Prophezeiung der Apokalypse

Eine Expedition von dem Garten Eden zu dem Neuen Jerusalem:
Ein Gottes Wegweiser für die Menschheit

Kapitel 4:

Die Erste Zivilisation

(4=Daleth, “diese Welt in dieser Zeit”)

 

Warum war das Leben im Garten Eden anders?
Was enthüllt das Zahlensystem des hebräischen Alphabets über Gottes Plan bei der Erschaffung von Adam und Eva?
War Genmanipulation der Grund für die Sintflut?
Wird die moderne Genmanipulation Gott dazu veranlassen, auch unsere Zivilisation zu zerstören?

 

Abschnittsverweise für dieses Kapitel:

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Als ich begann, die Apokalypse zu erforschen, entdeckte ich das, was ich als den Rosetta-Stein der Bibel bezeichne. Das Verständnis dieser Entdeckung offenbarte mir eine weitere Dimension der Erlebnisse Adams und Evas im Paradies. Nicht einmal Christen haben je davon gehört, aber ich garantiere, daß dieses Kapitel ein neues Verständnis für die Urgeschichte der Menschheit vermitteln wird, wie sie uns das Alte Testament überliefert.

Die Zerstörung der ersten Zivilisation durch die Sintflut war für das Überleben der Menschheit notwendig. Wenn wir erkennen, warum Gott die erste Zivilisation richtete, werden wir auch verstehen, weshalb Gott die gegenwärtige Zivilisation nicht verschonen kann. Die Gründe sind dieselben: eine Welt, die sich gegen ihren Schöpfer erhebt. Gerade wie Gott die vorsintflutliche Gesellschaft nicht schonte, wird er noch einmal seine sterblichen Kinder durch eine Zeit der Prüfung gehen lassen, um sie vom Bösen zu reinigen und die Getreuen zu läutern. Darüber mehr in meinem 2. Buch, Das Geheimnis des 17. Tammus.

Damit Sie sich ein Bild von Gottes Plan für die verbleibende Menschheit machen können, habe ich die kalendarischen Daten in der nachfolgenden Tabelle mit den Parallelen aus dem hebräischen Zahlensystem versehen:

Kapitel und Zeitraume Tabelle

Das gegenwärtige Sajin–Zeitalter

Dieses Kapitel beschreibt den Anfang der Menschheit und nennt uns den Grund für unsere Existenz auf Erden.

Gottes Plan für die Menschheit ist das zentrale Thema der Bibel. Die meisten Ungläubigen haben keine rationale, logische Erklärung für unsere Existenz auf diesem Planeten. Sie können nicht verstehen, warum Tod, Leiden und Armut so sehr vorherrschen. Manche Religionen predigen die Wiedergeburt, das Wiedererscheinen auf Erden in einem neuen Leben – vielleicht sogar als Tier. Andere behaupten, daß wir uns im Nichts auflösen, wenn wir sterben. Nur die Bibel gibt eine klare und vernünftige Antwort auf unsere Frage hinsichtlich des Lebens nach dem Tod. Das erklärt sich daraus, daß die biblischen Berichte kein Produkt menschlicher Phantasie sind, sondern die Offenbarung Gottes, der ein tiefes Interesse an uns Menschen hat.

Weil Gott von vornehmer Art ist, wird Er uns nicht zwingen, Ihn zu lieben oder anzuerkennen. Und dennoch erhält Er Seine ganze Schöpfung, indem Er uns mit allem, was wir zum Leben brauchen, durch die Natur versorgt. Wenn wir nun arg dran sind, haben wir das nur uns selbst zuzuschreiben. Wir folgen lieber dem Bösen und verstricken uns damit in falsche Religionen, anstatt auf den Friedensfürsten zu hören.

Die einzige Möglichkeit, über den Tod hinaus zu leben, besteht für den Menschen darin, daß er dem von Gott vorgezeichneten Weg folgt. Tut er das nicht, wird sein Leben enden. Und die Hölle ist kein Ort, zu dem man gern geht. Selbst wir Christen müssen dafür gerade stehen, wenn wir Gottes Gesetze übertreten.

Die Erschaffung Adams und Evas

Im Gegensatz zur Lehre von der Evolution, die heutzutage in den meisten Schulen vermittelt wird, sagt uns die Bibel, daß Adam und Eva erschaffen wurden. In Auslegung der Heiligen Schrift komme ich zu dem Schluss, daß dieses erste Menschenpaar große Intelligenz besaß, einen wissbegierigen Geist und ein ausgeprägtes Verlangen, seine Umwelt zu erforschen. Gott setzte sie in einen schönen geschützten Garten, in dem sie zur Reife gelangen sollten. Jeden Tag kam Er, um sich in der Abendkühle mit Adam und Eva zu treffen. Bei diesen wunderbaren Treffen tauschten Gott und Mensch Gedanken aus und erlebter Freundschaft und Zusammengehörigkeit. Das erste menschliche Paar hätte keinen vollkommeneren Lehrer haben können.

Die Heilige Schrift gibt uns keine Auskunft darüber, wie viele Jahre diese reine, sündenfreie Beziehung zwischen Gott und dem ersten Menschenpaar andauerte. Wir können aber Vermutungen darüber anstellen, wenn wir uns damit befassen, inwiefern das Zahlensystem des hebräischen Alphabets der Siebentausend-Jahre-Tafel der menschlichen Geschichte entspricht.

Die Siebentausend-Jahre-Tafel weist zwölf Zeitabschnitte von je 490 Jahren auf (sie basieren auf dem hebräischen Siebenersystem, 490 ist 7 mal 70). Ich gelangte zu dem Anfangsdatum dieser Tabelle, indem ich, mit dem Jahr der Zerstörung des jüdischen Tempels (588 v. Chr.) beginnend, jeweils sieben (7) hebräische Jahreszyklen zurückzählte, was uns in das Jahr 4018 v. Chr. bringt. Wandeln wir dieses Datum in unsere Zeitrechnung um, so muss die Erschaffung Adams ungefähr 4068 v. Chr. stattgefunden haben.

Ich habe der Siebentausend-Jahre-Tafel die hebräischen Jahre zugrunde gelegt, denn hinter diesen Zahlen liegen Wahrheiten verborgen, die verloren gingen, würde man nach unserer Zeitmessung verfahren. Vor allem gäbe es dann keine Übereinstimmung mehr mit der Prophetie. Abgesehen davon hieße jeglicher Versuch, Dinge, die sich vor der Sintflut ereignet haben, zeitlich festzulegen, sich auf reine Vermutungen zu stützen. Die Erde unterschied sich sowohl geologisch wie astronomisch völlig von der Erde unserer Zeit; deshalb können wir über die Dauer eines Sonnenjahres in der Zeit vor der Sintflut nur Mutmaßungen anstellen. Der Wirklichkeit am nächsten kommt wohl die Annahme von 360 Tagen pro Jahr, denn das ist die in den alten Kalendern vorherrschende Zeitspanne.

Mit der 7,000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte werden wir uns später noch eingehender befassen. Vorläufig begnügen wir uns mit der obigen Vergleichstabelle. Konzentrieren wir uns auf das Sajin–Zeitalter der Menschheitsgeschichte.

Wir beginnen mit der bekannten Geschichte von Adam und Eva. Fast jeder hat wohl davon gehört – selbst diejenigen, die dazu erzogen wurden, das Ganze zu ignorieren. Eigentlich ziemlich dumm, nicht? Wir wollen hier eine neue Sichtweise gewinnen, nämlich die, die mit dem hebräischen Zahlensystem im Einklang ist. Für Sie mag diese Betrachtungsweise neu sein, besonders wenn Sie schon Christ sind und keine fundierten AT-Kenntnisse besitzen.

Der Sündenfall

Nachdem Adam und Eva jahrelang in einer von Schuld und Sünde ungetrübter Beziehung mit Gott gelebt hatten, wurden sie auf die Probe gestellt. Gott verbot ihnen, die Frucht von dem Baum zu essen, der ihnen Erkenntnis über Gut und Böse gegeben hätte. Aber Satan verführte Adam und Eva dazu, Gottes Befehl zu missachten.

Und der HERR Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren. Und der HERR Gott gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baume des Gartens darfst du nach Belieben essen... (1. Mose 2:15-16 EFB)

Adam und Eva bestanden den Test nicht. Sie entschieden sich bewusst für den Weg des eigenen Willens. In dem Augenblick, da sie sündigten, verloren sie ihre leuchtenden Körper. Gott vertrieb sie aus der sicheren Umgebung eines geschützten Gartens, und sie mussten versuchen, in einer feindlichen Welt zu überleben, geprägt von Arbeit, Mühsal und Leid. Ihr sorgenfreies Dasein in einer angenehmen Umwelt und dem täglichen Zusammensein mit Gott fand ein jähes Ende.

Das erste Paar wurde im Alter von etwa fünfundsechzig Jahren aus dem Garten Eden vertrieben. Da die ersten Menschen viel länger lebten als wir heute, kam Adam wohl zum Zeitpunkt der Vertreibung gerade erst ins zeugungsfähige Alter.

Sie waren nackt

Sobald die beiden ersten Menschen Gott ungehorsam waren, wurden ihre leiblichen Körper nackt:

Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, daß sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. (Genesis 3:7)

Ich glaube, dass das tägliche Leben in Gottes Gegenwart Adam und Eva gleichsam in helles Licht tauchte. Dieses Licht bedeckte ihren natürlichen Körper. Als die Sünde in Form von Ungehorsam und Auflehnung Einzug in ihre Seelen hielt, verschwand ihr Kleid aus Licht und sie waren „nackt“.

Ich gründe diesen Glauben auf ein ähnliches Phänomen, von dem an anderen Stellen der Bibel berichtet wird. Moses’ Gesicht glänzte, als er nach seinem Zusammensein mit Gott vom Berg herabstieg.

Und die Kinder Israel sahen das Angesicht Moses, daß die Haut des Angesichts Moses strahlte; und Mose tat die Decke wieder auf sein Angesicht, bis er hineinging, um mit ihm zu reden. (Exodus 34:35 UELB)

Von Jesus ging am Berg der Verklärung das gleiche Leuchten aus, und er wurde vor seinen Aposteln umgestaltet:

Und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, seine Kleider aber wurden weiß wie das Licht. (Matthäus 17:2 UELB)

Gottes Gegenwart bewirkte offenbar eine Veränderung in der physischen Beschaffenheit des Körpers. Satan hieß, solange er sich noch täglich in der Gegenwart Gottes aufhielt, Luzifer, was „Lichtträger, Glänzender, Leuchtender“ bedeutet. Inzwischen ist er unter anderen Namen bekannt.

Infolge ihres Ungehorsams wurden Adam und Eva Teil der schon vor diesem Zeitpunkt existierenden gefallenen Welt. So hatte es Gott vorherbestimmt. Ihre Bestimmung war jetzt der Tod, der mit dem Jüngsten Gericht enden wird.

Nach der Vertreibung

Als Gott Adam und Eva aus dem Garten Eden vertrieb, versprach Er ihnen einen Erlöser und Versöhner, der die Menschheit in ihren früheren Stand zurückversetzen würde. Als Eva dann mit ihrem Sohn Kain das erste Kind der menschlichen Rasse zur Welt brachte, war sie voller Hoffnung. Die Engel im Himmel nannten einige von Evas Kindern „Erstgeborene" (Hebräer 12:22-23).

Die Bibel verzeichnet ihre Worte folgendermaßen: “Mit der Hilfe des Herrn habe ich einen Mann hervorgebracht“ (Genesis 4:1). Sie glaubte, Kain wäre dereinst der Erlöser, mit dessen Hilfe sie alle zurück in die Fünfer-Dimension gelangen würden.

Aber Gottes Plan sieht vor, daß in der Siebner-Dimension viele Kinder geboren werden und sterben. (Die Siebener- und Fünfer-Dimension werden etwas weiter unten in diesem Buch erklärt und zudem im nächsten Buch, Das Geheimnis des 17. Tammus, genauer beschrieben).

In Johannes 3:2 sagt Jesus: „Ihr müsst von neuem geboren werden“. Wie kann das geschehen? Der Tod kommt in zwei Etappen. Die meisten von uns erfahren den „ersten Tod“ am Ende des Lebens an ihrem leiblichen Körper. Der „zweite Tod“ tritt am Ende der Zeit während des Gerichtes vor dem großen weißen Thron ein. Falls wir wiedergeboren (d.h. in die Fünferdimension hineingeboren) werden, werden wir unmittelbar in das ewige Leben aufgenommen – wenn auch unser Körper auf der physischen Ebene bleibt (Daleth = in dieser Welt in dieser Zeit), die dem Tod unterworfen ist. Die nicht wiedergeboren werden, verbleiben im Bereich des Todes, und ihre Seelen enden im Feuersee. Diese Vorstellungen von ewigem Leben werden umso verständlicher, je mehr wir in diesem Buch mit neuen Tatsachen konfrontiert werden. In Kapitel 6 erfahren wir beispielsweise, dass der Mensch zwei Geburtstage hat, und vergleichen diesen Umstand mit den Verpuppungsstadien des Schmetterlings.

Als es Adam und Eva klar war, daß Kain nicht ihr erwarteter Erlöser war, mussten sie beginnen, für sich und ihre Kinder ein Leben in der Siebner-Dimension zu gestalten. Das war kein leichtes Unterfangen. Aber Gott selbst hatte Adam unterrichtet, und Adam gab die Fertigkeiten, die Er ihm vermittelt hatte, an seine Kinder und Enkelkinder weiter. Adam und Eva waren äußerst intelligent. Ich schätze, dass Adam mindestens zehnmal klüger war als Einstein. Da sie sehr fleißig waren, erfanden sie Werkzeug und Musikinstrumente. Sie stellten sogar Eisen her, was nur mittels eines höchst komplexen Verfahrens gelingt.

Die frühen Familienstrukturen der menschlichen Rasse erlaubten es dem Mann, mehrere Frauen zu haben, obschon es nie als Ideal galt (vgl. Matt. 19:5-9). Es ist bis heute Sitte in gewissen Kulturen, auch wenn wir Leute aus dem Westen es nicht wahrhaben wollen. Interessanterweise verbietet die Bibel diesen Brauch nicht ausdrücklich. So war Lamech aus der sechsten Generation nach Adam der erste Polygamist, von dem wir schriftlich Zeugnis haben. Aus den Zeiten vor der Sintflut werden nur vier Frauen aufgeführt: Eva (Adams Weib), Ada und Zilla (die Frauen Lamechs) und Naama (Lamechs Tochter):

Und Lamech nahm sich zwei Weiber; der Name der einen war Ada, und der Name der anderen Zilla. Und Ada gebar Jabal; dieser war der Vater der Zeltbewohner und Herdenbesitzer. Und der Name seines Bruders war Jubal; dieser war der Vater aller derer, welche mit der Laute und der Flöte umgehen. Und Zilla, auch sie gebar Tubalkain, einen Hämmerer von allerlei Schneidewerkzeug aus Erz und Eisen. Und die Schwester Tubalkains war Naama. (1.Mose 4:19-22 EFB)

Die zwei Dimensionen Edens

(Das System der Fünfer- und Siebener-Ebene)

Der folgende Abschnitt handelt davon, wie meine Entdeckung des „Rosetta-Steins“ auf die Ereignisse im Garten Eden übertragen werden kann. Das sündenfreie Leben Adams und Evas inmitten eines idyllischen Gartens, in dem es weder Tod noch Verfall gab, hat unter christlichen und jüdischen Gelehrten viele Debatten ausgelöst und Verwirrung gestiftet. Ich kann mich nicht im Entferntesten erinnern, daß das Thema jemals in einer der Sonntagsschulen, die ich besuchte, angesprochen worden wäre.

Die meisten Christen machen irrtümlich Adam und Eva für den Fall der Schöpfung verantwortlich, so als wäre Gott ein Fehler unterlaufen und er hätte nicht gewusst, was in Seiner Schöpfung läuft. Das Zahlensystem des hebräischen Alphabets vermittelt uns ein besseres Verständnis für die Geheimnisse der einschneidenden Früherfahrungen des ersten Menschenpaares.

Im zweiten Buch, Das Geheimnis des 17. Tammus, beschreibe ich, was es mit meiner Entdeckung des Rosetta-Steins genau auf sich hat. So, wie auf der alten ägyptischen Steintafel verschiedene Sprachen nebeneinander die gleiche Botschaft übermittelten, so bestanden in der Geschichte vom Garten Eden vielfältige Dimensionen der Wirklichkeit nebeneinander. Eine dieser parallelen Wirklichkeiten ist auf einem „Fünfersystem“ aufgebaut, die andere auf einem „Siebenersystem“.

Beide Dimensionen, nämlich die Fünfer- und die Siebner-Dimension zusammengenommen, ergänzen sich zu dem, was ich als den „Binärkode des Himmels“ bezeichne. Als Gott Adam und Eva erschuf, setzte Er sie in den Garten Eden. Die hebräischen Buchstaben für Eden sind Ayin-Daleth–Nun [70-4-50]. Diese Buchstabenkombination können wir als Gottes Gegenwart in zwei Dimensionen deuten: Ayin [Zahlenwert 70 & die Gesamtheit dieser Welt ], oder ein Inbegriff des Diesseits inmitten der natürlichen Welt, und dazu eine höhere Ebene mit dem Zahlenwert 5 [He] oder 50. Anders ausgedrückt schuf Gott (Aleph, 1 = ewiger Gott) eine Insel der himmlischen Ordnung (He, 5 = „die andere Seite“, die Fünferdimension, oder Nun =“das verheißene Land“) auf Erden (Daleth, 4 = „diese Welt in dieser Zeit“, aber dem 7000-Jahre-Zyklus untergeordnet. Doch diese Ordnung zwar zeitlich auf die irdische Sajin-Age (Total 70) beschränkt.

Solange Adam und Eva sich im Garten Eden aufhielten, lebten sie in einer Wirklichkeit, in der die Einwirkung der Zeit aufgehoben war. Aber nachdem sie Gottes ausdrücklichem Befehl zuwidergehandelt hatten, wurden sie sterblich und mussten den Garten Eden verlassen, denn in der He-Dimension duldet Gott keine Sünde in Seiner Gegenwart.

Der Garten Eden glich einem unabhängig funktionierenden Ökosystem oder einer Mini-Umwelt, die eingeschlossen ist unter einer Kuppel oder einem Kraftfeld der He-Dimension. Alles darin geschah, genau so wie im Himmel, auf der „Wellenlänge der Ewigkeit“. Außerhalb des Gartens Eden war alles, was Gott erschaffen hatte, der Endlichkeit der Zeit unterworfen (Daleth).

Da die Daleth-Dimension (also Satans Wirkungsbereich) der Zeit, dem Verfall und der Alterung unterworfen ist, fügte Gott den Zyklus von Leben, Tod und Fortpflanzung, der uns allen vertraut ist, in sie ein. Die Welt außerhalb des Gartens Eden (auch als die Siebenerdimension bezeichnet) wurde unter Satans Herrschaft gestellt, damit jedermann im Himmel und auf Erden bewiesen werde, daß Satans Anklagen falsch waren und dass jedes Aufbegehren gegen einen heiligen Gott letztlich im Fiasko enden muss. Die Siebenerdimension (Daleth) ist und bleibt der Schauplatz, an dem die Aspekte von Gut und Böse durchgespielt werden.

Gott besuchte Adam und Eva jeden Tag in der Abendkühle im Garten Eden, einem Ort der Fünfer- oder He-Dimension. Er wies sie warnend darauf hin, daß alles in der Daleth-Dimension außerhalb des Gartens Eden Satan gehöre. Wenn Gott nicht zugegen war, war es Satan erlaubt, im Garten Eden umherzustreifen und nach Möglichkeiten zu suchen, Seine Absichten zu durchkreuzen. Satan war Gottes notgedrungen geduldeter Agent zur Prüfung von Adam und Eva. Der Teufel war schlicht und einfach darauf aus, Gottes Pläne zu durchkreuzen und die herrliche Beziehung zu zerstören, welche die Neuankömmlinge mit ihrem Gott genossen.

Gott hatte zwei besondere Bäume erschaffen, die einzigartige Früchte hervorbrachten. Er stellte sie Seite an Seite in den Garten. Der „Baum der Erkenntnis“ trug eine Frucht, deren Verzehr das Entstehen neuen Lebens durch natürliche geschlechtliche Fortpflanzung zu Folge hatte. „Der Baum des Lebens“ hingegen brachte Früchte hervor, die den Weg zu einem ewigen Leben öffneten, wie es der fünften, der himmlischen, Dimension eigen ist: diese Früchte zu verzehren hieße, ewiges Leben zu erlangen.

Der Baum der Erkenntnis brachte dem Menschen die geschlechtliche Fortpflanzung, die die Siebenerdimension (Daleth) kennzeichnet, aber sie war mit einem zusätzlichen Bündel an Erfahrungen hinsichtlich Gut und Böse beladen. Dieses Paket war wie verborgenes Dynamit. Gott warnte: „aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben“ (Genesis 2:17).

Gott wollte die einzige Wissensquelle für Gut und Böse sein. Sicherlich setzte er Adam ins Bild über jene geheimnisvollen Bäume, sodass er es nicht selber erfahren musste, um zu wissen, was böse ist. In gewisser Hinsicht wollte Satan ihm weismachen, dass der Mensch durch Essen der verboteneren Frucht unabhängig von Gott sein könne. Die Menschen sollten doch selber bestimmen können, was gut ist, ja sogar wie Gott ist. “Ihr braucht doch nicht Gott zu fragen!” sagte Satan. “Ihr könnt selber entscheiden, ihr habt das Recht auf Entscheidungsfreiheit!” Seither versuchen wir Sterblichen naturgemäß, die Antworten auf unsere Lebensfragen in uns selbst zu suchen, ohne nach Gottes Willen zu fragen. Wir verlassen uns lieber auf unseren eigenen oder kollektiven sterblichen Intellekt, auf die eigene Wissbegier und Schaffenskraft.

Gott gab Adam und Eva die Möglichkeit zu wählen. Sie konnten im Garten Eden, im himmlischen He der „andern Seite“ bleiben und in ständiger Gemeinschaft mit Gott leben. Oder sie konnten sich für die Siebenerdimension (Fleisch = Daleth) entscheiden, was die Trennung von Gott zur Folge haben würde. Der Garten Eden glich einer kuppelförmigen Blase, die ringsherum von der Siebenerdimension umgeben war, die den für die Erdbiosphäre „in dieser Welt in dieser Zeit“ (Daleth = 4) erschaffenen Prinzipien und physikalischen Naturgesetzen unterworfen war. So konnten Adam und Eva durch die unsichtbare Trennwand zwischen diesen beiden Räumen unterschiedlicher Dimension hindurchschauen und beobachten, was außerhalb des Gartens Eden geschah.

Obgleich sie in der Fünfer- (der himmlischen) Dimension erschaffen worden waren, konnten sie erkennen, daß die Siebner-, also die irdische oder fleischliche, Dimension den Gesetzen von Leben und Tod unterworfen war. Ich glaube, der Baum in der Siebner-Dimension stellte für Eva eine starke fleischliche Versuchung dar, denn er war verbunden mit dem Prinzip der geschlechtlichen Fortpflanzung. Ihr Körper war zur Fortpflanzung ausgebildet, und der Anblick von Tieren, die ihre Jungen zur Welt brachten, ließ ihr wohl das Hinüberwechseln zum Leben in der fleischlichen Dimension als sehr begehrenswert erscheinen.

Die fleischliche Dimension, die die geschlechtliche Fortpflanzung ermöglichte, war sogar für jene rebellischen Engel verlockend, die wegen ihrer Gefolgschaft für Satan aus dem Himmel vertrieben worden waren. Die Bibel berichtet, daß vor der Zeit Noahs gefallene Engel sich mit Menschentöchtern paarten. Um dies zu tun, mussten sie die himmlische Fünfer-Dimension verlassen und in die Fleisch-Dimension hinüberwechseln. Gott hatte solcherlei Aktivitäten strikt verboten, hätten sie doch hinsichtlich Satans Argumentation nur Verwirrung gestiftet.

Henoch, eine Augenzeuge aus der Zeit vor der Sintflut, bekundet, daß Engel in der Unterwelt in Ketten gehalten werden, weil sie ihren ursprünglichen Stand verlassen und sich gegen die bestehende Ordnung aufgelehnt haben (s. Judas 6). Jahrtausende später lehrte Jesus, daß die Engel im Himmel mitnichten heiraten. Nach unserer Wiederauferstehung, wenn wir zur himmlischen Fünfer-Dimension zurückkehren, werden auch wir uns nicht mehr paaren, da wir gleich den Engeln im Himmel sein werden (s. Matthäus 22:30; Markus 12:25).

Insbesondere Eva beobachtete, wie die Tiere in der Siebenerdimension Junge bekamen, und sehnte sich danach, Teil dieser Welt zu werden. Satan machte sich diesen Wunsch zunutze. Kaum hatte er herausgefunden, daß Eva anfällig für die Versuchung war, begann er auch schon, die Überlegenheit der Siebenerdimension in den schönsten Farben zu schildern. Vergessen wir es nicht: Satan ist Meister der Manipulation: er hatte zuvor ein Drittel der Himmelsbewohner dazu gebracht, sich in seiner Auflehnung gegen Gottes Plan und Herrschaft auf seine Seite zu schlagen.

Satan überzeugte Eva davon, daß es der Menschheit zugute käme, würde sie, Eva, sich für die verbotene Frucht in der Siebenerdimension entscheiden. Er deutete an, daß der Mensch Gott gleich würde, Schöpfer neuer Lebensformen, die Gottes Schöpfung ebenbürtig, aber von ewiger Dauer wären. Adam und Eva könnten das, was Gott bereits als „sehr gut“ verkündet hatte, noch verbessern. Durch geschlechtliche Fortpflanzung könne ewiges Leben errungen und somit die von Gott ausgesprochene Warnung gegenstandslos werden, daß nämlich der Verzehr der Früchte vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse den Tod nach sich ziehen würde.

„Ihr werdet mit Sicherheit nicht sterben“, log Satan. Eva war nicht klar, welch großer Betrüger Satan war, ist und immer sein wird. Sie erlag der mächtigen Versuchung durch diese wunderschöne, aufrecht wandelnde Schlange. Es kam ihr nicht in den Sinn, daß ihr Handeln Gottes enge, freundschaftliche Beziehung zu den Menschen zerstören und seinen Plan für die Menschheit zunichte machen würde.

Obgleich sich Eva vollends darüber im Klaren war, daß sie Gottes Befehl zuwiderhandelte, vertraute sie fest darauf, daß Gott die Macht habe, alles in Ordnung zu bringen und somit auch jeglichen Fehler, den sie machte, wieder zu bereinigen. Es gefiel ihr in der Fünferdimension (der himmlischen), aber es verlangte sie auch nach der Siebener- (der Fleisch-) Dimension. Warum also nicht „alles haben“ und in beiden Dimensionen leben? Sie wollte das Beste von beiden Welten. Sie stellte sich vor, Gott würde die beiden Dimensionen ihr zum Gefallen einfach miteinander verbinden.

Nach Tausenden von Jahren können wir erkennen, daß Evas Gedankengänge nicht zu weit hergeholt waren, aber sie standen im Widerspruch zu Gottes Absichten für diese Welt. Darüber hinaus verletzte ihr Ungehorsam die vertrauensvolle Beziehung zwischen ihr, Gott und Adam. Trotz allem wird Gott einst die ernst gemeinten, guten Absichten hinter ihrem schicksalsschweren Verlangen zu würdigen wissen. Nachdem die Apokalypse überstanden ist, werden Evas Nachkommen gleichzeitig in der Fünfer- und in der Siebenerdimension leben, wie am Ende dieses Buchs zu lesen ist.

Adam war in der Fünferdimension glücklich. Es machte ihm nicht viel aus, daß ihm die Früchte des einen Baumes verboten waren. Von Gott persönlich unterrichtet, lernte er, das Geschehen im Universum zu verstehen. Der Schöpfer gab ihm den Auftrag, Pflanzen und Tieren Namen zu geben und sie zu katalogisieren. Adam liebte jedoch die Frau, die Gott für ihn geschaffen hatte, sehr. Deshalb stand er vor einer schwierigen Entscheidung, als sie ihm sagte, daß sie von den verbotenen Früchten gegessen habe und ihn ermunterte, es ihr gleichzutun.

Sein Weib war nun in der fleischlichen Siebner-Dimension verhaftet. Das strahlende Licht, das von ihrem Körper auszugehen pflegte, war erloschen. Sie war anders, einfach nackt, ihr Körper war nun dem zeitbedingten Verfall preisgegeben. Sie würde irgendwann alt und runzelig werden und sterben. Bliebe Adam im Garten Eden, würde er auf ewig jung und stark bleiben. Und nachdem er dann Evas Altern und Tod miterlebt hätte, würde er wieder allein sein, ohne eine Gefährtin von seiner Art.

Er empfand außerdem das starke Bedürfnis, für seine Frau zu sorgen. Er konnte sie nicht einfach schutzlos der gefährlichen, feindlichen Welt überlassen, die sie sich ausgesucht hatte. Bestimmt würde irgendein Engel sie finden und von ihm wegnehmen. So beschloss Adam ebenfalls, Gottes Gebot zu missachten.

Nach ihrem Akt des Ungehorsams versteckten sich Adam und Eva vor Gott, als er das nächste Mal den Garten Eden besuchte. Adam liebte seine Frau Eva so sehr, daß er für sie gestorben wäre. Er flehte Gott an, sie retten zu dürfen, aber Gott antwortete: „Nein, ich werde der Erlöser sein“.

Dieses Ende der Gemeinschaft mit Gott war der Preis für ihren Ungehorsam. Sie hatten das Böse kennen gelernt, und das schlechte Gewissen war in ihnen erwacht. Sie gehörten jetzt zur Siebener-(Sajin)- Dimension, wo sie der Fluch des Reiches Satans in Gestalt von Verrat, Krankheit, Tränen, Krieg und Tod ereilen sollte, anstelle des Lebens voller Wonnen, das er ihnen vorgegaukelt hatte.

Und der HERR Gott sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unser einer, zu erkennen Gutes und Böses; und nun, daß er seine Hand nicht ausstrecke und nehme auch von dem Baume des Lebens und esse und lebe ewiglich! Und der HERR Gott schickte ihn aus dem Garten Eden hinaus, um den Erdboden zu bebauen, davon er genommen war. (1.Mose 3:22-23 EFB)

Adam und Eva wurden aus dem Garten Eden verbannt. Zwei Cherubim begleiteten sie zum Eingang, der nun zum Ausgang geworden war und von den Cherubim und durch die Flamme des kreisenden Schwerts bewacht wurde. Dieses Schwert sagte ihnen, daß der Weg zum Baum des ewigen Lebens mit den Mitteln der Siebenerdimension (7 = Sajin, was „Schwert“ oder „Kampf“ bedeutet) überwunden werden könnte.

Die Sajin-Zeit ist, historisch und prophetisch betrachtet, das Zeitalter, in dem die Menschheit unter Satans Herrschaft ein unentwirrbares Durcheinander von Gut und Böse durchlebt. Die innerhalb der Daleth-Dimension während des Sajin-Zeitalters erlittenen Schmerzen und Heimsuchungen kennzeichnen die gesamte menschliche Geschichte.

Auf dem Weg zum Ausgang des Gartens sprach Gott auch einen Fluch über Satan aus, der immer noch in der Gestalt einer schönen Schlange auftrat. Von nun an sollte die Schlange nicht länger ein anziehendes Wesen sein; sie sollte sie den Staub der Erde fressen. Man kann nicht tiefer sinken als der Staub der Erde.

Die Siebenerdimension mit den ihr innewohnenden Gesetzen der irdischen Natur, „dieser Welt in dieser Zeit“ (Daleth), wird eines Tages zuende gehen, weil die Erde nur für eine endliche Dauer geschaffen wurde. Gott hat verkündet, daß, bevor die Siebenerdimension (Fleisch) endet, Satans Kopf endgültig zerschmettert und seine Macht für immer gebrochen sein wird.

Aber Satans Niederlage müsse zu einem hohen Preis erkauft werden, der von Evas Nachkommen zu zahlen wäre. Derjenige von ihren Nachkommen, der einmal der Erlöser sein sollte, müsse schlimme Schmerzen ertragen, die ihm durch die Schlange zugefügt würden. Gott selbst würde diesen Schmerz empfinden. In der Zukunft würde es einen anderen Garten geben, den Garten von Gethsemane, einen Olivenhain, in dem dieser Erlöser, in menschliche Gestalt gehüllt, so schlimme Qualen erleiden würde, daß ein Engel kommen und ihn stärken müsse (Lukas 22:39).

Als Ihm klar war, daß die Versuchung, der Eva ausgesetzt war, sich als stärker erwiesen hatte als ihr Wunsch, Gott zu gefallen, sprach der Herr zu Eva: „Du wirst Kinder gebären, und deine Schmerzen bei der Geburt werden um vieles zunehmen. Ich hätte deinen Wunsch erfüllen können, wenn du zu mir gekommen wärst, aber du kamst nicht“ (meine Deutung von 1.Mose 3:16). Selbst heute noch bitten Frauen während der Schmerzanfälle bei der Geburt Gott um Erleichterung.

Mit der Zeit verschwand der Garten Eden, weil er überwuchert wurde von Pflanzen und Bäumen, und somit war er vor den Blicken und dem Wissen der Menschen verborgen. Der verbotene Baum der Siebenerdimension verrottete und starb ab. Der ehemalige Garten aus der Fünferdimension und der Baum des Lebens wurden in das Reich Gottes, die vorübergehend aufgegebene Satellitenstadt, verpflanzt. (Eine Beschreibung dieser pyramidenförmigen Stadt findet sich in den letzten Kapiteln der Bibel und in meinem zweiten Buch, Das Geheimnis des 17. Tammus).

Die Blätter des Lebensbaumes enthalten starke Wirkstoffe, die unheilbare Krankheiten in der Siebenerdimension auf Erden heilen können. Nach der Apokalypse geborene Menschen werden Zugang zu diesem Baum haben. Die wiederauferstandenen Heiligen werden diese heilkräftigen Blätter vom Baum des Lebens sammeln und den Menschen auf der Erde, die sie brauchen, geben (Offenbarung 22:2).

Die Fünferebene, also die himmlische Dimension, ist für viele Menschen auf der Erde auch heute noch eine Alternative. Sie ist als Gratisgeschenk erhältlich. Die Vergangenheit ist fest zementiert, eure Zukunft jedoch nicht. Wofür werdet ihr euch entscheiden?

Entsprechend dem Zahlenwert vier (4), für den Buchstaben Daleth weist Gottes Plan vier Stützpfeiler in der Daleth-Dimension auf, die die gesamte Geschichte der Menschheit in sich einschließen. Diese vier Säulen sind zwei Männer und zwei Frauen. Die Bibel beschreibt sie als:

  1. Der erste Adam (von der Siebener-, der fleischlichen Dimension)
  2. Der zweite Adam, Jesus Christus (von der Fünfer-, der himmlischen Dimension)
  3. Die erste Frau, Eva, - deren Sohn, Kain, der Erstgeborene der Siebener- (Fleisch-) Dimension war
  4. Die Frau Maria, deren Sohn, Jesus, der Erstgeborene der Fünfer- (himmlischen) Dimension war.

Kain wurde unter Satans Herrschaft in der Siebenerdimension geboren. Aus ihm wurde ein Mörder, ein Totschläger (1.Mose 4:8). Durch den Heiligen Geist empfing und gebar Maria Jesus, den Erlöser und Lebensspender aus der Fünferdimension. Obwohl Jesus von einer leiblichen Mutter geboren wurde, ist Er ohne Sünde geboren, weil Gott Sein Vater war. Während Adam ein erschaffener Sohn war, ist Jesus der gezeugte Sohn. Sein geistiges Erbe kam vom Baum des Lebens und nicht vom Baum der Erkenntnis. In 1.Korinther 15:45-50 erzählt uns der Apostel Paulus:

So steht auch geschrieben: "Der erste Mensch, Adam, ward eine lebendige Seele"; der letzte Adam ein lebendig machender Geist. Aber das Geistige war nicht zuerst, sondern das Natürliche, danach das Geistige. Der erste Mensch ist von der Erde, von Staub; der zweite Mensch vom Himmel. Wie der von Staub ist, so sind auch die, welche von Staub sind; und wie der Himmlische, so sind auch die Himmlischen. Und wie wir das Bild dessen von Staub getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen. (1.Kor. 15:45-49 EFB)

Dieser Bibelausschnitt lässt, wie ein Eisenbahngleis mit seinen zwei Schienen (der hebräischen und der christlichen Tradition), Gottes Absicht bei der Erschaffung des Menschen in der fleischlichen Dimension („diese Welt in dieser Zeit“) sichtbar werden. Evas Wunsch wird in Zukunft erfüllt werden. Gott respektiert ihren Traum und lässt ihn Wirklichkeit werden. Nach dem Jahr 2018 werden die Fünfer- und die Siebenerdimension zusammengefügt werden. Gott wird die beiden Dimensionen zum Wohl der Menschheit miteinander vereinen – so wie sie in Jesus Christus vereint waren. Er hat von Anfang an geplant, daß die künftigen Heiligen während der Zeit der dritten Zivilisation gleichzeitig in der irdischen, der Siebenerdimension (des sterblichen Fleisches) und in der himmlischen, der Fünferdimension (des ewigen wiederauferstandenen Lebens) leben werden.

Das himmlische Jerusalem aus der He-Dimension wird der Himmelskreis über dem Land Israel sein. Nur die Erstgeborenen (die wieder auferstandenen Heiligen, wie ich später noch genauer erläutere) werden Zugang zur himmlischen Stadt erhalten, die die fünfte mit der Siebenerdimension verbinden wird. Die Erfahrung des Paradiese mit seiner engen Beziehung zu Gott wird wieder hergestellt werden und bis zur Vollendung des Teth-Zeitalters fortdauern. Gott, der dann nicht länger schweigt, wird während der Teth-Zeit in einem wunderschön wieder aufgebauten heiligen Tempel in Jerusalem wohnen. Der ewige Gott, der das Universum erschaffen hat, wird wieder, mit Milliarden von außerirdischen (Engel-)Wesen unter Seiner Herrschaft, auf diesem unendlich winzigen Planeten am äußersten Ende der Milchstraße, den wir Erde nennen, wohnen, und Seine Gemeinschaft mit sterblichen Wesen wird vollkommen sein.

Nach der Apokalypse wird die Siebenerdimension im Laufe des Teth-Zeitalters noch weitere tausend Jahre bestehen, aber Satan wir nicht länger Macht über sie haben, weil er in den Tiefen des Abgrunds gefesselt liegen wird. Am Ende des Jahrtausends wird Satan zusammen mit seinen Opfern – verlorenen Menschen und verdorbenen Engeln (=Dämonen) – in den feurigen Pfuhl geworfen werden.

Namen und Zahlen

Die hebräische Sprache liefert noch einen weiteren Hinweis zum Verständnis der biblischen Darstellung des Gartens Eden. Das Hebräische ist, da von Gott eingegeben, die einzige Sprache, die die Sintflut überlebt hat. In ihrer alphanumerischen Struktur liegt für Wissbegierige und philosophisch Interessierte ein ungehobener Schatz verborgen.

Wer Bibelübersetzungen in verschiedenen Sprachen studiert, merkt bald, dass diese stets nur eine einzige Verständnisebene bieten. Wer jedoch in der Lage ist, die Bibel in den Ursprachen, also auf Hebräisch, Aramäisch und Griechisch zu lesen, gewinnt ein tieferes Bibelverständnis. Das gilt insbesondere für die hebräischen Texte, also den Großteil des Alten Testamentes. Denn die hebräische Sprache birgt innerhalb ihrer Struktur eine zusätzliche Ebene – eben ein numerisches System, das inhaltliche Beziehungen zwischen den Wörtern, Begriffen und prophetischen Offenbarungen über Gottes Pläne für die Menschheit sichtbar werden lässt.

Dem Nuancenreichtum, der poetischen Kraft und dem Zusammenwirken der verschiedenen Kommunikationsebenen, die die hebräische Ursprache kennzeichnen, kann eine Übersetzung unmöglich gerecht werden. Die sinntragenden Perlen des biblischen Hebräisch zu entdecken, wird zum Muss für jeden, der tiefere Einblicke in den unerschöpflichen Reichtum des Gotteswortes gewinnen möchte. Es ist wie ein verborgener Schatz, den zu entdecken für Gelehrte wie Gelehrige jeder Schattierung eine Herausforderung ist. Ich selbst verfüge über keine Hebräischstudium und habe die Lehre von Buchstaben und Ziffern eigentlich im Selbststudium erworben. Jede Perle, die ich entdecke und die mir das Wort Gottes noch näher bringt, verschafft mir immer wieder ein Hochgefühl.

Während ich an diesem Buch arbeitete, packte mich Erregung, wann immer ich beim Studium des Bibelhebräischen auf ein neues Konzept, eine neue Perspektive oder eine Bestätigung der „Zahnräder des Uhrwerks“ stieß (das „Uhrwerk“ wird in meinem 2. Buch, Das Geheimnis des 17. Tammus, erläutert). Ich hoffe doch, dass auch Sie, werte Leser, nicht verzweifeln an dem, was vielleicht als merkwürdige Symbolik erscheinen mag. Auch wenn Ihnen das alles zu Beginn etwas verwirrend vorkommt, sorgen Sie sich nicht. Denken Sie daran: Erfolgreiche Wissensvermittlung ist eine besondere Gabe, und Wissen erlangt man in kleinen Häppchen, gerade so, wie das Aufeinandersetzen von Steinen oder Ziegelsteinen schließlich zum Entstehen eines Hauses führt. Lassen Sie uns nun zusammen einige von den interessanten hebräischen Zahlen untersuchen, die ich entdeckt habe.

Was bedeutet 1 - 4 – 40 – 400?

Lassen Sie zu, dass sich vor Ihren Augen nun ein wenig davon entfaltet, was im Zahlensystem des hebräischen Alphabets verborgen liegt. Selbst wenn Sie es nicht gleich verstehen, lesen Sie einfach weiter. Es handelt sich lediglich um einige Seiten. Es ist wichtig für Sie, wenigstens eine Stichprobe davon zu schmecken, wie die Bibel als hebräisches Buch ihre Botschaft in mehreren übereinander gelagerten Ebenen übermittelt. Dadurch wird uns Einsicht in Gottes Plan für die Menschheit und das künftige Universum gewährt. Auf diese Weise habe auch zum Teil den Zeitraum für die Apokalypse entdecken und berechnen können.

Schon die Namen des ersten Menschenpaares bergen eine tiefere Bedeutung, als es den Anschein macht. Der hebräische Begriff für Adam und Eva wird Aleph-Daleth-Mem-Taw buchstabiert. Gemäß dem Zahlensystem des hebräischen Alphabets kann dies durch die Zahlen 1-4-40-400 ausgedrückt werden. Somit wird folgendes klar: das erste Paar wurde von Gott (1) geschaffen, um „in dieser Welt in dieser Zeit“ (4) zu leben und zu sterben (40); alles menschliche Leben hört am Ende dieser Welt auf (Taw=400).

Das Wort für den „Menschen“, ein erschaffenes Wesen, schreibt sich Aleph-Daleth-Mem und deckt sich mit dem Zahlensystem des althebräischen Alphabets. Entsprechend diesem Zahlensystem kann diese Buchstabenkombination numerisch durch 1-4-40 dargestellt werden. Die „Eigenschaften“ Evas als des weiblichen Elements der Schöpfung, dem die Fähigkeit zur geschlechtlichen Fortpflanzung gegeben ist, lassen sich durch Daleth-Mem-Taw (4-40-400) ausdrücken.

Achten Sie auf die Wiederholung des Daleth (= 4 = “diese Welt in dieser Zeit“) und des Mem (= 40 = „Ihm einen Sinn geben“) in den beiden Namen. Das zuerst (1 = Aleph) erschaffene Wesen, Adam, wird durch die Hinzufügung von Eva erweitert. Die Zeitdimension ist begrenzt und wird ein gezielt herbeigeführtes Ende finden (ausgedrückt durch die Zahl 400 = Taw, was Wegkreuz bedeutet). Das Leben der Menschen wird mit dem Ende dieser Welt abgeschlossen sein (Taw = 400 bedeutet „Wegkreuz“, eine Vorstellung, die den äußeren Existenzbereich der materiellen Welt mit einschließt).

Adams Name beginnt mit Aleph (1), dem Buchstabenwert, der den ewigen Gott, den Schöpfer, darstellt. Gott ist der Beginn der Existenz des Menschen. Es ist aufschlussreich, daß der Name der Frau (Daleth-Mem-Taw) nicht die Eins (Aleph = 1) enthält, weil sie ja aus Adam geformt wurde. Gott benutzte nicht den Staub der Erde, um Eva zu erschaffen und ihr dann Leben einzuhauchen (Ruach), so wie Er es bei Adam getan hatte. Vielmehr benutzte Er genetisches Material von Adam (eine Rippe).

Eva wurde aus Adam geformt und zu einer Frau umgestaltet. In der Vereinigung des Männlichen mit dem Weiblichen konnte nun mittels körperlicher Geburt neues Leben geschaffen werden – wie es scheint, für immer. Es ist bemerkenswert, dass Frauen erheblich mehr genetische Informationen in ihren Chromosomen tragen als Männer. Als Gott Eva schuf, erblickte er bereits die Gesamtheit der Zeit und besonders auch den versprochenen „Samen der Frau“.

Als neulich eine Ente auf meinem Teichrand landete, erkannte ich in ihr die gleiche Ente, die Adam auf seinem Teich gesehen hatte. Die Gestalt der lebenden Ente hat sich über 6000 Jahre hin nicht geändert. Die Namensverbindung Adam-Eva endet allerdings mit Taw = 400, was darauf hindeutet, daß alles für die Daleth-Dimension geschaffene Leben zu einem bestimmten Zeitpunkt sein Ende finden wird. Die immer wiederkehrenden Zyklen des sterblichen Lebens mögen den Anschein erwecken, daß die Zeit niemals ausläuft, sie wird jedoch, wie es der Buchstabe Taw andeutet, durch Gottes Hand zu Ende gehen.

Gott hat Adams Frau keinen Namen gegeben. Er nannte sie einfach „Weib“ (Ischa), denn sie war aus dem Manne (Isch) entstanden. Das Wort für Weib (Ischa) setzt sich zusammen aus den Buchstaben Aleph-Schin-He (1-300-5). Es unterscheidet sich von den Buchstaben des Wortes „Mann“ (Isch), das sich Aleph-Jod–Schin (1-10-300) schreibt. Während das Aleph-Jod in dem Wort „Mann“ (Isch) auf eine ihm von Gott zugewiesene Verantwortung für sein Weib hinweist, finden sie beide gemeinsam göttliche Vollendung: Schin = 300 (3 x 100). Der letzte Buchstabe He in Ischah macht deutlich, daß die Hoffnung der Menschen auf Unsterblichkeit, ihr Fenster zur „anderen Seite“, sich eines Tages in Gestalt eines von dem Weib geborenen Kindes öffnen wird. Bis dahin wird der Fortbestand der Menschheit ebenfalls durch die Geburt von Kindern gewährleistet sein.

Nach dem Sündenfall gab Adam seiner Frau den Namen Eva (Genesis 3:20). Das Wort „Eva“ setzt sich zusammen aus den Buchstaben Cheth-Waw-He (8-6-5). Numerisch betrachtet heißt dies, daß durch Eva eine neue Schöpfung entstehen wird (8 = Cheth = „ein neuer Anfang“ oder „eine neue Schöpfung“), die eine Verbindung herstellt zwischen dem Fleisch (6 = Waw = „verbunden“ oder „Fleisch“) und der Ewigkeit (5 = He, „die andere Seite“).

So mag die Hoffnung der Menschen auf ein Weiterleben in der Geburt von Kindern gesehen werden, aber der Name Eva, Cheth-Waw-He (8-6-5) unterstreicht, daß die Hoffnung auf „immerwährendes Leben“ in Wahrheit in der verlorenen und unsichtbaren Unendlichkeit liegt, auf die prophetisch in 1.Mose 3:15 hingewiesen wird. Die Zahlenkombination des Wortes „Eva“ könnte somit folgendermaßen übersetzt werden: „Durch sie wird ein Neuanfang stattfinden, eine neue Schöpfung (8), die das fleischliche Leben (6) mit der Ewigkeit der „anderen Seite“ (5) verbindet.

Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen. (1. Mose 5:15 EFB)

In der Verbindung der Namen von Adam und Eva (Aleph-Daleth-Mem-Taw) als symbolischen Vertretern der ganzen Menschheit, finden wir, wie bereits erwähnt, die Buchstaben miteinander kombiniert, die in ihrem Zahlenwert Adams und Evas gemeinsame Eigenschaften ausdrücken, nämlich Aleph-Daleth-Mem-Taw oder 1-4-40-400. Dieser zusammengesetzte Name findet seinen Ausdruck in Aussagen wie den folgenden:

„Die Menschheit wurde von Gott (1) erschaffen, um in dieser Welt in dieser Zeit (4) zu leben, zu sterben (40), sie kann jedoch nicht jenseits dieser Welt oder dieses Universums (400) leben. Wir müssen die Zahlen 5-50-500 kennenlernen, die mit der Wiedergeburt, der Auferstehung und dem ewigen Leben im Zusammenhang stehen.“

Wenn wir den physischen Tod (40) erleiden, ohne eine Verbindung (Waw) zum ewigen Lebensspender, Jesus Christus, eingegangen zu sein, dann wird nicht nur physischer sondern auch geistlicher Tod (400) unser Schicksal sein. Verstockte Sünder finden keine Aufnahme in das Buch des Lebens (Offenbarung 20:12) oder das Buch der Wahrheit (Daniel 20:21). Im Gottesreich sind sie namenlos, so als hätten sie nie existiert. (Mein zweites Buch, Das Geheimnis des 17. Tammus macht unter dem Titel „Die Zahl 666“ weitere Angaben zu diesem Thema.)

Ein göttlicher Mittler wird Mensch

Diese Hoffnung, daß der göttliche Sohn einer sterblichen Frau die gefallene Menschheit von der von Gott verhängten Verurteilung zu Sterblichkeit und Tod erlösen möge, ist in Genesis 4,1 durch Evas Ausspruch bei der Geburt Kains belegt. Wörtlich aus dem Hebräischen übersetzt, erklärt sie da, Kain sei der HERR (Jahwe). Damit verleiht sie ihrem Glauben Ausdruck, daß Gott Sein ihr gegebenes Versprechen bereits mit der Geburt ihres ersten Sohnes erfüllt hat.

Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mit Hilfe des HERRN. (Genesis 4:1 LB/84)

[Anmerkung: Die Worte „mit Hilfe“, die wir in den meisten Bibeln zwischen „Mann“ und „HERR“ finden, sind kursiv gedruckt, was bedeutet, daß sie nicht im ursprünglichen hebräischen Text vorkommen, sondern vom Übersetzer hinzugefügt wurden, um das Verständnis des Textes zu erleichtern. Es müsste eigentlich heißen „ich habe einen Mann gewonnen (versprochen) vom Herrn“.]

WICHTIG: der Ausdruck „ihr Same“ in Genesis 3:15 ist etwas Unmögliches, ein Widerspruch in sich, schließlich handelt es sich bei dem Wort „Same“ definitionsgemäß um den männlichen Samen, der von Natur her nicht Teil des Weiblichen sein kann. Bei der jungfräulichen Geburt Jesu trat der Heilige Geist wunderbarerweise an die Stelle der lebensspendenden Funktion des männlichen Samens (s. Matthäus 1:18; Lukas 1:35; Johannes 1:12-14).

Auf diese Weise wurde Jesus ohne den Samen eines Mannes von Gott und einer sterblichen Frau geboren. Der Apostel Paulus spricht von Jesus als einem wunderbaren „zweiten Adam“, der durch den Glauben an Ihn jedem Menschen die Wahlfreiheit bezüglich des Baumes des Lebens zurückgeben kann (1. Korinther 15:14-15, 45-48).

Jesus, der fleischgewordene Gott des Alls, ist geboren als ein unentbehrlicher Mittler für die Menschen in der Daleth-Dimension. Ein Mittler, der zu jeder Dimension gehört, kann auch in jeder der Dimensionen wirken. Jesus war die Verbindungstür zwischen beiden. Man kann es sich auch wie einen Spiegel vorstellen. Der Spiegel zeigt nur das Abbild des tatsächlichen Gegenstands, der sich vor ihm befindet. In meinem Vergleich ist unsere stoffliche Welt, in der wir leben, das Spiegelbild, sie heißt Daleth in dem System des hebräischen Alphabets, denn sie gehört „dieser Zeit“ und „dieser Welt“ an, symbolisiert durch die Zahl vier. Was wir in der stofflichen Welt tun, ist ein Spiegelbild der geistigen Wirklichkeit dessen, was wir aus Gottes himmlischer Sicht sind.

Die Seite des Spiegels, von der Jesus zur Erde kam, ist die wirkliche Seite, nämlich He, „die andere Seite“, die durch die Zahl 5 symbolisiert wird. Sein Leben entsprach eher einem Fenster als einem Spiegel, denn alles, was Jesus im Verlauf der Jahre zwischen seiner Geburt und seinem Tod auf Erden tat, offenbarte direkt die himmlische (He) Realität der Fünferdimension. Durch sein Leben wirkte er nicht nur unmittelbar auf die Gegebenheiten in der Daleth–Dimension ein und veränderte sie (Erlösung für die Menschheit - unsere Welt), sondern ebenso auf die im Himmel. Ich werde diese himmlischen Gegebenheiten später noch detailliert darstellen.

Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht; denn was irgend er tut, das tut auch der Sohn gleicherweise. Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, auf daß ihr euch verwundert. Denn gleichwie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, also macht auch der Sohn lebendig, welche er will. Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohne gegeben, auf daß alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. (Johannes 5:19-23 EFB)

Ich kann nichts von mir selbst tun; so wie ich höre, richte ich, und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Wenn ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr. Ein anderer ist es, der von mir zeugt, und ich weiß, daß das Zeugnis wahr ist, welches er von mir zeugt. Ihr habt zu Johannes gesandt, und er hat der Wahrheit Zeugnis gegeben. (Joh. 5:30-33 EFB)

Von der Stunde der Wiederauferstehung Jesu bis zur heutigen Zeit wird Gottes Willen durch seine irdische Anhängerschaft vertreten. Wir lesen in der Bibel, daß er nach seiner Auferstehung umherging, sprach, aß, und Menschen berührte, auch daß seine Getreuen ihn anfaßten (Lukas 24:13-32, 36-41; Johannes 20:27). Insgesamt kamen über 500 Zeugen herbei, um ihn zu sehen. Selbst Jesu Halbbrüder wollten vor seiner Auferstehung zunächst nicht glauben, daß er irgend etwas anderes sei als ein gewöhnlicher Sterblicher (1.Korinther 15:6-8). Jesus verließ diese Erde mit dem Versprechen, daß er zurückkehren werde, dann jedoch ausgestattet mit der Macht der He-Dimension, die die Erde erbeben lassen wird, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen.

Nun wenden wir uns wieder den Begebenheiten im Garten Eden zu: Adam, der erste Mensch (lateinisch humanus = menschlich) wurde aus Erde (Humus) – Staub, dem wesentlichen Bestandteil unserer stofflichen Welt erschaffen. Er wurde zum Leben erweckt, indem seinem irdischen Körper Gottes Odem (oder Geist) eingehaucht wurde (Genesis 1:26-31). Gott erklärte, die Menschen seien in seinem Bilde, ja ihm zum Ebenbilde geschaffen und sollten herrschen über alle Geschöpfe auf der Erde (Genesis 2:15).

Adam erhielt von Gott als unanfechtbares Amt den Auftrag, die Erde zu bearbeiten und zu erhalten. Gott setzte die Herrschaftsordnungen und Gesetze über Seine Schöpfung auf solche Weise fest, daß Er sie danach selbst nicht mehr ändern konnte. Die Natur war so bestellt, daß selbst der Schöpfer sich ihren Regeln unterwerfen musste. Täte Er das nicht, ginge alles im Chaos auf und die Erde würde unbewohnbar – und somit würde das Gegenteil dessen eintreten, was Sinn und Ziel des Schöpfungsplanes war (Jesaja 45:18; Genesis 17:17; 5. Mose 7:9; Johannes 10:35 ).

Nicht werde ich entweihen meinen Bund, und nicht ändern, was hervorgegangen ist aus meinen Lippen. (Psalm 89:34)

Wenn Gott die Bedingungen auf der Erde – in der Daleth-Dimension – ändern will, so kann Er das nur durch die menschliche Vermittlung von Adam und Eva und ihre Nachkommen erreichen. Ihnen wurde von Beginn ihres Daseins auf Erden die Herrschaft über diese anvertraut. Damit hat die Menschheit nun die Gewalt über alles, was den Hauch des Lebens in sich trägt. Aber wegen Adam und Eva müssen die Menschen jetzt die Herrschaft über die Daleth-Dimension mit Satan teilen.

Der Hauch Gottes auf Erden, der „das Leben“ bedeutet, wohnt nun neben dem Bösen und wurde beschmutzt, da alles Gute unlösbar vom Bösen – der Frucht des Baums der Erkenntnis von Gut und Böse – durchdrungen wurde. Auf diese Weise wurde Satan, die beherrschende Macht auf Erden, zu dem „Mächtigen, der in der Luft herrscht,... der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams“ (Epheser 2:2).

Der sündige Entschluss von Adam und Eva brachte die Todesstrafe über sie und alle ihre Nachfahren – uns! Und mittels der Angst vor dem Tod versklavt Satan alle Völker, bis hin zu ihrer kleinsten Einheit, der Familie, und jedem einzelnen ihrer Mitglieder (Hebräer 2:15).

Als Folge davon, daß die ersten Menschen sich mit der Schlange einließen, bedarf jeder einzelne Mensch der Erlösung, denn wir sind nun natürlich mit dem Bösen behaftet und dem Tod unterworfen. Gott kann von der He-Dimension, also der „Himmelsdimension“, aus nichts daran ändern. Im bleibt nur, mit anzusehen, wie wir uns selbst Schaden zufügen und uns zerstören und zwar in einem solchen Ausmaß, daß die Erde heute vor der völligen und endgültigen Zerstörung steht.

Die in der Daleth-Dimension herrschenden Gesetze sind starr und werden ohne Ausnahme gnadenlos umgesetzt, da sie zwangsläufig durch das unwandelbare Wort Gottes in Kraft gehalten werden . Welche Mächte und Kräfte in der irdischen Natur und in der gesamten Schöpfung Gott auch immer zu Gebote stehen, er kann sie nicht nutzen, es sei denn, wir ermöglichen Ihm, auf unser Verlangen hin durch Seinen Geist in uns zu wirken. Seine uns nicht begreifliche und uneingeschränkte Liebe kann uns keine Rettung bringen, ohne daß wir uns bewußt entscheiden, Ihm demütig bittend unsere Not vorzutragen.

Die Daleth-Dimension wird auch nach strengen Verhaltensvorschriften geregelt, und Satans Herrschaft sorgt für ihre Durchsetzung. Ständig verbucht er unser Handeln auf einem Konto, auf dem wir immer in Schulden geraten. Mit dem Fortschreiten unseres Lebens wachsen unsere Schulden, und die Gesetze des Universums verlangen Bezahlung, die wir in Form unseres Todes leisten müssen.

Auf der anderen Seite (He) gibt es die ausgewogene Gerechtigkeit, die Möglichkeit der absoluten Gnade, die Vergebung jeglicher Schuld und somit die Aussicht auf Befreiung von der Strafe, die das Gesetz uns auferlegt, und von den Fesseln der Herrschaft Satans.

Weil nun die Kinder Blutes und Fleisches teilhaftig sind, hat auch er in gleicher Weise an denselben teilgenommen, auf daß er durch den Tod den zunichte machte, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel. (Hebräer 2:14)

Jede Seite ist unnachgiebig und beharrt auf der Folgerichtigkeit ihrer eigenen Vorstellung davon, wie das Universum rational, vorhersehbar funktionieren soll. So verfängt sich jedes menschliche Wesen in der Falle, und wir gehen alle letztendlich unter dem Gewicht der Forderungen des Gesetzes zugrunde. Um die todbringende Daleth-Dimension zu überbrücken und dem Menschengeschlecht noch eine Chance zu geben, hat Gott einen neuen Vertrag oder Bund eingesetzt, dem wir uns aus freien Stücken verpflichten können. Er gibt uns die Möglichkeit, von der Urschuld von Adam und Eva freigesprochen zu werden und so wieder Zugang zur He-Dimension der Ewigkeit zu erlangen.

Weil Gott vollkommene Liebe ist, musste er für die Menschheit eine Möglichkeit der Erlösung zu schaffen. Es gab keinen anderen Weg, als in Menschengestalt (Daleth) auf die Welt zu kommen – von einer Frau geboren, um als GottSohn zum Mittler zu werden. Zuerst musste Er sich unserer Aufmerksamkeit versichern, indem Er uns für die Existenz einer himmlischen Dimension die Augen öffnete. Zweitens wollte Er die unüberwindliche Kluft zwischen dieser und der materiellen Natur der Daleth-Dimension überbrücken. Diese Kluft bleibt von Natur her wegen der in den beiden Dimensionen geltenden Gesetze unüberbrückbar. Keine Seite kann unabhängig von der anderen aufgehoben werden, noch können sie beide widerrufen werden, ohne daß das ganze Universum neu geschaffen werden muß – eben der neue Himmel und die neue Erde, die, wie im hebräischen Zahlensystem erkennbar, für das Jod-Zeitalter vorgesehen sind.

Vor rund 2000 Jahren wurde Gott in der Daleth-Dimension von einer Frau geboren und offenbarte sich in der Person Jesus Christus, um die Menschheit zu überzeugen, dass sie ihre sündhaften Pfade zu verlassen und sich ihm zuzuwenden haben. Aus hebräischer Sicht hat Gott Seine Abraham gegebenen Verheißungen gehalten und beide Seiten des Vertrags erfüllt, aus dem das ewige Leben entspringt (Genesis 15:6, 17; Galater 3:6-14).

Die Menschheit hat jetzt die Chance, wiedergeboren zu werden, und ist in der Lage, schon im gegenwärtigen Zeitalter der Daleth-Dimension aus der Herrschaft von Sünde und Tod heraus für sich eine Veränderung hin zum Guten zu bewirken. Weil Gott selbst zum Menschen wurde und für unsere Vergehen Marter erlitt, können wir der dem Glauben innewohnenden Wirklichkeit Seines Geistes teilhaftig werden. Dieser Geist ist unsere Verbindung zur He-Dimension und erschafft dort eine neue Realität, die einsetzt, wenn Jesus auf die Erde zurückkommt, um sie künftig zu regieren (Römer 8:9-17; Korinther 15:20-57).

Unser freier Wille gibt uns die Macht zu wählen und zu tun, wonach uns verlangt – sei es Gutes oder Böses. Gott bittet uns, das Leben zu wählen, indem wir das befolgen, was in der Bibel geschrieben steht. Das ist unsere einzige Möglichkeit, die Ursünde von Adam und Eva wieder auszumerzen, denn GottSohn zahlte den Preis für all unsere Vergehen am Kreuz. Satan trägt Schuld daran, daß die Sünde in die Daleth-Dimension Einzug hielt, indem er Adam und Eva belog. Gott wirkt dem jedoch entgegen, indem Er von einer Frau geboren wurde, um das Gesetz von Sünde und Tod umzukehren.

Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen, und durch die Sünde der Tod, und also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben; (denn bis zu dem Gesetz war Sünde in der Welt; Sünde aber wird nicht zugerechnet, wenn kein Gesetz ist. Aber der Tod herrschte von Adam bis auf Moses, selbst über die, welche nicht gesündigt hatten in der Gleichheit der Übertretung Adams, der ein Vorbild des Zukünftigen ist. Ist nicht aber wie die Übertretung also auch die Gnadengabe? Denn wenn durch des Einen Übertretung die Vielen gestorben sind, so ist vielmehr die Gnade Gottes und die Gabe in Gnade, die durch einen Menschen, Jesum Christum, ist, gegen die Vielen überströmend geworden. Und ist nicht wie durch Einen, der gesündigt hat, so auch die Gabe? Denn das Urteil war von einem zur Verdammnis, die Gnadengabe aber von vielen Übertretungen zur Gerechtigkeit.

Denn wenn durch die Übertretung des Einen der Tod durch den Einen geherrscht hat, so werden vielmehr die, welche die Überschwänglichkeit der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesum Christum); also nun, wie es durch eine Übertretung gegen alle Menschen zur Verdammnis gereichte, so auch durch eine Gerechtigkeit gegen alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens. Denn gleichwie durch des einen Menschen Ungehorsam die Vielen in die Stellung von Sündern gesetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen in die Stellung von Gerechten gesetzt werden.

Das Gesetz aber kam daneben ein, auf daß die Übertretung überströmend würde. Wo aber die Sünde überströmend geworden, ist die Gnade noch überschwänglicher geworden, auf daß, gleichwie die Sünde geherrscht hat im Tode, also auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesum Christum, unseren Herrn. (Römer 5:12-21 EFB)

Jesus ist der einzige Mittler in dieser Welt in dieser Zeitdimension (Daleth), der den Weg aus der Sackgasse, in der das Universum gefangen war, finden konnte. Er hat die Schulden, die wir alle aufgehäuft haben, durch das Opfer seines makellosen Lebens bezahlt. Das Leben, das er anbietet, anzunehmen, heißt nichts anderes, als die „andere Seite“ zu wählen. Tun wir das nicht, ist uns als unvermeidliche Folge der ewige Tod gewiß.

Wenn ein Mensch seine Not erkennt, muß er den Mittler-Gott um Hilfe bitten. Dies tut er im Gebet. Nur, wenn der Mensch seine Zustimmung gibt, kann Gott handeln. Jesus sagte zu seinen Jüngern, daß sie Berge versetzen würden. In der Daleth-Dimension wäre das ein unglaubhafter Kraftakt, aber mit der mächtigen Hilfe aus der He-Dimension stellt das Verrücken von Bergen kein Problem dar. Uns stehen alle Kräfte der himmlischen He-Dimension zu Gebot, vorausgesetzt, wir bitten darum im Einklang mit dem vollkommenen Willen Gottes.

Wann immer man den Vater im Himmel um Hilfe bittet, wird sie gewährt. Er wartet nur darauf, uns zu helfen, weil Er uns liebt. Aber wir dürfen um nichts bitten, das sich zum Bösen wenden könnte. Wir müssen aufrichtig und im Sinne Gottes bitten. Das Gebet wird dann zu einer mächtigen Kraft, mit deren Hilfe Veränderungen in der Daleth-Dimension herbeigeführt werden können. Gott gibt uns als Seinen Kindern die Macht über die Gegebenheiten im Himmel und auf der Erde, sei es, um sie in feste Regeln zu fassen oder sei es, um sie zu lockern. Aber wir müssen Ihn bitten und Ihm auch gestatten, einzugreifen. Wenn wir in diesem Leben keine Hilfe erhalten, liegt es daran, daß wir nicht darum bitten (Jakobus 4:1-4).

Wie groß ist denn die Rolle, die Gott in Ihrer Daleth-Sajin-Existenz spielt?

Wenn Gott auch jetzt noch mit Worten bittet, so will Er doch schon bald seinem Mißfallen mittels Taten (=Strafgerichte) Ausdruck verleihen. Genau darum aber geht es in der Apokalypse: die Bußfertigkeit aller Menschen. Ich habe Gott im Gebet angefleht, daß 100 Millionen Menschen meine Bücher über die Apokalypse lesen mögen, damit sie auf diese Weise Kunde von Gottes Angebot des ewigen Lebens in einer Umgebung von Schönheit, von Freude und von Liebe erhalten mögen. Vielleicht wird Er Sein Urteil noch ein wenig hinauszögern, so wie Er dies im Fall der Stadt Ninive in den alten Zeiten tat, als diese ganze Stadt vom König bis zum niedrigsten Knecht hinunter Reue übte. Ninive erfuhr einen Zeitaufschub bei der Durchführung seiner drohenden Zerstörung, die wie die Geschichte uns lehrt, erst später stattfand.

Meine Bücher enthalten auch eine Warnung, daß jedermann seine Schulden bezahlen muß, um nicht später von den Folgen eingeholt zu werden. Es steht auch in Gottes Macht, Gebete zu erhören, die in meinen Augen Unmögliches verlangen. Er liebt es, uns zu überraschen. Gebet heißt handelnder Glaube. Allerdings darf das Gebet niemals Gottes Unversehrtheit antasten oder sein Wesen und Planen entweihen. Satan stand Gott einst sehr nahe, deshalb kennt und versteht er die Macht des Gebets ebenso gut wie die anderen Gesetze und Grundsätze der Schöpfung. Das ist der Grund, warum er als Widersacher so erfolgreich ist.

Zum Glück ist Satan nicht allwissend und kann er nicht überall zur gleichen Zeit sein. Inbrünstige Gebete hasst er am meisten, weil sich in ihnen die Macht zeigt, die ihn besiegen kann. Über Jahrhunderte hinweg hat er versucht, Gott daran zu hindern, in die menschliche Rasse hinein geboren zu werden. Seit der Auferstehung Jesu hat er erfolgreich daraufhin gewirkt, daß niemand in Gottes Familie hinein geboren werde. Er ist skrupellos.

Satan wird sich jeglicher Methode bedienen, um auf der ganzen Welt, jeden abtrünnig werden zu lassen, zu besiegen, zu zerstören oder zu ermorden, nur um eine Begegnung mit Gott und eine Veränderung in der Daleth-Dimension zu verhindern. Insbesondere wendet er sich gegen Christen und Juden, seine Erzfeinde. Aber es ist ihm nur beschränkt Macht eingeräumt, Gottes gute Absichten für die Menschheit im gegenwärtigen Sajin-Zeitalter zu durchkreuzen. Seine Macht wird enden, wenn er in dem Abgrund unter der Erde in Ketten gelegt wird, wie in Kapitel 7 beschrieben.

Die Sintflut: Zerstörung der ersten Zivilisation
(2288 v. Chr.)

Fahren wir auf dem Zug durch die Menschheitschronik weiter. Die Sintflut wischte fast jede Spur menschlichen Lebens aus; die Bibel enthüllt nur sehr wenig darüber. Rund um die Welt trifft man auf alte Sagen und Mythen, welche, wenn man sie im Zusammenhang mit der jeweiligen Kultur aufschlüsselt, weitgehend Identisches berichtet. Die scheinbaren Unterschiede zwischen den verschiedenen Volkserzählungen über eine weltweite Flutkatastrophe lassen sich durch den jeweils anderen kulturellen Hintergrund erklären.

Die 14 Eisenbahn Stationen

Ich empfehle Ihnen, den biblischen Bericht über die Sintflut zu lesen, wobei Sie auch die Stellen über die Zeit vor der Sintflut nicht auslassen sollten. Die Heilige Schrift gibt an, daß die Menschheit auf dem Gebiet der Technik bereits einen so hohen Standard erreicht hatte, welcher bis heute unübertroffen bleibt. Die meisten Hinweise auf dieses Zeitalter sind während der Sintflut vollkommen verloren gegangen. Es handelte sich um Technologien, die die Erde verschmutzten und genetische Irrwege einschlugen, die weit von Gottes ursprünglichem Plan abwichen.

Rebellische Engel wohnten Frauen bei, um Nachkommen mit mutwillig veränderten Genen zu zeugen. Hinweise auf frühgeschichtliche Genmanipulation finden sich überall auf der Welt in den antiken Mythologien, von denen viele wahrscheinlich aus der Zeit vor der Sintflut stammen und mündlich von Generation zu Generation überliefert wurden. Viele Mythen erzählen Geschichten von Wesen mit halb menschlichen und halb tierischen Körpern, wie etwa Nixen, Sphinxe (Löwenmenschen), Vogelmenschen, Zentauren (Pferdmenschen), von denen uns Beispiele in der antiken mesopotamischen, griechischen und ägyptischen Kunst und Architektur überliefert sind.

In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch nachher, als die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und diese ihnen gebaren. Das sind die Helden, welche von alters her waren, die Männer von Ruhm gewesen sind. Und der HERR sah, daß des Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag. Und es reute den HERRN, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es schmerzte ihn in sein Herz hinein. Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens vertilgen, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und bis zum Gevögel des Himmels; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe. (Genesis 6:4-7 EFB)

Denn wenn Gott Engel, welche gesündigt hatten, nicht verschonte, sondern, sie in den tiefsten Abgrund hinabstürzend, Ketten der Finsternis überlieferte, um aufbewahrt zu werden für das Gericht; und die alte Welt nicht verschonte, sondern nur Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, selbacht erhielt, als er die Flut über die Welt der Gottlosen brachte; und die Städte Sodom und Gomorra einäscherte und zur Zerstörung verurteilte, indem er sie denen, welche gottlos leben würden, als Beispiel hinstellte... (2.Petrus 2:4-6 EFB)

Nur eine einzige Sippe fand zu jener Zeit Gnade vor dem Herrn. Ein Mann und seine Frau waren „unbefleckt“, woraus man schließen kann, daß an ihren Vorfahren nicht genetisch herumgepfuscht worden war. Sie waren auch „ohne Arg“ (heb. tamim, Mhz. t∂mimim). Dasselbe hebräische Wort wurde gewählt, um den Charakter Abrahams zu beschreiben.

Noah aber fand Gnade in den Augen des HERRN. Dies ist die Geschichte Noahs: Noah war ein gerechter, vollkommener Mann unter seinen Zeitgenossen; Noah wandelte mit Gott. Und Noah zeugte drei Söhne: Sem, Ham und Japhet. (Genesis 6:8-10 EFB)

Gott sprach zu Noah:

Und Gott sprach zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist vor mich gekommen; denn die Erde ist voll Gewalttat durch sie; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde. Mache dir eine Arche von Gopherholz; mit Kammern sollst du die Arche machen und sie von innen und von außen mit Harz verpichen. (Genesis 6:13-14 EFB)

Gott machte Noah genaue und präzise Vorschriften darüber, wie er die Arche zu bauen habe, auch hinsichtlich Größe, Material und Gestaltung. Dann machte Er ihm eine Prophezeiung, gab ihm eine Verheißung und eine Anweisung:

Denn ich, siehe, ich bringe die Wasserflut über die Erde, um alles Fleisch unter dem Himmel zu verderben, in welchem ein Hauch des Lebens ist; alles, was auf der Erde ist, soll verscheiden. Aber mit dir will ich meinen Bund errichten, und du sollst in die Arche gehen, du und deine Söhne und dein Weib und die Weiber deiner Söhne mit dir. Und von allem Lebendigen, von allem Fleische, zwei von jeglichem sollst du in die Arche bringen, um sie mit dir am Leben zu erhalten; ein Männliches und ein Weibliches sollen sie sein. Von dem Gevögel nach seiner Art und von dem Vieh nach seiner Art, von allem Gewürm des Erdbodens nach seiner Art: zwei von jeglichem sollen zu dir hineingehen, um sie am Leben zu erhalten. Und du, nimm dir von aller Speise, die gegessen wird und sammle sie bei dir auf, daß sie dir und ihnen zur Nahrung sei...” (Genesis 6:17-21 EFB)

Noah tat alles genau so, wie Gott ihn geheißen hatte (Vers 22). Als die Flut kam, wurde die ganze Welt zerstört, mit Ausnahme der Menschen und Tiere, die sich an Bord der Arche befanden.

Die meisten Kinderbücher bilden die Arche Noah als ein flaches Boot mit einem Haus darauf ab, aus dessen Fenstern Tiere schauen. Die Bibel erwähnt jedoch ausdrücklich, daß die Arche keine Fenster besaß und daß Gott die einzige Tür von außen versiegelte (ganz ähnlich, wie es bei uns heute mit Raumschiffen geschieht).

Im 600. Jahre des Lebens Noahs, im zweiten Monat, am siebzehnten Tage des Monats, an diesem Tage brachen auf alle Quellen der großen Tiefe, und die Fenster des Himmels taten sich auf. Und der Regen fiel auf die Erde vierzig Tage und vierzig Nächte. (Genesis 7:11-12 EFB)

In der biblischen Darstellung der Sintflut ist die Rede von einem Bersten der Grundfesten der Welt. Als Folge davon wurden Berge in die Höhe gehoben, was eine immense Verschiebung und ein Aufbrechen der Oberfläche des Planten verursacht haben muss. In den Ozeanen müssen sich riesige Flutwellen gebildet haben, größer als der Tsunami, der Weihnachten 2004 Asien heimsuchte. Damals berichteten die Medien von über 300.000 Toten und Millionen von Obdachlosen, während die Geschäftswelt vielerorts vor dem Ruin stand.

Damit es zu einer derartigen Zerstörungswucht kommen konnte, wie sie die Bibel über die Sintflut beschreibt, muss sich die Erdachse gedreht haben, möglicherweise bis zu 90 Grad. Nur ein streckenweise abgetauchtes Boot konnte solch ein verheerendes Ereignis überstehen.

Die Bibel sagt voraus, dass während der Apokalypse wiederum ein großer Asteroid auf der Erde aufschlagen wird. Der Aufprall wird viele geologische Veränderungen nach sich ziehen, aber die Folgen werden nicht so dramatisch sein wie zu Noahs Zeit, denn Gott hat gesagt, daß Er nie wieder die Erde durch Wasser zerstören wird. Es wird in jeder Nation Tausende von Überlebenden geben, um eine Wiederbevölkerung des Planeten für friedvollere Zeiten zu gewährleisten.

Man beachte das Datum, an dem die Sintflut begann: der siebzehnte Tag des zweiten Monats im sechshundertsten Jahr von Noahs Leben. Im Zahlensystem des hebräischen Alphabets bedeutet die Zahl siebzehn (17) „Sieg“. Die Flut mag aus menschlicher Sicht keinen Sieg darstellen, aber Gott korrigierte durch sie etwas, das völlig aus dem Lot geraten war, als sündige Menschen begannen, seine vollkommene Welt zu zerstören. Die Zahl zwei (2) entspricht dem Buchstaben Beth; er bedeutet „dieses Haus“, was sich auf die Erde beziehen kann.

Die Zahl sechshundert (600) wird durch 100 x 6 ausgedrückt. Einhundert steht für Aleph, den einen Gott, in drei Stellen (1-0-0), was auf die höchste Ebene der Gottesherrschaft deutet. Die Sechs (6) ist mit Waw verbunden, dem Buchstaben, der Ausdruck für Sünde und Fleisch ist. Durch die Sintflut errang Gott Seinen Sieg über die Sünde, die sich auf der Erde ausgebreitet hatte.

Die Weltkuckucksuhr, beschrieben in Kapitel 10, enthält einen zweiten Hinweis auf Gottes Gericht, das einen weiteren Zeitpunkt gewichtiger Korrektur für diesen Planeten darstellt. Über die erste Totalzerstörung der Erde verrät die Bibel nur wenige Einzelheiten; sie genügen jedoch, um uns eine Vorstellung von dem zu vermitteln, was uns demnächst erwartet. Der historische und moralische Hintergrund der Sintflut kann aus heutiger Sicht nur verstanden werden, wenn wir annehmen, daß unsere modernen technischen Errungenschaften etwa das Niveau des wissenschaftlichen Leistungsstands der ersten Zivilisation erreicht haben.

Viele Wissenschaftler verwerfen natürlich den Gedanken, eine frühere Zivilisation könne einen ähnlich fortgeschrittenen Stand erreicht haben wie die unsere. Das tun sie jedoch nur aufgrund ihrer von den Mythen der Evolution geprägten (Fehl-)Bildung. Die Evolutionstheorie erzieht nämlich vor allen Dingen zur Voreingenommenheit, welche die Menschen daran hindert, selbst angesichts einer riesigen Menge von verlässlichen Daten die Fülle von geologischen, archäologischen und historischen Beweisen für die Sintflut anzuerkennen.

Wenn ich den momentanen Stand der manipulativen Gentechnologie mit der frühen Geschichte der Menschheit vergleiche, komme ich unweigerlich zu dem Schluss, daß die damalige Zivilisation der Schöpfung Gottes auf dieser Erde einen nicht wieder gut zu machenden Schaden zugefügt hätte, wäre den in der Zeit vor der Sintflut hochentwickelten Technologien nicht rechtzeitig ein Ende gesetzt worden. Die Natur wäre definitiv geändert worden, Sie und ich würden heute nicht auf der Erde leben, und die Bibel wäre niemals geschrieben worden. Gottes Plan für die Menschheit hätte einen anderen Verlauf nehmen müssen.

Nach dem biblischen Bericht zu urteilen, hat Noah gegen Ende der ersten 1715 Jahre der Menschheitsgeschichte gelebt, wenn wir vom Schöpfungsjahr 4004 v. Chr. ausgehen (dieser Zeitabschnitt entspricht der 7000-Jahre-Tafel). Wir werfen einen beiläufigen Blick auf Zahlen, ohne eine richtige Vorstellung davon zu haben, welchen Zeitraum 1715 Jahre wirklich darstellen. Die Gesamtheit der westlichen Zivilisation umfasst, seit der Zeit der Römer, in etwa 1715 Jahre, aber unsere größten, alles menschliche Vorstellungsvermögen übertreffenden Fortschritte, haben erst in den letzten hundert Jahren stattgefunden. Die Erdbevölkerung hat sich zu meinen Lebzeiten verdreifacht. Die Menschheit ist ständig sündhafter und böser geworden. Wir sind an einem kritischen Punkt angelangt, da Gott Seine gefallene Schöpfung anschaut und sagt:

Das Ende allen Fleisches ist bei mir beschlossen, denn die Erde ist voller Frevel von ihnen; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde. (Genesis 6:13 LB/84)

Mit der kommenden Apokalypse wird Gott ein weiteres Mal korrigierend in die Weltgeschichte eingreifen. Noch einmal muss der Allmächtige einschreiten, um seine ursprüngliche Schöpfung zu bewahren. Ganz abgesehen von Ewigkeitsfragen um Rettung und Gerechtigkeit für Menschen und Engel wird die Apokalypse dazu dienen, unsere natürlichen Gemüse, Pflanzen und Tiere vor dem Aussterben zu retten. Die moderne von Habgier getriebene Biotech-Industrie hat bereits Tausende von genetischen Veränderungen in unser Ökosystem eingeschleust. Diese könnten, falls sie nicht gebremst werden, Gottes ursprüngliche Schöpfung auf der gesamten Erdoberfläche gänzlich und für immer zerstören.

Im Gegensatz zur Zeit Noahs wird Gott diesmal Satan ein für allemal vom Sockel stoßen. Er wird zwar am Ende der Teth-Ära für kurze Zeit losgelassen werden, doch die Erde wird niemals wieder von boshaften, dämonisch getriebenen Menschen verunstaltet werden, welche darauf aus sind, grauenhafte Massenzerstörungswaffen wie Atombomben, Gift- und Biowaffen zu erfinden.

Gott wird dieser unbändigen Zerstörungswut ein Ende bereiten. In einem späteren Kapitel werde ich die Analogie der Geburt gebrauchen, um Gottes Plan zu erläutern. Darin erscheint die Apokalypse als die Geburtswehen, welche das neue Kind des Gottesreiches hervorbringen. Aber die Plazenta, die mit dem Kind herauskommt, wird vernichtet werden. Ebenso alles Böse, welches von Menschen und Dämonen ersonnen wurde. So wie man den Mutterkuchen wegwirft und das Neugeborene in den Arm nimmt, wird das Böse und sein Erfinder ausgestoßen und das Gottesreich von all denjenigen empfangen werden, die Glauben haben. Das ist unsere einzige Überlebenschance.

Professor Edward Hull, M.A. L.L.D., F.R.S., The Wall Chart of World History, Barnes & Noble Books 1995, (Princess House, 50 Eastcastle St. London W1N 7AP, England, 1988).

Origo Verlag Zurich, Der göttliche Bauplan der Welt-Friedrich Weinreb, Origo Verlag Zurich, Switzerland, 1966 (translated into German).

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Kapitelübersicht:  Prophezeiung der Apokalypse

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