wir haben wirklich nichts als Verurteilung verdient. Aber anstatt uns einfach auszurotten, nahm Gott Menschengestalt an, um sich uns erkennen zu geben und uns zu sagen, daß der Weg, den wir eingeschlagen haben, ins Verderben führt. Indem Er sich auf unsere Ebene herabließ, hat Er uns gezeigt, wie sehr Er sich um uns sorgt. Die Bibel sagt:

Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. (Johannes 3:16 EFB)

Aus der Eins (Aleph, mit der Bedeutung „Anfang," „Kopf," oder „ewiger Gott") wurde die Zwei (Beth, was „Haus" oder „Dualität" bedeutet). Gott ist immer noch Einer, aber zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte verwandelte Er sich, um zu uns sprechen zu können, in ein in den Ablauf der Zeit gebundenes Gebilde („Haus“). Der Schöpfer des Universums wurde Fleisch und lebte mit uns in einem „Haus“ aus Fleisch. Es fällt uns schwer, dieses große Mysterium zu verstehen, weil wir zu einer niedrigeren Sphäre gehören.

Der Sohn, welcher, der Abglanz seiner Herrlichkeit und der Abdruck seines Wesens seiend und alle Dinge durch das Wort seiner Macht tragend, nachdem er [durch sich selbst] die Reinigung der Sünden bewirkt, sich gesetzt hat zur Rechten der Majestät in der Höhe; (Hebräerbrief 1:3 EFB)

Denn durch ihn sind alle Dinge geschaffen worden, die in den Himmeln und die auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alle Dinge sind durch ihn und für ihn geschaffen. Und er ist vor allen, und alle Dinge bestehen zusammen durch ihn.

Und er ist vor allen, und alle Dinge bestehen zusammen durch ihn. (Kolosser 1:16-17 EFB)

Gott war tief enttäuscht, als Satan von der bedeutenden Stellung stürzte, die er in der himmlischen Regierung innehatte. Gottes Integrität war von einem Seiner Geschöpfe angezweifelt worden, wodurch Seine Herrschaft über das Universum geradezu in ihren Grundfesten erschüttert war. Dieses Ereignis erforderte eine neue Führung im Himmel als Schutz vor künftigen Aufständen. Gott hatte es nicht nur mit Satan zu tun, sondern mit einer ganzen Schar gefallener Engel, die zu ihm hielten. Sie alle musste man lehren, daß es Torheit ist, einen Weg zu gehen, den Gott nicht billigt. Gott musste diesen gefallenen Engeln und allen künftigen Menschengeschlechtern klar machen, daß es sinnlos ist, sich einer Lebenseinstellung zu verschreiben, die den göttlichen Geboten und Absichten widerspricht.

Weil Gott so mächtig ist, erlaubt Er uns zu experimentieren, selbst wenn wir irren. Das ist der Grund, warum so oft falsche Religionen von gottlosen Regierungen eingeführt und durchgesetzt werden.

So hielten beispielsweise im frühen Zwanzigsten Jahrhundert etliche den Sozialismus und Kommunismus für einen erfolgversprechenden Weg zur Besserung der Menschheit. Furchtbare Schlachten wurden geschlagen, um jedermann zu überzeugen, daß diese Systeme Gerechtigkeit und Gleichheit herstellen würden. Millionen von Menschen wurden in den Gulags und Konzentrationslagern Europas geopfert. Ganze Familien wurden ausgerottet, Eigentum beschlagnahmt.

Seit der Erschaffung der Welt hat der Mensch sich auf zahllose Kriege eingelassen und damit lediglich bewiesen, daß alles von Gott losgelöste menschliche Streben zum Scheitern verurteilt ist. Ohne Gottes Leitung ist der Mensch unfähig, sich zu beherrschen. Da der Mensch mit einem freien Willen ausgestattet wurde, muss er überzeugt, überführt, zur Wahrheit geführt werden, damit er seinen Willen Gott unterordnen und seine Umwelt so verändern kann, daß sie sich dem verderblichen Einfluss Satans widersetzt.

Als Jesus Christus auf Erden wandelte, war Er nichts weniger als die Inkarnation von Gottvater. In der Hülle des menschlichen Fleisches zeigte der Gottessohn dem Menschen, wie man inmitten von Satans Reich ein dem Gottvater gefälliges Leben führen kann. Er bewies absolutes Vertrauen in den Vater im Himmel und führte, umgeben von einer sehr kritischen Gesellschaft, ein Leben frei von Sünde. In allem, was er tat, bewies Er beispielhaft seine Sorge um die Nächstenliebe und die Unterordnung unter die von Gott eingesetzte Autorität, sofern diese menschliche Autorität nicht Gottes Gesetzen und Absichten zuwiderhandelt. Um zu beweisen, daß Er der ewige Gott und nicht lediglich ein Mensch sei, vollbrachte Er übernatürliche Wunder.

Jesus Christus wurde, um Gottes Ehre wiederherzustellen, für uns sündige Menschen zum Erlöser. Am Kreuz sühnte er alle Sünden der Menschheit und eröffnete auf diese Weise verlorenen Sündern die Möglichkeit, in Gottes Familie aufgenommen zu werden. Diese Menschen, welche die Bibel „Heilige“ nennt, werden die Stelle der gefallenen Engel einnehmen, die sich Satan angeschlossen haben. Er wird ihnen ehrenvolle Ämter übertragen, so daß sie mit Gott, dem Allmächtigen, das künftige Universum regieren werden. Diese Heiligen, die auf Erden von gottlosen Menschen verfolgt wurden, werden gelernt haben, Gott inmitten von Unglück, Schmerzen, Tränen und Tod zu lieben. Sie sind von Gott selbst unterwiesen worden, dem Übel zu widerstehen und dem Pfad der Rechtschaffenheit zu folgen.

Während seines Lebens auf Erden unterrichtete Jesus Seine Jünger, und sie schrieben das Gehörte auf. Dank diesen schriftlichen Aufzeichnungen haben wir eine gewisse Vorstellung davon, was „die andere Seite” (die Fünfer-Dimension) ist, was Hölle und Hades zu bedeuten haben und was uns nach dem Tod erwartet. Nur Er, der von der anderen Seite gekommen ist, kann Gewährsmann sein für das, was zur Fünfer-Dimension gehört.

Für viele falsche Religionen stellen die Lehren der Bibel ein Problem dar, denn sie widersprechen ihren selbstfabrizierten Riten und Überlieferungen. Satan wird alles in seiner Macht Stehende tun, Mord und Betrug inbegriffen, um die Menschen in Unwissenheit zu halten.

Der Islam lehrt zum Beispiel die Existenz eines einzigen Gottes, der fern und isoliert ist. Muslime verwerfen strikt die Vorstellung, Gott könne einen Sohn haben. Sie haben Mühe zu verstehen, daß Gott, der ja Geist ist, sich rein wissenschaftlich betrachtet dem Ablauf der Zeit unterwerfen konnte, indem er sich selber „zeitlich“ machte, also seine unsichtbare Existenzform und Gestalt in ein Wesen verwandelte, zu dem wir auf unserer Ebene in Beziehung treten können, das wir beobachten können, um so die liebevolle Absicht zu erkennen, aus der heraus Er uns schuf.

Gott beschloss, in menschlicher Gestalt zu erscheinen. Hätte Er den Körper eines Tieres gewählt, um sichtbar zu werden, so würden wir uns überlegen fühlen und Ihn nicht als Gott akzeptieren. Wäre Er als mächtiger Engel gekommen, würden wir uns fürchten und vor Ihm fliehen. Deshalb erschien der ewige Gott leibhaftig in der Person Jesu Christi.

Kein anderer Mensch auf Erden hätte leisten können, was Jesus vollbrachte. Im Laufe der vorangegangenen Jahrhunderte hatten bereits vierzig Propheten und Heilige sein Leben und Seinen Tod angekündigt. Er bewies Seine göttlichen und übernatürlichen Fähigkeiten, indem Er Tote erweckte und einen Sturm auf dem See beruhigte. An Seiner Hand wandelte der Fischer Petrus über das Wasser. Seine Jünger speisten Tausende von Menschen mit nur wenig Brot und Fisch. Jesus heilte zahllose unheilbar Erkrankte. Ein römischer Hauptmann, der Hunderte von Hinrichtungen miterlebt hatte und nun Jesus am Kreuz sterben sah, bezeugte:

Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn!
(Markus 15:39 EFB)

Jesus legte Sein Leben auf Erden aus freien Stücken in die Hände des heiligen Gottes. Niemand hätte den Schöpfer des Lebens töten können. Der Mensch bestimmte zwar unter Satans Einfluss die Ereignisse bei Seiner Kreuzigung, doch nur mit Seinem Einverständnis.

Jesus hat verkündet, daß Er die Auferstehung - also der Lebensspender - ist und daß niemand zu Gott gelangen kann denn durch Ihn. Keine andere Religion behauptet derartiges (s. Johannes 11:25).

Wenn wir uns ernsthaft bemühen, historische Tatsachen objektiv zu beurteilen, müssen wir feststellen, daß Jesus Christus nicht mit sündigen Sterblichen auf eine Stufe gestellt werden kann, nicht einmal mit den Propheten. Weil wir nichts vom Geistlichen verstehen, merken wir nicht einmal, wie dumm und töricht wir sind, an unsere selbst errichteten religiösen Lehrgebäude zu glauben.

Wie im Alten Testament geschrieben steht, erschien Gott vor Tausenden von Jahren Abraham als vorbeiziehender Wanderer. Abraham, der die prophetischen Weissagungen richtig gedeutet hatte, erkannte diesen bedeutenden Gast sofort und redete Ihn als „Herr“ an. Später offenbarte sich Gott in einem brennenden Dornbusch, durch die zehn Plagen in Ägypten, in Gestalt eines gewaltigen Sturms und durch ein leises Flüstern.

Das Neue Testament überliefert, daß Gott, der Allmächtige, als neu geborenes Menschenkind auf die Erde kam und zu einem Manne heranwuchs. Diese Vorstellung ist mir nicht fremd, so kann ich ohne Angst und Bedenken abschätzen, wer Gott ist. Ich kann die Berichte über das Leben Jesu aufmerksam lesen und zu verstehen beginnen, wie Gott wirklich ist. Ich bin dankbar dafür, daß Er Sich so offenbarte, wie Er es tat. (Und ich bin froh darüber, daß ich nicht Opfer der Gehirnwäsche durch eine der zahlreichen Weltreligionen geworden bin, die ihre Anhänger in ein kompliziertes Glaubensmodell verstricken und sogar von höchster Stelle Morde und Selbstmorde billigen und anordnen.)

Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns.

Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen, und wie sagst du: Zeige uns den Vater?

Glaubst du nicht, daß ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst; der Vater aber, der in mir bleibt, er tut die Werke.

Glaubet mir, daß ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubet mir um der Werke selbst willen.

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe. (Johannes 14:8-12 EFB)

Hunderte von Prophezeiungen im Alten Testament beschreiben die zweite Wesenheit des dreieinigen Gottes, den Gottsohn, der zu einem bestimmten Zweck in diese Welt und in den Lauf der Zeit getreten ist. Der Jesus-Jünger Johannes beginnt die Erzählung in seinem Evangelium wie folgt:

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ward durch dasselbe, und ohne dasselbe ward auch nicht eines, das geworden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt.

Er war in der Welt, und die Welt ward durch ihn, und die Welt kannte ihn nicht. Er kam in das Seinige, und die Seinigen nahmen ihn nicht an; so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (Johannes 1:1-14)

Jesu irdisches Leben


Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt von Galiläa, mit Namen Nazareth, zu einer Jungfrau, die einem Manne verlobt war mit Namen Joseph, aus dem Hause Davids; und der Name der Jungfrau war Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, Begnadigte! der Herr ist mit dir; [gesegnet bist du unter den Weibern!]

Sie aber, [als sie ihn sah] ward bestürzt über sein Wort und überlegte, was für ein Gruß dies sei.

Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden; und siehe, du wirst im Leibe empfangen und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus heißen. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird über das Haus Jakobs herrschen ewiglich, und seines Reiches wird kein Ende sein.

Maria aber sprach zu dem Engel: Wie wird dies sein, dieweil ich keinen Mann kenne?

Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren werden wird, Sohn Gottes genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch mit einem Sohne schwanger in ihrem Alter, und dies ist der sechste Monat bei ihr, welche unfruchtbar genannt war; denn bei Gott wird kein Ding unmöglich sein.

Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; es geschehe mir nach deinem Worte. Und der Engel schied von ihr. (Lukas 1:26-38 EFB)

Etwa im Jahr 1 vor Christi Geburt erhielt die Jungfrau Maria, ihres Zeichens verlobt mit einem Zimmermann namens Joseph, Besuch von einem Boten von der anderen Seite mit Namen Gabriel. Nachdem der Engel Maria begrüßt hatte, verkündete er ihr, Gott habe sie auserkoren, durch die Kraft des Heiligen Geistes mit dem göttlichen Samen schwanger zu werden.

Die erste Ankündigung dieses kommenden Sprosses war indes bereits zur Zeit von Adam und Eva im Garten Eden erfolgt:

Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen. (1.Mose 3:15 EFB)

Viele weitere Hinweise auf den verheißenen Messias finden sich in allen Teilen des Alten Testaments. Maria wusste von diesen Prophezeiungen Gottes. Sie war bereit, dem Herrn eine willfährige Magd zu sein und die irdische Mutter von Gottes Sohn zu werden.

Als Jesus heranwuchs, erzählte ihm Maria von all den Weissagungen, die vor und während seiner Geburt über ihn ergangen waren. Sie berichtete ihm vom Erscheinen der Engel, die seine Geburt angekündigt, und von Herodes, der ihn zu töten versucht hatte, indem er Hunderte von Kindern hatte umbringen lassen, die etwa zur gleichen Zeit geboren worden waren wie er. Sie sprach mit ihm auch über all jene ungewöhnlichen Menschen, die bei seiner Beschneidungszeremonie im Tempel zugegen gewesen waren, sowie von den drei Weisen, die sehr weit gereist waren, um das seltsame helle Licht am Himmel zu ergründen, den Stern von Bethlehem, der bei seiner Geburt erschienen war.

Als Kind muss Jesus sich wohl gefragt haben, warum er anders war als die Jungen in seinem Dorf. Ich kann mir vorstellen, daß er viel früher lesen und schreiben lernte als irgendeiner Seiner Gefährten. Joseph, der irdische Vater Jesu, muss so manches Opfer gebracht haben, um das Verlangen seines Sohnes nach der Heiligen Schrift zu befriedigen.

Im Alter von zwölf Jahren ging Jesus zur großen Tempelbücherei in Jerusalem. Die alten Dokumente hielten Ihn so in ihrem Bann, daß Er nicht die Abwesenheit Seiner Eltern bemerkte, die schon mindestens seit drei Tagen nach ihm suchten.

Einigen Schriftgelehrten und Religionslehrern fiel der Knabe während ihres Studiums biblischer Schriftrollen auf, und sie begannen, sich für ihn zu interessieren. Jesus nahm sofort die Gelegenheit wahr und stellte diesen Thora-Kundigen viele Fragen. Sie waren nur allzu gern bereit, diesen erstaunlichen Schüler zu unterrichten, jedoch sprach Er zu ihnen in einer Art und Weise, wie es ihnen noch nie begegnet war. Sie waren fassungslos über das Verständnis dieses Jungen, der so viele Stellen aus der heiligen Schrift auswendig zitieren konnte.

Als die Eltern Jesus schließlich fanden, wurde ihnen klar, daß Er im Gegensatz zu anderen Jungen kein Interesse an Spielen oder der Erkundung der riesigen Stadt hatte. Er wollte herausfinden wer Er war. Es scheint, als hätte sich bei Seiner Geburt ein Schleier über sein junges Bewusstsein gelegt, der Ihn daran hinderte, Seine Göttlichkeit voll und ganz zu erkennen. Jesus musste dreißig Jahre warten, bis Er die eindeutige Bestätigung seiner Identität erhielt.
Als Jesus dreißig Jahre alt war, wurde er von seinem Vetter Johannes im Jordan getauft. In dem Augenblick, da Er dem Wasser entstieg, öffnete sich über Ihm der Himmel und der Geist Gottes kam über Ihn in Gestalt einer Taube. Eine Stimme sprach vom Himmel:

„Dies ist Mein lieber Sohn, an welchem Ich Wohlgefallen habe.“ (Matthäus 3:17 LB/84)

Jesus folgte dem Ruf Seines himmlischen Vaters. Unmittelbar danach führte Gott Ihn in die Wüste, wo er vierzig Tage lang fastete. Gegen Ende dieses Zeitraums war Jesus aufgrund des Nahrungsmangels geschwächt. Da näherte sich Satan Jesus, um Ihn in Versuchung zu führen. Er bediente sich dabei der gleichen Methode, die er angewandt hatte, um den Menschen im Garten Eden zu verführen, indem er nämlich mit den Worten „Sollte Gott gesagt haben...?“ die Autorität des Allmächtigen in Frage stellte.

Dann wurde Jesus von dem Geiste in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden; und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn danach. Und der Versucher trat zu ihm hin und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, daß diese Steine Brot werden.

Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: "Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Worte, das durch den Mund Gottes ausgeht." (Matthäus 4:1-4 EFB)

Jesus brauchte nicht zu beweisen, daß Er der Gottsohn ist, weil Gott dies bereits bei Seiner Taufe deutlich gemacht hatte. Er erwiderte jedoch auf Satans Versuchung mit den Worten: „Es steht geschrieben..." Satan unternahm einen zweiten Versuch, war aber darauf bedacht, seine Taktik zu ändern.

Dann nimmt der Teufel ihn mit in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempelsund spricht zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: "Er wird seinen Engeln über dir befehlen, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stoßest."

Jesus sprach zu ihm: Wiederum steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen." (Matthäus 4:5-7 EFB)

Satan wurde eingedenk, daß er nicht gewinnen konnte. Er war bereit, Jesus die ganze Erde überlassen, alles das, was Ihm von Gott zugewiesen worden war, wenn Er nur anerkennen würde, daß er der Größte sei.

Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht zu ihm:

Alles dieses will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten willst. Da spricht Jesus zu ihm: Geh hinweg, Satan! denn es steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen."

Dann verließ ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herzu und dienten ihm. (Matthäus 4:8-11 EFB)

Jesus wies Satan darauf hin, daß wenn Gottes Plan erst einmal in Kraft gesetzt worden sei, nichts mehr ihn ändern könne.
Nachdem Satan aufgegeben und sich entfernt hatte, kümmerten sich Engel um Jesu leibliche Bedürfnisse (Wasser und Brot), obwohl Jesus Seine göttliche Kraft hätte einsetzen können, um Sich selbst am Leben zu erhalten (Matthäus 4:11).

Unmittelbar nach diesem Zwischenfall vollbrachte Jesus ein Wunder, das Seine göttliche, übernatürliche Kraft bewies. Er verwandelte Wasser in hervorragenden Wein (Johannes 2:1-11). Die Evangelien beschreiben viele unglaubliche Wunder Jesu, die beweisen, daß Ihm die Macht gegeben war, die Naturgesetze zu verändern. Hier nur ein paar Beispiele:

Es sind aber auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat, und wenn diese alle einzeln niedergeschrieben würden, so würde, dünkt mich, selbst die Welt die geschriebenen Bücher nicht fassen. (Johannes 21:25 EFB)

Als Jesu Auftrag auf Erden sich seinem Ende näherte, sprach Er vor tausend Zeugen über die Beziehung, die immer zwischen Ihm und dem Vater im Himmel bestanden hatte.

Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme aus dem Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und werde ihn auch wiederum verherrlichen.

Die Volksmenge nun, die dastand und zuhörte, sagte, es habe gedonnert; andere sagten: Ein Engel hat mit ihm geredet.

Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinetwillen ist diese Stimme geschehen, sondern um euretwillen.

Jetzt ist das Gericht dieser Welt; jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden. Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. (Dies aber sagte er, andeutend, welches Todes er sterben sollte.)

Die Volksmenge antwortete ihm: Wir haben aus dem Gesetz gehört, daß der Christus bleibe in Ewigkeit, und wie sagst du, daß der Sohn des Menschen erhöht werden müsse? Wer ist dieser, der Sohn des Menschen?

Da sprach Jesus zu ihnen: Noch eine kleine Zeit ist das Licht unter euch; wandelt, während ihr das Licht habt, auf daß nicht Finsternis euch ergreife. Und wer in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wohin er geht. Während ihr das Licht habt, glaubet an das Licht, auf daß ihr Söhne des Lichtes werdet.

Dieses redete Jesus und ging hinweg und verbarg sich vor ihnen. (Johannes 12:28-36 EFB)

Die Verklärung

Drei und ein halbes Jahr später, kurz bevor Jesu irdisches Wirken zu Ende ging, hörte man auf dem Berg der Verklärung erneut eine Stimme vom Himmel schallen, die sprach: „Dies ist Mein lieber Sohn, an welchem Ich Wohlgefallen habe; den sollt Ihr hören“ (Matthäus 17:5).

Und nach sechs Tagen nimmt Jesus den Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, mit und führt sie auf einen hohen Berg besonders. Und er wurde vor ihnen umgestaltet. Und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, seine Kleider aber wurden weiß wie das Licht; und siehe, Moses und Elias erschienen ihnen und unterredeten sich mit ihm.

Petrus aber hob an und sprach zu Jesu: Herr, es ist gut, daß wir hier sind. Wenn du willst, laß uns hier drei Hütten machen, dir eine und Moses eine und Elias eine.

Während er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme kam aus der Wolke, welche sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an welchem ich Wohlgefallen gefunden habe; ihn höret.

Und als die Jünger es hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. Und Jesus trat herzu, rührte sie an und sprach: Stehet auf und fürchtet euch nicht.

Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesum allein. (Matthäus 17:1-8 EFB)

Fünf Augenzeugen waren bei diesem wichtigen Treffen zwischen Gott, dem Vater, und Jesus, dem Sohn, zugegen. Zwei waren von „der anderen Seite“ (Moses und Elias, die beide schon Jahrhunderte zuvor in den Himmel eingegangen waren) und drei von der Erde (Petrus, Jakob und Johannes). Sie alle beobachteten Jesu Wandlung inmitten eines Lichts so hell wie die Sonne, und sie erkannten, daß sie sich in der Gegenwart Gottes befanden, der unnahbares Licht ist.

Gott wandte sich an Jesus, ohne sich der Sprache zu bedienen, und trotzdem verstand dieser. Er willigte ein, stellvertretend das Lamm zu sein, das als Sühne für die Sünden der Menschen geopfert werden sollte. Da ertönte eine Stimme aus dem Himmel oberhalb der Wolke, die ihren Schatten auf sie legte: „Dies ist Mein lieber Sohn, an welchem Ich Wohlgefallen habe; den sollt Ihr hören“. Diese Offenbarung bewies jenseits allen Zweifels, daß Jesus Gott ist.

Das israelitische Gesetz, die Thora, verlangt zwei oder drei Zeugen, um die Richtigkeit eines Ereignisses zu bestätigen (Deuteronomium 19:15). Der Verklärung Jesu wohnten ganze fünf Zeugen bei, was hinsichtlich des Zahlensystems des hebräischen Alphabets bedeutungsvoll ist (5 = He, „die andere Seite“).

Eine kurze Weile später ritt Jesus auf einem Esel durch das Königstor nach Jerusalem hinein, empfangen von einer jubelnden Menge, die Ihn mit dem Ruf „Hosianna Sohn Davids!“ zum König ausrief. Die Begeisterung des Volkes verursachte Unmut unter den religiösen Führern. Das Synhedrion, der Oberste Rat Israels, befürchtete einen Aufruhr unter dem Volk. Daher rief es die Ratsmitglieder früh am Morgen zu einer dringlichen Sitzung in Annas Haus zusammen. Annas war der Schwiegervater von Kaiphas, einem ungeheuer mächtigen und reichen Mann und Hohepriester des Volkes Israel.

Nach dem mosaischen Gesetz musste der Hohepriester ein Nachkomme der Familie Aarons sein. Seine wichtigste Aufgabe war es, einmal im Jahr Buße zu tun für die Sünden des ganzen Volkes und im inneren Raum, dem Allerheiligsten, das vom übrigen Tempel durch einen langen, dicken Vorhang abgetrennt war, dem höchsten Gott Sühneopfer darzubringen. Nach Moses Gesetz wurde das Amt des Hohenpriesters, ähnlich wie die Königswürde, innerhalb der Familie des Hohenpriesters vererbt, und zwar ausschließlich im Falle des Todes oder des Amtsverzichts.

Das Volk Israel erwartete von Jesus, daß er seine göttliche Gabe, Wunder zu vollbringen, einsetzen würde, um die römische Besatzungsmacht zu vernichten. Einige Berichte erwähnen, daß Jesu Mutter priesterlicher Abstammung war, was es Jesus ermöglicht hätte, Hohepriester von Israel zu werden. Dieses Zusammentreffen von religiöser und königlicher Macht, vereint in einer Person, war einmalig in der schriftlich erfassten Geschichte.

Kaiphas erkannte, daß er sich in einer schwierigen Lage befand. Wenn das Volk Jesus schon nicht zum König erwählen konnte, so könnte es immerhin versuchen, ihn zum Hohepriester zu machen. Die Römer würden wahrscheinlich ein wenig Zerstreuung begrüßen, spielten sie doch schon immer gegeneinander um die Oberhand. Kaiphas hatte gute Beziehungen zu Rom. Er hatte sein Amt zu einem hohen Preis von der Herodianischen Obrigkeit gekauft, und er war nicht gewillt es an einen Landprediger zu verlieren. Nein, diesem Jesus musste Einhalt geboten werden. Die Mitglieder des Sanhedrin heckten einen Plan aus. Sie würden Jesus in Verruf bringen, in dem sie Ihn des Verstoßes gegen irgendein Gesetz für schuldig befanden.

Jesus war bereit, sich in die Hand sündiger Menschen zu begeben. Wie der Prophet Jesaja schon Hunderte von Jahren früher gesagt hatte, wurde Christus zum Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird:

Er wurde mißhandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, gleich dem Lamme, welches zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf.

Er ist hinweggenommen worden aus der Angst und aus dem Gericht. Und wer wird sein Geschlecht aussprechen?

Denn er wurde abgeschnitten aus dem Lande der Lebendigen: wegen der Übertretung meines Volkes hat ihn Strafe getroffen. Und man hat sein Grab bei Gesetzlosen bestimmt; aber bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tode, weil er kein Unrecht begangen hat und kein Trug in seinem Munde gewesen ist. (Jesaja 53:7-9 EFB)

Im Wissen, dass seine Verhaftung kurz bevorstand, offenbarte Jesus seine menschliche Natur im Garten Gethsemane. Jesus war klar, daß er an fronterfahrene römische Soldaten, die Meister im Foltern waren, ausgeliefert würde, um gekreuzigt zu werden. Also ging er ein wenig abseits an eine ruhige Stelle, um mit seinen Jüngern zu beten.

Danach kam Er mit Ihnen an einen Ort mit Namen Gethsemane und sagte zu ihnen: „Setzet euch hier, bis daß Ich dorthin gehe und bete“. Und Er nahm Petrus und die beiden Söhne des Zebedäus mit und begann sich zu grämen und zu quälen.

Dann kommt Jesus mit ihnen an einen Ort, genannt Gethsemane, und er spricht zu den Jüngern: Setzet euch hier, bis ich hingegangen bin und dort gebetet habe. Und er nahm den Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit, und fing an betrübt und beängstigt zu werden.

Dann spricht er zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt bis zum Tode; bleibet hier und wachet mit mir.

Und er ging ein wenig weiter und fiel auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.

Und er kommt zu den Jüngern und findet sie schlafend; und er spricht zu Petrus: also nicht eine Stunde vermochtet ihr mit mir zu wachen?

Wachet und betet, auf daß ihr nicht in Versuchung kommet; der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach.

Wiederum, zum zweiten Male, ging er hin und betete und sprach: Mein Vater, wenn dieser Kelch nicht [an mir] vorübergehen kann, ohne daß ich ihn trinke, so geschehe dein Wille.

Und als er kam, fand er sie wiederum schlafend, denn ihre Augen waren beschwert. Und er ließ sie, ging wiederum hin, betete zum dritten Male und sprach dasselbe Wort.

Dann kommt er zu den Jüngern und spricht zu ihnen: So schlafet denn fort und ruhet aus; siehe, die Stunde ist nahe gekommen, und der Sohn des Menschen wird in Sünderhände überliefert. Stehet auf, laßt uns gehen; siehe, nahe ist gekommen, der mich überliefert. (Matthäus 26:36-46 EFB)

In den frühen Morgenstunden nahm das hohe Gericht Jesus fest wie einen gemeinen Verbrecher. Dann begaben sie sich mit Ihm zu der befestigten Zitadelle des Hohepriester. Kaiphas erschien, in volle Amtstracht gekleidet; dazu trug er einen Brustharnisch mit zwölf Edelsteinen, der nur bei ganz besonderen Zeremonien oder religiösen Anlässen getragen wurde. Es war ungewöhnlich, daß irgendein Gericht, vor Sonnenaufgang zusammentrat. Dem Sanhedrin war jedoch klar, daß sich an diesem Tag wahrscheinlich eine große Menschenmenge versammeln würde, um nach einem König zu schreien. Und sie wussten auch, daß die römische Regierung dies nie zugestehen würde.

Als sie keinerlei Beweis für ein Fehlverhalten Christi finden konnten, beschafften sich die Ratsherren vom Sanhedrin falsche Zeugen, die bereit waren, gegen Jesus auszusagen. Ihre Darstellungen widersprachen sich allerdings.

Die Versammlung zog sich in die Länge, wohl bis in die späten Morgenstunden. Kaiphas sah ein, daß diese Sitzung zu nichts führen würde. Ungeduldig und verärgert darüber, dass alle Versuche, zu einem Schuldspruch zu gelangen, nichts gefruchtet hatten, erhob er sich von seinem Sitz und stand Jesus von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Er forderte Ihn geradeheraus auf, beim Allmächtigen zu schwören, daß Er der Messias sei.

Und der Hohepriester stand auf, trat in die Mitte und fragte Jesum und sprach: Antwortest du nichts? Was zeugen diese wider dich?

Er aber schwieg und antwortete nichts. Wiederum fragte ihn der Hohepriester und spricht zu ihm: Bist du der Christus, der Sohn des Gesegneten? (Markus 14:60-61 EFB)

Jesus antwortete nicht in der Weise, wie Kaiphas es erwartet hatte.

Jesus aber sprach: Ich bin's! Und ihr werdet den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen mit den Wolken des Himmels. (Markus 14:62 EFB)

Jeder der Anwesenden verstand dies als Behauptung Jesu, Er sei der Schöpfer des Universums (Daniel 7:9-10; 13-14). Der Sitzungssaal hallte wider von lautem Brüllen, Geheul und Geschrei. Die Versammlung entartete zu einem wütenden, nach Lynchjustiz trachtenden Pöbelhaufen. Kaiphas verlor seine Gelassenheit und seine Würde und riss in der Hitze des Gefechts seinen kostbaren, edelsteingeschmückten Brustpanzer herunter, der das Volk Israel symbolisierte. Er schrie, alle anderen Stimmen übertönend: „Gotteslästerung! Er hat sich selbst verurteilt. Wir brauchen keine Zeugen mehr.”

Der Hohepriester aber zerriß seine Kleider und spricht: Was bedürfen wir noch Zeugen? Ihr habt die Lästerung gehört; was dünkt euch? Sie aber verurteilten ihn, daß er des Todes schuldig sei.

Und etliche fingen an, ihn anzuspeien, und sein Angesicht zu verhüllen und ihn mit Fäusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage! Und die Diener gaben ihm Backenstreiche. (Markus 14:63-65 EFB)

Am nächsten Morgen brachten die Pharisäer Jesus ins Prätorium, ein öffentliches Tribunal, und verlangten von der römischen Obrigkeit, sie solle Jesus hinrichten. Die Darstellungen in den vier Evangelien geben detaillierte Berichte von seiner Gerichtsverhandlung unter Pontius Pilatus, der Jesus schließlich zu König Herodes schickte. Herodes schickte Ihn zurück, da er kein Verbrechen erkennen konnte, das die Todesstrafe rechtfertigte (Lukas 23:15). Nachdem Pilatus Jesus erneut verhört hatte, teilte er den Oberpriestern mit, auch er könne Ihn keines Verbrechens schuldig finden, ebenso wenig wie Herodes.

Die Pharisäer beschuldigten Jesus des Verrats mit der Begründung, Er erhebe Anspruch auf den Königsthron. Pilatus wurde zunehmend gereizt über diesen Vorwurf des Verrats: der Hohepriester hatte angedeutet, daß Cäsar über den Aufruhr informiert und daß Pilatus Ärger bekommen würde, weil er nicht angemessen darauf reagiert habe.

Pilatus beschloss also, die jüdischen Anführer vor eine Wahl zu stellen. Er ließ Barabbas bringen, einen Terroristen und Mörder, der wegen Unruhestiftung in den Straßen Jerusalems im Gefängnis saß. Er bot an, einen der beiden Gefangenen frei zu lassen: entweder Jesus oder Barabbas.

Das Volk, das bereits von den Religionsführern aufgewiegelt worden war, stimmte für Barabbas und gröhlte, man solle Jesus kreuzigen. Pilatus befahl aber lediglich, daß Er ausgepeitscht werden solle. Er hoffte, das würde genügen, um die Massen zu beschwichtigen und ihnen zu zeigen, daß Rom ernst machte, wenn es mit beschuldigten Gefangenen zu tun hatte. Die Auspeitschung war unmenschlich, denn die römischen Zenturionen benutzten grausame Folterinstrumente, die das Fleisch aufrissen.

Der römische Hauptmann verstand seine Anweisung, diesen Gefangenen zu bestrafen, als Aufforderung, Jesus zu Tode zu peitschen. Die Römer setzten geschickt Folterinstrumente der grausamsten Sorte ein. Dem Zenturio wurde erst reichlich spät klar, daß er nicht beauftragt war, den Gefangenen umzubringen, aber zu diesem Zeitpunkt befanden sich bereits große Lachen von Jesu Blut auf dem Pflaster. Sein Körper war bis zur Unkenntlichkeit zerfetzt und entstellt.

Nach der Geißelung wurde Jesus nach draußen gezerrt, um vor der wartenden Menge zur Schau gestellt zu werden. Ein römischer General, der erkannte, daß Jesus mit den Wunden, die ihm beigebracht worden waren, nicht lange würde überleben können, rief aus: „Schaut euch diesen Mann an“. Dieser offensichtliche Versuch, Mitleid in den Leuten zu wecken, schlug fehl, weil die geistlichen Führer der Juden die Menge bereits aufgewiegelt hatten, die nun Verwünschungen ausstieß und die Römer aufforderte:

„Kreuziget Ihn!“

Das letzte Wunder Jesu

Es war ein Wunder, daß Jesus überhaupt aus eigener Kraft hinausgehen konnte, um vor der wartenden Menge zur Schau gestellt zu werden. Vom medizinischen Standpunkt waren die Verletzungen an Seinem Körper, wie sie in den Zeugnissen der Bibel dargestellt sind, zu groß, um einem menschlichen Wesen auch nur eine Überlebenschance von wenigen Stunden zu lassen, geschweige denn, ihm zu erlauben, sich selbst fortzubewegen. Jesus hatte abscheuliche Brutalität der schlimmsten Art erlitten.

Nichts konnte jedoch ohne Seine Zustimmung den „Einen, dem das ewige Leben innewohnt“ vernichten. Satan hatte mit aller Macht den Versuch dazu unternommen und war gescheitert. Der fleischgewordene Schöpfer des Universums hatte vorher bestimmt, daß es niemandem gestattet sein solle, Ihm das Leben zu nehmen. Er würde Sein Leben aus freiem Willen hingeben.

Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, auf daß ich es wiedernehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Gewalt, es zu lassen, und habe Gewalt, es wiederzunehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen. Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, auf daß ich es wiedernehme. (Johannes 10:17-18 EFB)

Das Zahlensystem des hebräischen Alphabets erklärt, wie dieses letzte wundersame Ereignis möglich war, entgegen allen Gesetzen der Biologie. Der Rosetta-Stein der Bibel enthüllt, wie überlegen ein Wesen aus der Fünfer-Dimension (von der anderen Seite) einem aus der Welt der Vierer-Dimension (Daleth), in der wir leben, ist. (Lesen Sie, um weitere Hinweise zum Verständnis der Prophezeiungen der Bibel zu erhalten, mein zweites Buch, Das Geheimnis des 17. Tammus.) Obgleich Jesus menschlich war und bei jedem Schlag der Auspeitschung heftige Schmerzen erlitt, konnte Ihn das nicht umbringen, weil Gottes Plan den Tod an einem „Holz“ vorsah.

Erstens musste der Schöpfer Seine Zustimmung geben. Zweitens kam Jesus von Geburt her aus der Fünfer-Dimension, was ein übernatürliches Ereignis darstellt. Später, wenn Satan aus der Fünfer-Dimension verstoßen wird, werden wir sehen, daß das gleiche Prinzip herrscht. Dieser gefallene Engel wird sich in den to

ten Körper des falschen Messias begeben, um den Anschein zu erwecken, jener sei wieder zum Leben erweckt worden. Auch diese spätere Begebenheit wird ein übernatürliches Ereignis darstellen, das mit den physikalischen Gesetzen der irdischen Vierer-Dimension (Daleth, „diese Welt in dieser Zeit“) nicht zu erklären ist.

Stunden später wurde Jesus ans Kreuz genagelt. Der Schöpfer allen Lebens im Universum ließ willentlich zu, daß die Menschen Ihn schlugen, Ihn folterten und Ihn ans Kreuz schlugen. Kein menschliches Wesen, auch nicht irgend ein Engel, hätte den Sohn Gottes töten können. Er gab Sein Leben aus freien Stücken hin.

Jesus hätte die Macht gehabt, jederzeit vom Kreuz herabzusteigen, in den Himmel zurückzukehren und den Thron der Herrschaft zu besteigen. Aber in völliger Unterwerfung unter den Vater gab er Seine Rechte preis. Er vertraute auf Gott und auf die Schriften des Alten Testaments, das geschriebene Wort Gottes, welches voraussagte, daß Sein Körper wieder zum Leben erweckt würde.

Die letzten Worte, die Jesus in Seinem unermesslichem Schmerz vor seinem Tod herausschrie, waren: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“

Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde; um die neunte Stunde aber schrie Jesus auf mit lauter Stimme und sagte: Eli, eli, lama sabachthani? das ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? (Matthäus 27:45-46 EFB)

Und dann beantwortete Jesus Seine Frage selbst mit den Worten: "Es ist vollbracht!" (Johannes 19:30)

Jesu letzte Worte besagen, daß von Gott verlassen zu sein schlimmer ist als der Tod. Seine Trennung von Gott, dem Vater, war unerträglich. Dennoch unterwarf Er sich ihr bereitwillig, indem Er seine Macht dazu benutzte, Sein Leben hinzugeben. Das war sogar für einen römischen Soldaten offensichtlich, der Zeuge der K reuzigung war und erklärte:

„Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!“ (Markus 15:39 LB/84).

Zum Zeitpunkt von Jesu Tod geschah ein schwer begreifliches Wunder. Inmitten des Tempels befand sich ein einziger großer Raum, der durch einen schweren Vorhang in zwei verschiedene Kammern unterteilt war. Dieser Vorhang bestand aus einem uralten, fünflagigen, zentimeterdicken Stoff, der auf beiden Seiten wunderschön bestickt war.

Als Jesus starb, wurde der Vorhang von einer ungeheuren unsichtbaren Kraft von oben bis unten aufgerissen. Der geheime innere Raum des Tempels, das Allerheiligste, das seit vielen Jahrhunderten niemand als die dazu berufenen Hohepriester gesehen hatte, lag offen vor aller Augen. Dies ist als Hinweis darauf zu verstehen, daß der Zugang zu Gott nicht länger durch ein religiöses System verhindert werden konnte.

Als der Leichnam Jesu im Grab lag, war die Macht des Todes gebrochen. Drei Tage später erhob Er sich wieder aus dem Grab und trat lebendig hervor. Während der folgenden vierzig Tage erschien Er einer riesigen Zahl von Zeugen. Die einzelnen Fälle sind zu zahlreich, um hier angeführt zu werden, aber die Evangelien berichten über jedes Detail.

Kurze ubersicht der Prophesieungen der Jesus

Bevor Jesus zum Himmel zurückkehrte, unterwies er seine Jünger in allem, was sie wissen mussten, um eine neue Mission zu erfüllen: die Nachricht von dem, was sie gesehen hatten, in allen Ländern zu verbreiten. Dann stieg Jesus zum Himmel auf. Nun sitzt er auf dem höchsten Thron, zur Rechten Gottes, des Vaters, um auf ewig als Hoherpriester für uns Fürsprache einzulegen. Die Ereignisse von Jesu Geburt, Leben, Tod und Auferstehung erfolgten genau in der Jahrhunderte zuvor von vielen Propheten vorhergesagten Abfolge.

Jesus Christus, der Hohepriester

Nachdem Jesus in den Himmel aufgestiegen war, überließ er uns nicht einfach uns selber, damit wir in den alten Trott zurückfallen. Die heilige Schrift offenbart, daß Er bei einem heiligen Gott Fürbitte für uns leistet.

Wenn sich ein Mensch Jesus Christus anvertraut und um Vergebung bittet, wird er in Gottes Familie hineingeboren. Alle Sünden, die vergangenen wie die künftigen, werden vergeben. Wir werden in einen bevorrechteten königlichen Stand erhoben – Kinder des ewigen Gottes.

Von diesem Augenblick an lehrt Gott seine neu geborenen Kinder den Unterschied zwischen Gut und Böse. Wir haben zwar unser altes Wesen behalten, das uns weiterhin zum Sündigen verleitet. Der Heilige Geist in uns macht uns jedoch deutlich, wo wir fehlgehen. Unser Gewissen wird geweckt, wir empfinden Schmerz, Reue und Elend.

Wenn wir unsere Hände schmutzig machen, müssen sie gereinigt werden. Aber wir brauchen kein Vollbad. Aber weil wir eine neue Schöpfung in Christus geworden sind, brauchen wir nur zu reinigen, was schmutzig geworden ist. Das ist der Grund, warum wir Jesus im Himmel brauchen, um vor einem heiligen Gott für uns einzustehen und unser Fürsprecher zu sein. Er ist jetzt unser Hohepriester. Weil Jesus alle unsere Sünden gesühnt und uns vergeben hat, bedürfen wir nur der Reinigung unserer schmutzigen Hände.

In dem Maße, wie unser Leben mit Ihm fortschreitet, werden wir immer weniger sündigen. Unser inneres Wesen wird sich nach und nach verändern und wir werden sanfter, liebevoller und wahrhaftiger werden. Wir werden anfangen, anderen zu vergeben, ja sogar unsere Feinde zu lieben, gerade wie Jesus es auf Erden vorlebte.

Das höchste Ziel, das Gott für uns vorgesehen hat, ist, daß wir heilig werden, uns abkehren von dieser Welt des Bösen und als Kinder des Lichts leben. Unser seelisches „Immunsystem“ wirkt fremden Angreifern entgegen, indem es das Böse erkennt und vernichtet. Dies wird die Garantie sein für die kommende neue Erde und den neuen Himmel, wo Gott niemals entehrt wird und keine Sünde geschieht.

Dieser Vorgang gleicht dem Laden von Software auf einen neuen Computer. Sobald wir vollständig für unser künftiges Leben programmiert sind, wird der Computer heruntergefahren und wieder gestartet, damit die neue Information dauerhaft installiert werden kann. Unser Körper stirbt, und dann werden wir wiedererweckt. Danach wird unser ewiger Körper wieder sichtbar, aber dieses Mal ist er nicht mehr mit einem sündigen Wesen behaftet.

Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesum, den Sohn Gottes, so laßt uns das Bekenntnis festhalten; denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid zu haben vermag mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem versucht worden ist in gleicher Weise wie wir, ausgenommen die Sünde.

Laßt uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe. (Hebräer 4:14-16 EFB)

Gegenwärtig gibt es keinen Hohepriester auf der Erde außer dem Vermittler Jesus Christus, der für uns bei dem allmächtigen Gott im Himmel Fürsprache einlegt.

Und jener sind mehrere Priester geworden, weil sie durch den Tod verhindert waren zu bleiben; dieser aber, weil er in Ewigkeit bleibt, hat ein unveränderliches Priestertum. Daher vermag er auch völlig zu erretten, die durch ihn Gott nahen, indem er immerdar lebt, um sich für sie zu verwenden.

Denn ein solcher Hohepriester geziemte uns: heilig, unschuldig, unbefleckt, abgesondert von den Sündern und höher als die Himmel geworden, der nicht Tag für Tag nötig hat, wie die Hohenpriester, zuerst für die eigenen Sünden Schlachtopfer darzubringen, sodann für die des Volkes; denn dieses hat er ein für allemal getan, als er sich selbst geopfert hat. Denn das Gesetz bestellt Menschen zu Hohenpriestern, die Schwachheit haben; das Wort des Eidschwurs aber, der nach dem Gesetz gekommen ist, einen Sohn, vollendet in Ewigkeit. (Hebräer 7:23-28 EFB)

Und ich sah in der Rechten dessen, der auf dem Throne saß, ein Buch, beschrieben inwendig und auswendig, mit sieben Siegeln versiegelt. Und ich sah einen starken Engel, der mit lauter Stimme ausrief:

Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen?

Und niemand in dem Himmel, noch auf der Erde, noch unter der Erde vermochte das Buch zu öffnen, noch es anzublicken. Und ich weinte sehr, weil niemand würdig erfunden wurde, das Buch zu öffnen, noch es anzublicken.

Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamme Juda ist, die Wurzel Davids, das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel.

Und ich sah inmitten des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten ein Lamm stehen wie geschlachtet, das sieben Hörner hatte und sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, die gesandt sind über die ganze Erde. Und es kam und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Throne saß.

Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamme, und sie hatten ein jeder eine Harfe und goldene Schalen voll Räucherwerk, welches die Gebete der Heiligen sind. Und sie singen ein neues Lied:

Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du bist geschlachtet worden und hast für Gott erkauft, durch dein Blut, aus jedem Stamm und Sprache und Volk und Nation, und hast sie unserem Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden über die Erde herrschen! (Offg 5:1-10 EFB)

Petrus, einer der Apostel Jesu, schrieb über das, was er sah:

Denn wir haben euch die Macht und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus nicht kundgetan, indem wir künstlich erdichteten Fabeln folgten, sondern als die da Augenzeugen seiner herrlichen Größe gewesen sind.

Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als von der prachtvollen Herrlichkeit eine solche Stimme an ihn erging:

"Dieser ist mein geliebter Sohn, an welchem ich Wohlgefallen gefunden habe".

Und diese Stimme hörten wir vom Himmel her erlassen, als wir mit ihm auf dem heiligen Berge waren. (2.Petr.1:16-18 EFB)

Alle Jünger außer Johannes gaben ihr Leben als Märtyrer hin, und Gott würdigte ihre Hingabe, indem Er ihre Namen ins Fundament des Reiches Gottes einschrieb.

Und wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Danksagung geben werden dem, der auf dem Throne sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, so werden die vierundzwanzig Ältesten niederfallen vor dem, der auf dem Throne sitzt, und den anbeten, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und werden ihre Kronen niederwerfen vor dem Throne und sagen:

Du bist würdig, o unser Herr und unser Gott, zu nehmen die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden. (Offg. 4:9-11 EFB)

Die Auferstehung von den Toten ist das wichtigste Thema des Universums. Ohne sie ergäbe nichts einen Sinn. Das Leben eines Menschen hätte keinen Zweck. Unsere Existenz wäre der Folgerichtigkeit beraubt und wir würden zu bedeutungslosen Objekten erniedrigt, die eine kleine Weile existieren und dann grundlos verschwinden.

Wenn Jesus heute auf die Erde käme, würde Er wieder, und aus den gleichen Gründen, hingerichtet werden. Gerade wie das Synhedrion würden unsere irdischen Regierungen bereitwilligst die Autorität des „ICH BIN’S“ leugnen und somit denselben Weg einschlagen wie dieses. Sie würden sagen: „Wir wollen nicht, daß dieser Mann über uns herrscht.“

Am Ende der Apokalypse wird die Welt wieder Jesus Christus gegenüber stehen. Dann aber wird Er kommen, um mit höchster Macht ausgestattet zu regieren. Die Menschen werden aufs Neue ihre durch das Wort Gottes festgelegte Rolle spielen; und Gott wird genau das tun, was Er angekündigt hat.

Amerika ist bereits im Begriff, jegliche Bezugnahme auf Gott aus öffentlichen Einrichtungen, einschließlich Schulen und Büchereien, zu tilgen, und ist drauf und dran, sogar die Verfassung dahingehend zu ändern. Das erinnert uns schmerzlich daran, daß die Gründerväter sich noch auf die Bibel als ihren Leitfaden stützten, um Gesetze in Kraft zu setzen, mit denen man das Volk im Sinne Gottes regieren konnte.

Die bronzene Schlange

Eine interessante Geschichte im Alten Testament veranschaulicht, was Gott vor Tausenden von Jahren plante.

Israel wanderte in der Wildnis auf dem Weg ins Gelobte Land. Die Wüste ist bei dieser Begebenheit ein Sinnbild unseres gegenwärtigen Weltsystems. Eine Schlange (die Satan darstellt) zwang die Menschen, eine Entscheidung zu treffen.

Und sie brachen auf vom Berge Hor, des Weges zum Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen. Und die Seele des Volkes wurde ungeduldig auf dem Wege; und das Volk redete wider Gott und wider Mose: Warum habt ihr uns aus Ägyten heraufgeführt, daß wir in der Wüste sterben? denn da ist kein Brot und kein Wasser, und unsere Seele ekelt vor dieser elenden Speise.

Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk, und sie bissen das Volk; und es starb viel Volks aus Israel. Da kam das Volk zu Mose, und sie sprachen: Wir haben gesündigt, daß wir wider den HERRN und wider dich geredet haben; flehe zu dem HERRN, daß er die Schlangen von uns wegnehme. Und Mose flehte für das Volk.

Und der HERR sprach zu Mose: Mache dir eine feurige Schlange und tue sie auf eine Stange; und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben. (4. Moses 21:4-8 EFB)

Das Volk Israel war mit Gott unzufrieden. Moses hatte die Israeliten herausgeführt aus Ägypten, einem Land der Sklaverei und der Knechtschaft. Sie waren dann etwa vierzig Jahre lang durch die Wüste gewandert, um darauf vorbereitet zu werden, ins Heilige Land einzuziehen, jenes Land, das nach dem Versprechen, das Gott Abraham gegeben hatte, Seine Nachfahren erben sollten. Gott speiste die Israeliten in der Wüste, kleidete sie und versorgte sie mit allem, was sie brauchten. Aber sie waren unglücklich, der täglich gleichen Kost von himmlischem Manna überdrüssig. Sie schmähten Gott dafür, daß Er ihnen täglich diese wunderbare Nahrung vom Himmel schenkte. Sie begehrten das schmackhafte Fleisch, das sie in Ägypten bekommen hatten, wo ihre Eltern in Knechtschaft unter einer tyrannischen Regierung gelebt hatten.

Gott war erzürnt über ihr Aufmurren. Er schickte giftige Schlangen in ihr Lager, die wahllos töteten. Da die Israeliten Moses für jede in ihrem Leben auftauchende Schwierigkeit verantwortlich machten, gaben sie ihm auch an dieser die Schuld. Aber als sie sich der Tatsache bewusst wurden, daß sie Gott verletzt hatten, flehten sie um Gnade. Gott wies sie an, eine bronzene Schlange herzustellen und sie auf die Spitze eines Pfahls zu setzen. Jeder, der das Schlangenbildnis anschaute, wurde geheilt.

Viele der Unzufriedenen weigerten sich jedoch, Gottes Maßnahme zu akzeptieren. Sie hielten sie für eine unwissenschaftliche Methode, giftige Schlangenbisse zu heilen. Es gab in der Geschichte keinen Vorfall, der als Hinweis auf ihren Erfolg hätte dienen können, es schien sich einfach um einen geheimnisvollen Trick zu handeln.

Die skeptische Haltung der Menschen stellt immer die Wege, die Gott für uns ersinnt, in Frage. Satan widersetzt sich Gottes Vorkehrungen, uns vor dem Gift der Sünde zu bewahren, indem er uns glauben macht, jeglicher Plan, den Gott zu unserer Rettung entwirft, sei unnötig und nicht vertrauenswürdig, da er unserer wissenschaftlich orientierten Erziehung widerspreche. Der Teufel macht uns weis, Gottes Pläne seien unlogisch und verstößen gegen den gesunden Menschenverstand.

Die Parallele zu dieser Geschichte ist der Tod Jesu Christi, der, auf einen Pfahl gehoben, zum Mittler wurde, durch den wir alle Erlösung erfahren können. Das Gift unserer Sünde führt zum ewigen Tod. Gott befiehlt uns, auf das Kreuz zu schauen, wo der Sohn, den Er uns gesandt, den Preis für unsere Sünde bezahlt hat, um uns heil zu machen. Das Gift wird seine Wirkung auf uns verlieren, wenn wir darauf vertrauen, daß Er das Problem überwunden hat.

Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.

Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3:14-16)

Da wir die Macht Gottes nicht wissenschaftlich beweisen können, bestreiten viele Menschen, daß die Auferstehung jemals stattgefunden hat, oder sie bezweifeln, daß Jesus Christus auf der Erde gelebt hat und für unsere Sünden gestorben ist. Gott gesteht uns die Freiheit zu zweifeln zu, aber Tatsachen bleiben Tatsachen.

Keine andere Religion auf der Welt lehrt die Möglichkeit der Erlösung des Menschen von seiner sündigen Natur oder die Vergebung von Vergehen gegen einen heiligen Gott. In keiner anderen Religion bezahlt der ewige Gott den Preis für die Sünden der Menschen.

Die Vorstellung, daß uns jemand etwas anbietet, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, läuft unserer natürlichen Veranlagung zuwider. Wir könnten uns dazu überreden lassen, uns zu mühen, um den Zugang zum Himmel durch sogenannte gute Taten zu verdienen. Es gibt Menschen, die Höllenqualen in Form von Nahrungsverweigerung oder schmerzhaften Handlungen auf sich nehmen; sie binden sich gar Sprengstoffgürtel um den Leib, um sich selbst in die Luft zu sprengen und töten so sich und andere um einer Lüge willen.

Sie verrichten religiöse Aktivitäten und ausgefeilte Rituale, um sich so durch Beschwichtigung irgendeines Gottes oder Geistes ewiges Leben zu sichern. Die gute Nachricht besteht darin, daß Gott die Errettung kostenlos bietet; der einzige Preis ist der, den er selber bereits durch seinen Sohn bezahlt hat.

Wenn mir meine Eltern ein Geschenk gaben, habe ich sie nicht beleidigt, indem ich ihnen dafür Geld anbot. Jesus bot das Geschenk des ewigen Lebens an. Das Blutopfer Seines Lebens wurde von Gott angenommen. Ohne Blutopfer gibt es keine Vergebung der Sünden. Der Vorhang des Tempels wurde von Gott zerrissen, um deutlich zu machen, daß es nicht länger der Opferung eines Lamms (die seit Jahrhunderten das Nahen des höchsten Opfers, Jesus Christus, hatte ahnen lassen) als Sühnopfer für die Sünde bedürfe. Gott ist völlig zufriedengestellt.

Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Stämme des Landes. Ja, Amen. Ich bin das Alpha und das Omega, spricht der Herr, Gott, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige. (Offb. 1:7-8 EFB)

In die ferne Zukunft blickend erkannte Gott ganz klar, daß der Mensch gegen das schändlichste und mächtigste Wesen, das je geschaffen wurde, keine Chance haben würde. Deshalb traf Er besondere Vorsorge, um dem Menschen eine weitere Möglichkeit zu geben, das ewige Leben zu erlangen. Im Jahre 33, in der Mitte der siebten (Sayin) Ära bezahlte Jesus Christus den Preis, den Gottes Heiligkeit verlangte. Am Kreuz erlitt Er die Folgen von Adams Sünde, um für dich und mich und die ganze Menschheit Sühne zu leisten.

In jenem Augenblick der endlichen Zeit gab Er alle Rechte als Schöpfer preis, sein Vorrecht als König zu herrschen und die Macht, alles zu verlangen, was Er wollte. Er unterwarf sich freiwillig dem natürlichen Kreis von Leben und Tod, den Gott erschaffen hatte, nur um uns zu zeigen, wie sehr Er uns liebt.

Während der letzten drei Jahre Seines Lebens auf Erden belehrte Jesus zwölf Männer über den Himmel und den Plan Gottes. Daraus entstand das Evangelium und die christliche Lehre. Er enthüllte das Geheimnis von Gottes ewiger Absicht, das Tausende von Jahren vor den Menschen verborgen gewesen war. Paulus und die anderen Apostel schrieben diese Botschaft nieder, damit wir uns nun 2000 Jahre später mit dem beschäftigen können, was Jesus sagte.

Wir leben immer noch in der siebten (Zayin) Ära. Dieses Zeitalter wird zu Ende gehen, wenn die Apokalypse beginnt. Viele sind heute davon überzeugt, daß die politischen und wirtschaftlichen Systeme der Welt kurz vor dem Zusammenbruch stehen. Die Probleme auf der Erde sind außer Kontrolle geraten und können nicht mehr gelöst werden. Der Kuckuck aus der Kuckucksuhr – die vorausgesagte Apokalypse – wird in Kürze ihr Erscheinen ankündigen.

Gott Geist

Die dritte Seite des Dreiecks stellt Gott als Geist dar, jene allmächtige, geheimnisvolle Kraft. Als Gott Adam erschaffen hatte, hauchte Er ihm Seinen Geist (hebr. xwr Ruach) ein und der Mensch erhielt eine lebende Seele. Der Geist ist unsichtbar; wir können ihn weder sehen noch berühren noch riechen, aber er ist da.

Wenn ein Mensch während seines Erdenlebens mit Gott versöhnt wird, kommt der Heilige Geist, um in diesem Menschen zu wohnen, und beginnt ihn neu zu erschaffen. Dieser Mensch wird zu einem neuen Geschöpf in Jesus Christus. Christen berichten oft, daß sie ihren Glauben als Erlösung oder Wiedergeburt erleben.

Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Stunde, da ihr weder auf diesem Berge, noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.

Ihr betet an und wisset nicht, was; wir beten an und wissen, was, denn das Heil ist aus den Juden.

Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahrhaftigen Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter.

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten. (Johannes 4:21-24 EFB)

Der Heilige Geist überführt die Menschen der Sünde, so daß am Tag des Jüngsten Gerichts niemand eine Rechtfertigung haben wird. Er lehrt uns, Gut von Böse zu unterscheiden, und prägt seine Wahrheit in unser Gewissen ein. Er überwacht die Angelegenheiten der Menschheit und verleiht denen, die mit Gott versöhnt sind, geistliche Weisheit. Er verfolgt Gottes Plan für die Menschheit gemäß des Vaters göttlicher Absicht. Seine Gegenwart und Macht zeigen sich in übernatürlichen Wundertaten, in der Heilung von Krankheiten des Körpers und der Seele. Er schult und vervollkommnet die Auserwählten im Hinblick auf ihr künftiges Geschick. Er setzt den geretteten Menschen in die Lage, das Böse zu erkennen.

Uns aber hat Gott es geoffenbart durch [seinen] Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also weiß auch niemand, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes.

Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, auf daß wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind; welche wir auch verkündigen, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, mitteilend geistliche Dinge durch geistliche Mittel.

Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird... (1.Kor.2:10-14 EFB)

Die Ausgießung des Heiligen Geistes begann vor 2000 Jahren, kurz nachdem Jesus in den Himmel aufgenommen worden war.

Und als der Tag der Pfingsten erfüllt wurde, waren sie alle an einem Orte beisammen. Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, wie von einem daherfahrenden, gewaltigen Winde, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen.

Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden einzelnen von ihnen. Und sie wurden alle mit Heiligem Geiste erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, von jeder Nation derer, die unter dem Himmel sind. Als sich aber das Gerücht hiervon verbreitete, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, weil jeder einzelne in seiner eigenen Mundart sie reden hörte. Sie entsetzten sich aber alle und verwunderten sich und sagten: Siehe, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer?

Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen Mundart, in der wir geboren sind: Parther und Meder und Elamiter, und die Bewohner von Mesopotamien und von Judäa und Kappadocien, Pontus und Asien, und Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Gegenden von Libyen gegen Kyrene hin, und die hier weilenden Römer, sowohl Juden als Proselyten, Kreter und Araber – wie hören wir sie die großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden?

Sie entsetzten sich aber alle und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was mag dies wohl sein? (Apg. 2:1-12 EFB)

In den letzten Tagen, während der Apokalypse, wird der Heilige Geist wieder über der Erde ausgegossen werden.

Und danach wird es geschehen, daß ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Greise werden Träume haben, eure Jünglinge werden Gesichte sehen. Und selbst über die Knechte und über die Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen. –

Und ich werde Wunder geben im Himmel und auf der Erde: Blut und Feuer und Rauchsäulen; die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare. –

Und es wird geschehen, ein jeder, der den Namen des HERRN anrufen wird, wird errettet werden; denn auf dem Berge Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der HERR gesprochen hat, und unter den Übriggebliebenen, welche der HERR berufen wird. (Joel 2:28-32 EFB)

Satans Einfluss auf diese Welt

Etliche Menschen glauben nicht an einen Teufel. Die meisten von ihnen glauben auch nicht an Gott. Weil ihnen so das nötige Lehrgebäude fehlt, haben sie Schwierigkeiten, die Anwesenheit des Bösen in dieser Welt zu erklären. Wissenschaftlich können sie noch nicht einmal das Leben, das sich in so überreicher Form um uns herum entfaltet, angemessen erklären oder gar angeben, woher es kommt. Kein Labortest könnte jemals ihre Annahmen bestätigen.

Die Bibel erzählt uns, daß der Teufel wirklich ist. Der Bibel gemäß zeigen diejenigen, die nicht an das glauben, was in der Heiligen Schrift geschrieben steht, daß ihr Verstand verdunkelt ist, und daß sie so getäuscht wurden, daß sie an eine Lüge glauben. Aufgrund ihres Unglaubens sind sie bereits gerichtet, und das bedeutet, daß ihre Namen nicht im Buch des Lebens verzeichnet sind.

Wenn aber auch unser Evangelium verdeckt ist, so ist es in denen verdeckt, die verloren gehen, in welchen der Gott dieser Welt den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit ihnen nicht ausstrahle der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus, welcher das Bild Gottes ist. (2.Kor. 4:3-4 EFB)

Satan versklavt den einzelnen Menschen, indem er Depression, Abhängigkeit von Drogen, Krankheiten und andere widrige Bedingungen erzeugt, die uns daran hindern, das Leben, das uns Gott gegeben hat, wirklich zu genießen. Sein Ziel sind weltweite Konflikte, Kriege, massive Zerstörung, ethnische Säuberungen, kurzum: alles, was verhindert, daß den Menschen ihre Sünden verziehen und sie wieder mit einem liebenden Gott versöhnt werden.

Viele hervorragende Wissenschaftler bestreiten die Existenz Gottes – sie sind vom Teufel völlig in die Irre geführt worden. Infolgedessen müssen sie Theorien wie die Evolutionstheorie in die Welt setzen, geschickt kaschierte Lügen, die einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhalten. Letztlich geht die Evolutionstheorie auf eine uralte Lüge zurück, die Satan schon bei der Schöpfung in die Welt setzte – nur eben in einer „wissenschaftlich“ schmackhaft gemachten, aufgewärmten Form.

Im Gegenzug wird Gott während der Apokalypse Seinen Geist in einer Intensität und Fülle ausgießen, wie sie seit Beginn des Kirchenzeitalters (s. Apostelgeschichte 2) nie wieder beobachtet wurde. Das wird seine Antwort auf unsere anerzogene und indoktrinierte Verstandesblindheit sein. Da die Apokalypse eine Zeit des Gerichts - wie auch der Reinigung - ist, muss Gott klar und deutlich Zeugnis ablegen gegen Satans betrügerisches und verlogenes Wesen. Die Menschen werden die Möglichkeit haben zu wählen, wenngleich es eine sehr schwierige Wahl sein wird, die oft mit Leid und Märtyrertum einhergeht. Viele Millionen von ihnen werden durch ihren Glauben an Jesus Christus als Gottes eingeborenen Sohn, geläutert und so die wahre Auferstehung zum ewigen Leben erfahren.

Zur Aussage gegen die von Satans zwei großen Weltführern vollbrachten Wunder wird der Gott von Israel seine zwei Zeugen schicken. Während durch die von Joel vorausgesagte große Ausgießung des Heiligen Geistes viele Tausende geistig gestärkt werden, erwähnt die Bibel diese beiden Ölbäume oder Teile von Gottes Licht als den eigentlichen prophetischen Mittelpunkt vom Zeugnis des Heiligen Geistes gegen Satan.

Da antwortete er und sprach zu mir und sagte: Dies ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen. (Sacharja 4:6EFB)

Und ich hob zum zweiten Male an und sprach zu ihm: Was sind die beiden Zweige der Olivenbäume, welche neben den zwei goldenen Röhren sind, die das Gold von sich aus ergießen?

Und er sprach zu mir und sagte: Weißt du nicht, was diese sind? Und ich sprach: Nein, mein Herr. a sprach er: Dies sind die beiden Söhne des Öls, welche bei dem Herrn der ganzen Erde stehen. (Sacharja 4:12-14 EFB)

Jedem dieser falschen Wunder und jeder erlogenen Wundertat werden diese beiden echte und eindeutige Beweise von Gottes Macht gegenüberstellen. Im Gegensatz zu Satans Dienern können Gottes Zeugen die Himmel verschließen – dem Regen Einhalt gebieten – und andere Wunder vollbringen, die uns an Israels Auszug aus Ägypten erinnern.

Gegen sie kann der Antichrist (das Tier) nur die Macht und Gewalt seiner militärischen Kräfte ausschicken. Seine Anstrengungen werden sich folgerichtig so lange als zwecklos gegen die Macht des Heiligen Geistes erweisen, bis die von Gott Seinen Zeugen gewährte Zeit abgelaufen ist. Obwohl ihr einziger Schutz die Macht ist, die Gott ihnen zugestanden hat, können diese Ölzweige, die voll des Öls von Gottes ewigem Zeugnis sind, nicht zum Schweigen gebracht werden, bevor ihre vorhergesagte Frist abgelaufen ist. Sogar ihr Tod und ihre Wiederauferstehung werden ein machtvoller Beweis für des Gottes Israels rechtzeitige Erfüllung aller Seiner Versprechen und für Seine bevorstehenden Rückkehr.

Diese sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen. Und wenn jemand sie beschädigen will, so geht Feuer aus ihrem Munde und verzehrt ihre Feinde; und wenn jemand sie beschädigen will, so muß er also getötet werden.

Diese haben die Gewalt, den Himmel zu verschließen, auf daß während der Tage ihrer Weissagung kein Regen falle; und sie haben Gewalt über die Wasser, sie in Blut zu verwandeln, und die Erde zu schlagen mit jeder Plage, so oft sie nur wollen.

Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben werden, so wird das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt, Krieg mit ihnen führen, und wird sie überwinden und sie töten. (Offg.11:4-7 EFB)

Satans Verdammnis

Die Heilige Schrift kennt fünf Stufen von Satans Verurteilung und Fall:

  1. Er wurde aus seiner ursprünglichen Stellung im Himmel verstoßen und vom heiligen Berg Gottes verbannt (Hesekiel 28:16).
  2. Das Gericht gegen seine Herrschaft wurde schon im Garten Eden angekündigt, (Genesis 3:15 sagte voraus, sein Haupt würde zerschmettert, und das geschah im Jahr 33 n.Chr., als Jesus starb und wieder auferstand.), und er verlor seine Macht im Himmel (Johannes 19:30).
  3. Er wird vom Himmel geschleudert werden, und sein Reich auf Erden wird enden (Offenbarung 12:13).
  4. Er wird tausend Jahre unter der Erde im Abgrund eingeschlossen sein (Offenbarung 20:2-3)
  5. Er wird in den Feuersee geworfen werden – und dies ist seine letztendliche Bestimmung (Offenbarung 20:10).

Der Prophet Jesaja beschrieb Satans Niederlage wie folgt:

Da wirst du diesen Spruch anheben über den König von Babel und sprechen:

Wie hat aufgehört der Bedrücker, aufgehört die Erpressung!

Zerbrochen hat der HERR den Stab der Gesetzlosen, den Herrscherstab, welcher Völker schlug im Grimme mit Schlägen ohne Unterlaß, Nationen unterjochte im Zorn mit Verfolgung ohne Einhalt.Es ruht, es rastet die ganze Erde; man bricht in Jubel aus.

Auch die Zypressen freuen sich über dich, die Zedern des Libanon: "Seit du daliegst, kommt niemand mehr herauf, uns abzuhauen."

Der Scheol drunten ist in Bewegung um deinetwillen, deiner Ankunft entgegen; er stört deinetwegen die Schatten auf, alle Mächtigen der Erde, er läßt von ihren Thronen aufstehen alle Könige der Nationen.

Sie alle heben an und sagen zu dir: "Auch du bist kraftlos geworden wie wir, bist uns gleich geworden!" In den Scheol hinabgestürzt ist deine Pracht, das Rauschen deiner Harfen. Maden sind unter dir gebettet, und Würmer sind deine Decke.

Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! zur Erde gefällt, Überwältiger der Nationen! Und du, du sprachst in deinem Herzen: "Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über die Sterne Gottes meinen Thron erheben, und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden.

Ich will hinauffahren auf Wolkenhöhen, mich gleichmachen dem Höchsten." – Doch in den Scheol wirst du hinabgestürzt, in die tiefste Grube.

Die dich sehen, betrachten dich, schauen dich an: "Ist das der Mann, der die Erde beben machte, Königreiche erschütterte; der den Erdkreis der Wüste gleich machte und dessen Städte niederriß, dessen Gefangene nicht in die Heimat entließ?"

Alle Könige der Nationen insgesamt liegen mit Ehren, ein jeder in seinem Hause; du aber bist hingeworfen fern von deiner Grabstätte, wie ein verabscheuter Schößling, bedeckt mit Erschlagenen, vom Schwerte Durchbohrten, die zu den Steinen der Grube hinabgefahren sind, wie ein zertretenes Aas. Nicht wirst du mit ihnen vereint werden im Begräbnis; denn du hast dein Land zu Grunde gerichtet, dein Volk hingemordet. Der Same der Übeltäter wird nicht genannt werden in Ewigkeit. (Jesaja 14:4-20 EFB)

Satans unwiderrufliches Ende wird in der Offenbarung beschrieben:

„Und der Teufel, der sie verführte, ward geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, da auch das Tier und der falsche Prophet war, und werden gequält werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit.” (Offenbarung 20:10)

Andere Schriftstellen vermitteln uns weitere Einsichten in dieses außergewöhnliche, mächtige, als Satan bekannte Wesen.

Hier eine unvollständige Liste:

Übersicht über Bibelstellen mit Hinweisen auf Satan:

Bibelstellen mit Hinweisen auf Satan

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Kapitelübersicht:  Prophezeiung der Apokalypse

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