Geheimnis von Tammus 17

  Entdeckung und Datierung der biblischen Apokalypse 2008 - 2015

Kapitel 7

Der „Rosetta-Stein“ und
Daniels Prophezeiung der 70 Wochen

 

Was ist eine hebräische „Kalender-Konstante”?
Warum ist sie wichtig?

Was ist unter dem „Rosetta-Stein” der Bibel zu verstehen?

Wie unterscheidet sich Daniels Prophezeiung der 70 Wochen in ihrer Interpretation aus Sicht der Fünfer-Dimension von der traditionellen Auslegung nach der
Vorstellung der Siebener-Dimension?

 

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Die Entdeckung des „Rosetta-Steins“

Was ich als den Rosetta-Stein der Bibel bezeichne, ist ein hebräischer Binär-Code, eine Kombination der Zahlen 7 und 5. Dieses numerische Verhältnis findet sich immer wieder in den historischen und prophetischen Ereignissen, die in den beiden biblischen Testamenten (den beiden Schienen) aufgezeichnet sind. Überall in der Bibel habe ich Serien von Fünfen und Siebenen entdeckt, aber auch paarweise verbundene Serien, von denen eine aus fünf Elementen besteht und eine aus sieben. Die Kombination dieser Elemente, 7 + 5, ergibt zwölf (12), die Zahl, die für die vollkommene Regierung steht.

Dieses System gewährt Einblick in die Beziehung zwischen den beiden Ebenen der menschlichen Existenz: der irdischen, auf die Sieben fußenden Daleth-Dimension und der metaphysischen, auf der Fünf fußenden He-Dimension. Letztere stellt die der anderen Seite zugehörige spirituelle Dimension der Menschheit dar. Die genauere Untersuchung dieser beiden Daseinsebenen gibt uns Antwort auf die Fragen: „Warum sind wir auf diesem Planeten?“ und „Warum gibt es eine Apokalypse, welche die Zivilisation zerstört, in die hinein ich geboren wurde?“

Die Tatsache, dass das Prinzip des Rosetta-Steines sich in der Bibel ständig wiederholt, macht deutlich, dass meine Datierung der Apokalypse nicht auf Spekulation beruht, sondern Hand und Fuß hat. 1799 entdeckten französische Soldaten in Ägypten beim Bau von Festungsanlagen für Napoleon einen größeren schwarzen Basaltstein mit einer merkwürdigen Inschrift. Der Stein erzählte dreimal die gleiche Geschichte: einmal auf altägyptisch, einmal auf griechisch und einmal in den bisher nicht entschlüsselten Hieroglyphen des Altägyptischen, wie man sie aus Inschriften in Pyramiden und Königsgräbern kannte.

Napoleon sandte exakte Zeichnungen dieses Steines nach Frankreich, wo es dem französischen Gelehrten Jean-Franςois Champollion geraume Zeit später, nämlich im Jahr 1822, endlich gelang, die Hieroglyphen zu entziffern. Den Stein von Rosetta kann man im Original im Britischen Museum in London besichtigen. Wissenschaftler konnten nun anhand des Vergleichs der Hieroglyphen mit den entzifferbaren Worten der anderen beiden Sprachen das Geheimnis des Altägyptischen entschlüsseln und viele Inschriften übersetzen.

Der Stein von Rosetta veränderte das Denken vieler Gelehrter jener Zeit. Vor 1799 waren zahlreiche Bücher erschienen, angefüllt mit Spekulationen darüber, was die alten Inschriften in den Königsgräbern von vor fünftausend Jahren wohl bedeuten mochten. Als nun die Übersetzung auf dem Stein von Rosetta klar machte, wo die Fehler in den bis dahin aufgestellten Theorien lagen, waren diese Bücher natürlich überholt.

Ähnlich erging es mir bei meiner Arbeit an den Prophezeiungen Daniels. Gott enthüllte mir, dass ein bestimmter Teil der Schriften Daniels (Daniel 9:24) auf eine andere als die bis anhin übliche Weise interpretiert werden konnte. Es handelt sich um Passagen, die viele Gelehrte zuvor immer mit Geburt, Leben und Tod des Messias in Verbindung gebracht hatten, die man aber auch anders auslegen kann. In diesem Fall erhält man den Doppelsinn, der die Daten der Apokalypse aufschlüsselt – insbesondere, wenn man wichtige historische Ereignisse aus der Zeit nach Daniel mit in Betracht bezieht. Der erwähnte Vers enthält meines Erachtens wichtige Hinweise für die Datierung der Apokalypse.

So wurde dieser Vers zu meinem „Rosetta-Stein“. Vielleicht gelingt es den Bibelgelehrten anhand der neuen Sichtweise, die meine Entdeckung eröffnet, die Bibel besser zu verstehen. Sollte das der Fall sein, werden etliche neue Bibelstudien und Bücher entstehen, welche die gängigen populärwissenschaftlichen Kommentare und Theorien zu diesem brisanten Thema hoffentlich überflüssig machen werden.

Daniels 69 Wochen aus Sicht des Siebener-Systems

Siebzig Wochen sind über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt, um die Übertretung zum Abschluß zu bringen und den Sünden ein Ende zu machen, und die Ungerechtigkeit zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit einzuführen, und Gesicht und Propheten zu versiegeln, und ein Allerheiligstes zu salben.

So wisse denn und verstehe: Vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis auf den Messias, den Fürsten, sind sieben Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wiederhergestellt und gebaut werden, und zwar in Drangsal der Zeiten.

Und nach den 62 Wochen wird der Messias weggetan werden und nichts haben. Und das Volk des kommenden Fürsten wird die Stadt und das Heiligtum zerstören, und das Ende davon wird durch die überströmende Flut sein; und bis ans Ende: Krieg, Festbeschlossenes von Verwüstungen. (Daniel 9:24-26 UELB)

Eine der hervorragenden Eigenschaften der hebräischen Sprache ist es, das Wesentliche so zu präsentieren, dass es sofort ins Auge fällt. Die Eingangsworte sind zugleich das Thema: „70 Wochen“, die alles mit einschließen, was die Prophetie über künftige Veränderungen in der Welt zu sagen hat. Danach wird die 70-Wochen-Einheit in bedeutungstragende Zeitblöcke beziehungsweise Komponenten aufgegliedert: Da ist eine Periode von 7 Wochen, eine von 62 und eine letzte einzelne Woche – die siebzigste. Zu Beginn dachte ich, das sei eine leichte Aufgabe: 7 plus 62 ist gleich 69 plus 1 ergibt 70.

Lassen sie mich die Regeln der Prophetie kurz zusammenfassen, damit das Buch der Offenbarung sowie andere prophetische Schriften der Bibel eindeutig zu verstehen sind und damit auch der oben zitierte Vers richtig gedeutet werden kann. Im Blick auf die He-Dimension bedarf es zur Wahrheitsfindung fünf (5) „Zeugen“. Hier seien sie noch einmal genannt:

  1. Untersuchen Sie das wichtigste Ereignis darauf hin, ob es der Daleth- oder der He-Dimension angehört.
  2. Gleichen Sie es mit dem Zahlensystem des hebräischen Alphabets ab.
  3. Benutzen sie die Lupe „Ursache-Wirkung“ und stellen Sie mit ihrer Hilfe seinen Platz in der Reihenfolge der Ereignisse fest.
  4. Denken Sie daran, dass die Daleth-Dimension einem Spiegel gleicht, so dass die darin stattfindenden Geschehnisse womöglich in einer dem geschriebenen Wort entgegengesetzten Abfolge erscheinen. Oft steht das wichtigste Ereignis, also etwa das, was schon in der Überschrift präsentiert wird, an erster Stelle, dann folgen weitere, weniger bedeutende oder untergeordnete Vorkommnisse in der Reihenfolge ihrer Abhängigkeit vom ersten oder auch ihrer Wichtigkeit.
  5. Benutzen Sie das prophetische Teleskop, unterscheiden Sie mit seiner Hilfe – gleich prophetischen Bergspitzen – Visionen, welche die nahe Zukunft betreffen von solchen, die noch in weiter Ferne liegen.

Beim näheren Hinschauen entdeckte ich allerdings etwas sehr Merkwürdiges: Warum, so fragte ich mich, gibt es da eine Zeitlücke, so dass das Ende der 69. Woche zugleich das der 70. Woche ist?

Es kann gleichzeitig mehrere Möglichkeiten geben. Die erste Erklärung könnte lauten: Durch das prophetische Teleskop sehen wir zwei „Bergspitzen“, welche die 69. und die 70. Woche in der Prophezeiung darstellen. Zwischen den beiden „Gipfeln“ befindet sich ein nicht erkennbares „Tal“ unbekannter Weite. So liegen für unsere Augen beide am gleichen Ende. Die zweite Möglichkeit, könnte darin bestehen, dass die 70. Woche gleichsam parallel „dahingleitet“ und an einer bestimmten Stelle innerhalb der 69 Wochen eingefügt wurde, so dass sich die Gesamtzahl doch auf 70 Wochen beläuft.

Mit anderen Worten: entweder wurde die eine Woche in Serie angehängt oder sie läuft parallel, aber verborgen, zur 69. Woche. Ich werde demnächst auf dieses Geheimnis eingehen.

Die meisten Theologen, die sich mit Prophetie befassen, interpretieren diese letzte 70. Woche als zeitlich nicht einzuordnen, aus dem Zusammenhang gerissen – fast so, als wäre die prophetische Weckuhr auf unbestimmte Zeit – es sind immerhin schon mehr als 1900 Jahre – auf „Schlummer“ gestellt worden. Diese offene 70. Woche verbleibe, wie viele Fachleute meinen, in ihrem Zustand der ausgesetzten Zeit, bis Gott beschließe, die prophetische Uhr wieder in Gang zu setzen, indem Er sie wieder an das Uhrwerk in seiner Gesamtheit ankoppele.

Die Mehrheit der protestantischen Gelehrten vertritt die Ansicht, dass der besagte Zeitraum nach der 69. Woche (deren Hauptmerkmal die Kreuzigung Jesu sein soll), einen vorübergehenden Schwebezustand in der Chronologie der prophezeiten Ereignisse darstelle und dass sie mit der Reaktivierung von Daniels 70. Woche (mit dem Friedensvertrag des Antichrist mit Israel als wichtigstem Merkmal) enden werde. Diese unbestimmte Zeitspanne wird als „Zeitalter der Kirche“ bezeichnet. Man glaubt, dass es erst dann beendet wird, wenn Gott beschlossen hat, die Zeit für die Apokalypse sei gekommen. Die Kriterien, nach welchen Er diese Entscheidung treffe, kenne nur Er allein.

Aus diesem Grund glaubt die Mehrheit der Christen, dass wir den Zeitpunkt nicht kennen können, an dem die Apokalypse beginnt. Sie nehmen an, man müsse, wenn man das Ausgangsdatum der Apokalypse kennt, zu diesem Datum einfach 7 Jahre hinzuzählen, um zu wissen, welches der Tag von Jesu Wiederkunft ist, den der Bibel zufolge niemand kennen könne. So ist es für sie nur folgerichtig, dass keines der beiden Daten bestimmt werden kann. Denn wäre das Ende bekannt, nämlich der Zeitpunkt der Rückkehr Jesu, wüsste man automatisch auch das Anfangsdatum der Apokalypse. Die Menschen, die diese Position vertreten, glauben in ihrer Mehrzahl auch an die Theorie von der Entrückung vor der Zeit der Drangsal, der zufolge Jesus – nur für die Frommen – schon einmal „heimlich“ vornweg erscheint. Dieses erste Erscheinen Jesu speziell für die Gläubigen nennt man „Entrückung“. Ihm folgt gemäß dieser Lehre sieben Jahre später seine zweite, diesmal offizielle Wiederkehr in Herrlichkeit zum Ölberg als siegreicher König.

Dieser Trugschluss, dem zahlreiche kirchliche Lehren erliegen, ist ein gutes Beispiel für die Art von Problemen, die sich ergeben, wenn man nur einer der beiden Schienen Beachtung schenkt. Weder liegt der Zeitpunkt der Wiederkehr Jesu auf den Tag genau sieben Jahre nach dem Anfangsdatum der Apokalypse, noch findet das Kommen des Herrn in Form von zweimaligem Erscheinen im Abstand von sieben Jahren statt. Folgt man indessen einer der oben genannten Lehrmeinungen, so muss man unweigerlich zu dem Schluss gelangen, dass niemand weiß, wann Jesus kommt oder wann die Apokalypse beginnt.

Meiner Meinung nach könnte es für einen Teil der Verwirrung um die Auslegung des Buchs der Offenbarung eine ganz einfache Erklärung geben: vielleicht sind die Seiten der Offenbarung irgendwann in eine andere Reihenfolge gebracht worden als die, in der Johannes sie ursprünglich schrieb. Das würde bedeuten, dass sich der Text der Bibel nicht geändert hätte, einige Ereignisse hingegen nicht mehr in ihrer ursprünglichen zeitlichen Folge darin erschienen. Urheber dieser Veränderung könnte irgendein Schriftgelehrter sein, der den Versuch einer Korrektur unternahm oder mehrere nicht nummerierte Seiten und Dokumente, die sich aus dem Buch gelöst hatten, wieder einordnen wollte.

Sollte diese Theorie stimmen, dann wäre über Jahrhunderte hin die falsche Aufteilung oder Neuordnung des Textes die Ursache wütender Auseinandersetzungen gewesen und die Quelle von allerhand Feindseligkeit, die immer noch von der Kanzeln zahlreicher großer Kirchen herab nachhallt. Was mich anbetrifft, der ich mit meinen 72 Jahren schon so lange Christ bin, habe ich meine Meinung geändert, nachdem ich durch das Zahlensystem des hebräischen Alphabets ausreichend Einblick gewonnen hatte, um mir einen Weg durch das Dickicht dieser Kontroversen zu bahnen.

Mir wurde bewusst, dass die weithin anerkannte Theorie, nach welcher der Große Tag des Herrn in Gestalt zweier zeitlich voneinander getrennter Ereignisse stattfindet, vielen Bibelversen widerspricht, die das Gegenteil aussagen. Die Bibel drückt sich klar darüber aus, dass Jesu nächstes Erscheinen auf Erden von Allmacht zeugt und in unvorstellbarer, allumfassender Herrlichkeit vonstatten gehen wird. Er wird siegen und mit der erhabenen Macht regieren, die des Königs der Könige und Herrschers über das Universum würdig ist, der mit Zehntausenden festlich gekleideter Engel im Gefolge daherkommt.

Sich sein Kommen durch die Hintertür vorzustellen, von der Welt unerkannt und wie ein Dieb bei einem heimlichen Beutezug, ist in meinen Augen der Ausdruck größter Vermessenheit. Ich bin der Ansicht, dass es eine schwere, hochgradige Schmähung darstellt, eine solche Lehre zu verbreiten. Es ist in höchstem Maße unehrerbietig, den Schöpfer des Universums auf unser armseliges menschliches Niveau herabzuziehen. Man erweist dem Herrn vor den Augen der Welt nicht die Ihm gebührende Ehre, wenn man glaubt, sein Kommen geschehe in Heimlichkeit. Gerade solche Lehrmeinungen sind leider Anlass, dass manche Ungläubige die Christen (zu Recht) für Heuchler halten.

Ich möchte meinen Herrn, der brutal zusammengeschlagen wurde und den furchtbaren Kreuzestod erleiden musste, als König sehen, in majestätischer Pracht, mit einem Schwert in der einen und dem Wort Gottes in der anderen Hand. Er wird mit strengen Gesetzen daherkommen und sie mit eiserner Faust durchsetzen, so dass das Böse nie wieder die Welt beherrschen kann. Es macht mich traurig zu wissen, dass viele Christen in der Apokalypse umkommen, weil sie innerlich abgestumpft sind und kaum anders denken, als die ans Diesseits geketteten Menschen. Es liegt keine Auszeichnung darin, sich vor Gott und Mensch als frommer als andere auszugeben, wenn diejenigen, die Christus für sich beanspruchen, sich in ihrem Denken nicht im geringsten von ihren weltlich orientierten Mitmenschen unterscheiden.

Zum zweiten glaube ich, dass Daniels 70. Woche nicht losgelöst dahingleitet, sondern von „verborgenen“ Rädern angetrieben wird, die zu entdecken Gott mir erlaubt hat. Nach dem Zeitablauf aus menschlicher Sicht scheint die 70. Woche im Nichts zu schweben, aber in Wirklichkeit ist sie fest mit dem Uhrwerk der Daleth-Dimension verzahnt. Bei der Rückkehr Jesu hingegen verhält es sich anders: sie ist mit keinerlei chronologischem System verbunden. Da die He-Dimension keine Uhren kennt, erhalten wir lediglich Fingerzeige und erfahren von einer Reihe von Ereignissen, die seinem Kommen vorausgehen.

Erinnern Sie sich daran, man braucht fünf (5) Zeugen, um Tatsachen zu beweisen, auf die man einen Glaubenssatz gründen kann. Für die Theorie von der Entrückung vor der Zeit der Drangsal ist es mir nicht gelungen, fünf Zeugen zu finden. Wenn der Herr kommt, wird ihn jeder sehen – und damit ist die ganze Welt gemeint, Juden und Christen mit eingeschlossen.

Meine Datierung der Apokalypse steht schon durch ihre methodische Vorgehensweise im Gegensatz zu dieser Wohlfühltheologie von einer Entrückung: schlichtes Bibellesen und konsequente Beweisführung anhand einer Vielfalt von Textstellen unter dem Aspekt und im Kontext von Gottes Plan für die Menschheit in seiner Gesamtheit. Daniel prophezeite 500 Jahre einander ablösender Königreiche in klar umrissenen Zeitzyklen. Diese Prophezeiungen sind Gegenstand von 99 % seiner Voraussagen. Und sie haben sich buchstäblich und mit der Exaktheit eines Uhrwerks in der richtigen Reihenfolge erfüllt. Die Geschichte belegt es.

Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sich nicht auch das eine Prozent geweissagter Geschehnisse, die noch ihrer Erfüllung harren, nahtlos im Einklang mit den beschriebenen Zyklen und Konstanten, genau in der gegebenen Abfolge einreihen werde, so wie ich es in meinen beiden Büchern beschrieben habe. Daniel erhielt die Zusicherung, dass zu einer späteren Zeit weise Heilige leben werden, die den Zeitpunkt kennen. Das erinnert mich an einen der Bibelverse, die ich angesichts der künftigen Zerstörung der Stadt New York bereits früher zitiert habe. Darin wird den Gläubigen dringend geraten, die Stadt zu verlassen, „damit nicht auch euch die ihr zugedachte Strafe trifft.“ Eine solche Warnung erscheint sinnlos, wenn niemand den Zeitpunkt kennen kann.

In diesem und den folgenden Kapiteln werde ich eine etwas detailliertere Darstellung davon geben, wie ich durch Berechnung und Anwendung der eingangs dieses Kapitels erwähnten historisch-prophetischen Konstanten bzw. Phasen die Einzelheiten des zeitlichen Ablaufs der Apokalypse entdeckt habe. Sie erinnern sich vielleicht, ich habe mich, von bekannten historischen Geschehnissen ausgehend, schrittweise zum Unbekannten hin, zu den prophezeiten Ereignissen der Apokalypse und Gottes Wiederherstellung Seines Königreichs auf Erden, vorgearbeitet.

Ich möchte noch einmal festhalten, dass ich in der Bibel nichts gefunden habe, das es mir ermöglichen würde, das Datum der Wiederkunft Jesu vorherzusagen. Ich habe zwar meine eigene Vermutung darüber, die ich aber durch nichts belegen kann. Bei der Apokalypse verhält es sich jedoch anders, da sie der Daleth-Dimension eigen ist.

Anhand der hebräischen Denkweise, wie sie sich bei Daniel offenbart, lässt Gott uns wissen, dass wir unsere Aufmerksamkeit zuerst auf die Gesamtzahl der Wochen – eben die 70, wie der Titel dieses Kapitels andeutet – richten sollen. Und doch ist da noch jene andere Woche, die zwar in diesem Zusammenhang prophezeit, aber nicht näher definiert ist. Diese „Woche“ deutet auf einen 7-jährigen Zeitabschnitt mit einer ganz besonderen Funktion, wie sie nur einmal in der Geschichte vorkommt. Zwar mag man Parallelen zu Jesu Wirken auf Erden finden, doch sieht die Mehrzahl der Prophetiekundigen – und ich bilde diesbezüglich keine Ausnahme – in ihr die sieben Jahre der kommenden Apokalypse oder Großen Drangsal.

Daniels Vision dreht sich in erster Linie um Israel. Seine prophetischen Gesichte betreffen die Zukunft Israels über ihre ganze Dauer hinweg – bis zum Ende dieser Weltzeit. Meine Analyse dieser Prophezeiung hat ergeben, dass die Daleth-Dimension, also die Raum-Zeit-Dimension unserer Welt, im Jahr 3018 zu Ende gehen wird. Aus der Warte der Fünferdimension, die ich entdeckt habe, kulminiert das Ende aller Zeiten mit der Vermählung der 69. Woche mit der 70. Woche. Und sie deckt sich chronologisch mit der siebenjährigen Apokalypse, wenn ihr die auf die 7 fußende Berechnungsmethode zugrunde gelegt wird, deren sich die seriöseren Forscher der Prophetie bedienen.

Lesen sie also weiter! Ich erläutere das Gesagte auf den folgenden Seiten. Sie werden bald erkennen, dass die gleiche Entsprechung auch bei Betrachtung aus historischer Sicht zutage tritt.

Siebzig Wochen sind über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt, um die Übertretung zum Abschluß zu bringen und den Sünden ein Ende zu machen, und die Ungerechtigkeit zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit einzuführen, und Gesicht und Propheten zu versiegeln, und ein Allerheiligstes zu salben.

So wisse denn und verstehe: Vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis auf den Messias, den Fürsten, sind sieben Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wiederhergestellt und gebaut werden, und zwar in Drangsal der Zeiten.

Und nach den 62 Wochen wird der Messias weggetan werden und nichts haben.

Und das Volk des kommenden Fürsten wird die Stadt und das Heiligtum zerstören, und das Ende davon wird durch die überströmende Flut sein; und bis ans Ende: Krieg, Festbeschlossenes von Verwüstungen. (Daniel 9:24-26)

Beim Blick durch das Teleskop der Bibelprophetie darf man nicht vergessen, dass da nur Berggipfel zu sehen sind. Es handelt sich um Prophezeiungen, deren Erfüllung entweder kurz bevorsteht oder aber noch in weiter Ferne liegt. Es wäre also durchaus logisch und gerechtfertigt, jeweils mindestens zwei Zeitraster anzulegen und entsprechend mindestens zwei Deutungsvarianten vorzuschlagen. Wie wir nun erfahren werden, liefert die von mir so benannte Rosetta-Stein-Analyse (Verhältnis 7:5) für die besagten Danielstellen tatsächlich zwei eindeutig bestimmbare Interpretationsebenen.

Daniels 70 Wochen

Die Bibelgelehrten sind in ihrer Mehrheit darüber einig, dass sich das Wort Woche in einem Bibelvers häufig auf einen Zeitraum von mehreren Jahren bezieht. Da eine Woche sieben Tage (7) umfasst, hat man hinter Daniels 70 Wochen bislang immer 70 Perioden von je 7 Jahren, sprich 490 Jahre, vermutet.

Daniel 9:25 sagt voraus, dass 69 (7+62) Wochen vergehen „von der Zeit an, als das Wort erging, Jerusalem werde wieder aufgebaut werden, bis ein Gesalbter, ein Fürst, kommt“. Neunundsechzig Jahrwochen entsprechen 7 x 69 = 483 Jahren. Im Jahr 454 v. Chr. erteilte der König Artaxerxes den Juden die Erlaubnis, die Mauer von Jerusalem wieder aufzubauen. Damit steht das Datum fest, bei dem beginnend zu zählen ist. Geht man von 454 um 483 Jahre weiter, langt man beim Jahr 29 n.Chr. an, dem Jahr also, in dem Jesus zu Johannes kam, um sich taufen zu lassen und sein irdisches Amt anzutreten.

Daniels 7. Ursprung Abwicklung

Daniels Prophezeiung führt auch an, dass der Messias „nach dem Ende der (7 + 62 =) 69. Woche „hingerichtet“ würde. Anders ausgedrückt, hier weissagt Daniel, der versprochene Messias, der Sohn Davids, werde einst förmlich vom jüdischen Volk abgelehnt und verschmäht werden. Bei seinem Tod werde er weder ein Reich noch ein Volk haben, abgeschnitten von Freund und Mensch. Das erlebte ja Jesus, als er in Menschengestalt sein Amt auf Erden antrat. Der Ausdruck „nichts habend“ läßt auch auf ein großes göttliches Geheimnis schließen: die Trennung des Gottessohns von Gottvater, etwas Undenkbares im Universum. Als Jesus bereit war, den Tod am Kreuz zu erleiden, nahm er auch persönlich die Strafe für die Sünden eines jeden Menschenkindes auf sich. Wir müssen nur im Glauben darum bitten, dass auch wir an diesem wunderbaren Heil teilhaben mögen.

Als die jüdische Geistlichkeit in Gestalt des Hohenpriesters und des Sanhedrin (des Hohen Rates) über Jesus richteten, ihn für schuldig befanden und kreuzigten, wiesen sie förmlich und offiziell seinen Beteuerung zurück, er sei der verheißene Messias und Sohn Gottes. Sogar seine Jünger ließen ihn ein Zeitlang im Stich, und schließlich tat dies sogar der Vater im Himmel, als Er Jesus am Kreuz verbluten und sein sündenfreies Leben für die Sünde der Welt hingeben ließ (s. Matthäus 27:46). Die letzten Worte, die er in seiner Todesangst Seinem Vater zurief, lauteten: „Vater, warum hast Du mich verlassen?“. In jenem Augenblick war Jesus ganz und gar allein, abgeschnitten von der Welt, die Er erschaffen hatte, völlig einsam, von allen Lebewesen im Stich gelassen. Welch ein Preis für meine und Ihre Errettung!

Jesu Zurückweisung durch das jüdische Volk steht gleichnishaft für seine Ablehnung durch die ganze Welt . Wie bereits im ersten Buch erläutert, hebt der Bericht über das Sterben Jesu im Evangelium speziell hervor, dass eine Anklageschrift in drei Sprachen über seinem Haupt ans Kreuz genagelt wurde, auf der er zum König der Juden ausgerufen wurde. Warum, frage ich mich, hat man sich wegen eines verurteilten Gefangenen diese Mühe gemacht? Warum die Beschuldigungen gegen ihn in drei Sprachen geschrieben, wenn ohnehin kaum einer der Umstehenden, die der Hinrichtung beiwohnten, lesen konnte?

Die Tatsache, dass diese drei Sprachen die religiöse Obrigkeit, die römische Zivilregierung sowie die Bereiche Wissenschaft und Handel im römischen Reich vertreten, gibt uns die Erklärung. Niemand aus diesen drei Bereichen wollte zulassen, dass Jesus sie König regiere!

Selbst heute noch, nach 2000 Jahren, sind der Name Jesu, ja sogar die Zehn Gebote, aus unseren höheren Lehranstalten und Regierungsämtern ebenso verbannt wie aus allen Versammlungen der Vereinten Nationen. Wo auch immer ich mich von Menschen umgeben finde, sei es in überfüllten Einkaufszentren oder auf einer Party, ich kann mich nicht davor schützen, den Namen Jesu in lästerlicher Weise benutzt zu hören – als Fluch, als Zeichen der Empörung aber auch der Gleichgültigkeit und Beschränktheit. Mich schaudert beim Gedanken daran, wie es wohl sein wird, wenn sie Ihm als höchstem Richter am Tag des Jüngsten Gerichts gegenüber stehen und Aufzeichnungen ihre eigenen Stimme hören, die in einer schier endlosen Litanei den kostbaren Namen Jesu, des Retters und Königs der Welt, immer wieder lästert und lächerlich macht.

Wenngleich einzelne Juden Verdammnis über sich gebracht haben, so ist es doch nicht so, dass das jüdische Volk in seiner Gesamtheit mit einem besonderen Fluch belegt wäre, nur weil einst, im Jahr 33 n. Chr. seine Anführer und Vorfahren Jesus als König zurückgewiesen haben (s. Matthäus 27:25). In just dieser Fehleinschätzung ist der Grund dafür zu sehen, dass der Islam und die Christenheit im Lauf der Geschichte viel unschuldiges jüdisches Blut vergoss.

Die Bibel offenbart, dass das Todesurteil Jesu an einem Holzpfahl vollstreckt werden musste, damit sein Opfertod in der ewigen He-Dimension anerkannt werden konnte (s. Deuteronomium 21:23). Im Gegensatz zu der römischen Praxis, die Körper der Hingerichteten viele Tage am Kreuz hängen zu lassen, wurde der Leichnam Jesu noch am selben Tag abgenommen, wie es das mosaische Gesetz verlangt. Das, was in der Daleth-Dimension nach den Berichten der Augenzeugen am Kreuz geschah, war nur eine Spiegelung seines wahren Todes als Gott in der jenseitigen, der He-Dimension. Indem er im Körper eines Menschen aus der Daleth-Dimension geboren wurde, konnte Jesus als zur He-Dimension gehörig für die Sünden aller Menschen Vergebung erwirken, das heißt für alle Erdenbürger jeglichen Alters, in jeglichem Zeitalter dieser vergänglichen irdischen Welt, sei es in der Vergangenheit, der Gegenwart oder der Zukunft. Damit dies aber im Himmel geschehen kann, muss es auf Erden durch den Glauben jedes einzelnen in der Daleth-Dimension Geborenen anerkannt und bestätigt werden. Nur so kann es für ihn rechtskräftig werden, das heißt gültige persönliche Realität für alle Ewigkeit erlangen, mit anderen Worten: zum persönlichen Anrecht auf den Erwerb des Himmelreichs werden.

Denken Sie daran, die Menschen wurden zu Verwaltern dieser Erde bestimmt – und das gilt auch nach der Vertreibung aus dem Garten Eden noch! Somit sind wird die Herren, und das bedeutet, dass wir Verantwortung tragen. Um das ewige Leben zu erlangen, müssen wir bedingungslos auf das Bündnis eingehen, das Gott mit uns schließen will. Es ist laut Bibel der „Neue Bund“.

Vom rechtlichen Standpunkt aus gesehen ist unsere Zustimmung im Glauben ein wichtiger Faktor. Gott kann uns nicht zwingen, die Bedingungen des neuen Vertrags, den er uns durch den Gottessohn anbietet, anzunehmen. Der alte, allein mit Israel geschlossene Bund legte exakt die Strafen für den Fall des Vertragsbruchs fest, die schließlich für jedermann den Tod bedeuten. Als der andere Vertragspartner müssen wir zustimmen, weil die Daleth-Dimension unserer Welt und Zeit unserer Obhut anvertraut ist. Wir müssen uns mit dem befassen, was uns als Nächstes bevorsteht.

Wollen wir in einem anderen Universum leben oder nicht? Viele Leute werden sich dagegen entscheiden und ablehnen. Ich habe eine andere Wahl getroffen, denn ich möchte das ewige Leben in Liebe, Glückseligkeit und Erfüllung erlangen. Jesus hat uns nur deshalb seinen neuen Bund angeboten, damit wir diese Wahrheit begreifen: “Ihr müsst wiedergeboren werden.“

Jesus hat wahrhaftig den „zweiten Tod“ für uns alle erlitten, die wir im Glauben bereuen und uns zu Gott bekehren, indem wir sein Sühneopfer annehmen (Hebräer 2:9-18). Allein dank der göttlichen Barmherzigkeit, durch den Glauben an Gottes Liebe, werden die Menschen errettet. Jesus wurde gemäß Plan in der Daleth-Dimension ermordet. Den Plan hatte Gott bereits erdacht, bevor die Welt erschaffen wurde. Sein Leben und sein Tod sind das Kernstück von Gottes Plan, der vorsieht, so viele Menschen wie nur möglich zu erlösen, damit sie der Erwählung zum ewigen Leben würdig seien, wenn sie denn Seine Bedingungen für das Leben in der Ewigkeit akzeptieren (Hebräer 9:23-26; Offenbarung 13:8).

Die auf dem Siebener-System fußende „offene“ 70. Woche erlaubt uns auch gewisse Einblicke in den tieferen Sinn und den ganzen Umfang des Erlösungswerkes Jesu sowie in die ihn nachäffenden Gegenmaßnahmen des Antichrist. Als Mensch versah Jesus in der Öffentlichkeit seine gnadenbringende Mission etwa drei und ein halbes Jahr bzw. eine halbe prophetische „Woche“ lang. Er starb nach Ablauf der Hälfte der Zeit, damit keine weiteren Opfer notwendig sein würden (Hebräer 9:11-22). Manche Gelehrte glauben, dass Jesus im wörtlichen Sinn mitten in der Woche – an einem Mittwoch – gestorben sei. Seinem Tod folgte einige Jahrzehnte später, im Jahr 70 n.Chr., die Zerstörung des Zweiten Tempels und der Stadt Jerusalem. Vom Standpunkt der Prophetie gibt es eine Übereinstimmung zwischen dem Tod Jesu, der ein fleischerner Tempel Gottes auf Erden war, und der Zerstörung des Zweiten Tempels.

Die zweite Hälfte seines siebenjährigen Wirkens könnte man mit der Mini-Apokalypse in Einklang bringen, die als Zeit des Richteramts Jesu zu betrachten wäre. Bei seinem ersten Kommen war das Ziel ja nicht, die Welt zu richten. Doch sein zweites Kommen wird zu diesem Zwecke sein (Johannes 12:47). Wie wir schon bald entdecken werden, findet sich die wahre Bedeutung dieser prophezeiten 70. Woche im Wirken des Antichrist während der siebenjährigen Großen Apokalypse.

Denken Sie daran: Das Bahngleis hat zwei Schienen, eine für Israel und eine für die Nationen der Welt. Ich sehe darin auch die parallel verlaufende jüdische und christliche Tradition. Die unbestimmte 70. Woche, sprich die 7 Jahre der Apokalypse, beinhaltet beide Schienen. Das heißt im Klartext: die Große Drangsal wird uns alle betreffen.

Wie sich die zwei Geburtstage nach dem hebräischen Zahlensystem erklären lassen

Gott offenbart uns im Neuen Testament, dass der Mensch mit der Möglichkeit geschaffen wurde, zwei Geburtstage zu feiern. Wir sollen zweimal geboren werden. Wir kennen alle den ersten Geburtstag im Fleisch, d.h. in der Daleth-Dimension, welche auf die Sieben fußt. Der zweite Geburtstag, die Wiedergeburt, findet dann statt, wenn jemand durch Einwirkung des Heiligen Geistes wiedergeboren wird. Wer diesen Geist durch den Glauben empfängt, wird im selben Augenblick in die auf der Fünf fußende He-Dimension hineingeboren. Diese ist für uns noch unsichtbar, da die Wiedergeburt außerhalb des Bereichs unserer fünf Sinne vonstatten geht (s. Johannes 3:5-8). Wo kommen hier nun Zahlen ins Spiel?

Wenn man wiedergeboren wird, muß man den Wert (4) seiner ersten Geburt in der Daleth-Dimension zu dem der zweiten Geburt in der He-Dimension (5) hinzuzählen, womit man zu dem Resultat Teth (9 = neues Leben) gelangt. Wird man nicht wiedergeboren, so erlebt man zwei Daleth-Geburtstage (4 + 4), also ist man zum Tod im Feuersee verdammt (Cheth = 8 = „eingeschlossen“). Nur Jesus Christus hat einen Jod-Geburtstag (5+5=10), weil er, da er ganz Gott ist, frei von Sünden geboren wurde. Er wurde aber auch ganz Mensch und in der Daleth-Dimension geboren, obgleich er von der He-Dimension kam.

Der zweite Geburtstag ist von entscheidender Bedeutung für das Fortdauern unseres Daseins in Gestalt des „Ewigen Lebens“. Dank ihm werden wir zu Angehörigen der spirituellen Königsfamilie in der He-Dimension. Jesus Christus ist der König der Könige, und wir sind seine jüngeren Geschwister, Kinder des Vaters, den die Engel den „Erstgeborenen“ nennen. Aus der Sicht des Universums existieren und wirken die Engel in einem Rang oder Stand unter dem derjenigen, die als Erstgeborene vom Tode wieder auferstandenen sind.

Die Engel wurden in einer Art gentechnischer Klonung erschaffen, der sterbliche Mensch indessen tritt durch die Geburt ins Leben. Die Menschen werden in die Daleth-Dimension hinein geboren, und sie haben die Möglichkeit der Wiedergeburt in der He-Dimension. Wir haben Geschwister, die genetisch mit uns verwandt sind, und alle im Geiste Wiedergeborenen sind wiederum Kinder desselben Vaters. Das ist eine Verbindung, welche Tiere und Engel nicht mit den Menschen gemein haben.

Ähnliches gilt auch für Israel. Schauen wir uns Israel – die andere Schiene – an, so erscheint es uns, als müsse ihm als Volk ebenfalls ein zweiter Geburtstag in der He-Dimension beschieden sein. Durch Abraham wurde ein Volk in der Daleth-Dimension geboren. Doch es wird enden, wie auch das Sajin-Zeitalter zu Ende geht. Die nachfolgende Cheth-Periode wird Israel seinen zweiten Geburtstag bescheren.

Das Endziel Israels unterscheidet sich nicht von dem der Kirche. Diese beiden Gemeinschaften sind miteinander verbunden, besitzen aber noch ihre jeweilige unterschiedliche Individualität – so, wie die Eisenbahnschienen über eine Schwelle miteinander verbunden sind. Die Bibel lehrt, dass es im Plan Gottes einen Herrn, einen Geist, einen Leib und einen Glauben gibt (Epheser 4:1-6). Aus Sicht der biblischen Geschichte und im Blick auf die Erfüllung der göttlichen Verheißungen an Abraham und David wird jedoch die jüdische Nation von Jesus bei seiner Rückkunft zum messianischen Königreich Israel in der Daleth-Dimension erkoren. Das wird in nur wenigen Jahren der Fall sein.

Dieses bevorstehende tausendjährige Teth-Zeitalter wird eine vollkommen neue Zivilisation zeitigen, die in der Weltgeschichte ihresgleichen sucht. Das wiedergeborene Königreich Israel wird tausend Jahre währen, bis zum Ende der Zeit, wie wir sie kennen. Doch der Geburtsvorgang wird einen hohen Preis fordern. Weil die Menschen in Israel auch Sünder sind, müssen sie zuerst von ihrer weltlichen Unreinheit und ihrer religiösen Verwirrung befreit werden, um Gott zu gefallen. Gott hat versprochen, ihr „Herz aus Stein“ in ein „Herz aus Fleisch“ zu verwandeln. Das wird durch die Ausgießung Seines Geistes geschehen, welche sich im Segen des Erbarmens, der Liebe, des Friedens, der Freude und der Bereitschaft, dem Wohle aller Völker zu dienen, zeigen wird (Hesekiel 11:19; 36:26).

Um ein bereits erwähntes Bild zu benutzen, könnte ich sagen, dass das jüdische Volk auch eine Plazenta besitzt. Würde ihm nicht durch Jesus der Heilige Geist innewohnen, bildete das jüdische Volk mit seinen sozialen Einrichtungen ebenso einen Teil von Satans Reich des Bösen wie alle anderen Nationen (Kolosser 1:13-14). Bei der Geburt muß die Plazenta abgetrennt werden, weil sie jetzt nutzlos ist.

Diesen Vorgang des „Abtrennens“ bezeichnet die Bibel als Jakobs Drangsal (Jeremia 30:7, möglichst ganzes Kapitel lesen). Zwar währt die Große Apokalypse für Israel ebenso wie für die Welt insgesamt sieben Jahre. Für Israel scheint sie jedoch zumindest während der ersten Phase etwas erträglicher zu verlaufen als für den Rest der Welt. Allerdings wird der relativ glimpfliche Anfang mehr als ausgeglichen durch die schweren und schlimmen Leiden, die das Volk in der letzten Phase erwarten, welche ich als die Mini-Apokalypse bezeichne. Die Mini-Apokalypse bringt mehr als drei Jahre unerträglicher Qualen und Verderben über Israel und das jüdische Volk. Es wird nur dank dem Schutz und der Gnade Gottes überleben, die ihm verheißen sind.

Nach dem Ende der Apokalypse steht Israel laut der Bibel großer Segen bevor. Damit erfüllen sich dann die Versprechen, die Gott ursprünglich Abraham durch Seinen Bund gegeben hat. Israel wird einem Kelch gleichen, der in reichem Maße nach allen Seiten überfließt, so dass auch die anderen Nationen teilhaben werden an den spirituellen und materiellen Segnungen. Angesichts dessen werden alle Völker einsehen, dass sich der Plan Gottes erfüllt. Über den gesamten Zeitraum des Millenniums werden sie alle zusammenwirken zum Ruhm des großen Gestalters der ganzen Welt, des ewigen Gottes.

Einige der wichtigsten Ereignisse der siebenjährigen Apokalypse werden im nächsten Vers geschildert:

Und nach den zweiundsechzig Wochen wird ein Gesalbter ausgerottet werden und nicht mehr sein. Und das Volk [islamische Nationen] des kommenden Fürsten wird die Stadt und das Heiligtum [Jerusalem] zerstören, und das Ende davon wird durch die überströmende Flut sein; und bis ans Ende: Krieg und Verwüstungen, die längst beschlossen sind.

Und er [EU Präsident] wird einen festen Bund mit den Vielen schließen [Israel und islamische Nationen] für eine Woche; und zur Hälfte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer [im Tempel] aufhören lassen. Und wegen der Beschirmung der Greuel [Götzenbild] wird ein Verwüster kommen [Antichrist], und zwar bis Vernichtung und Festbeschlossenes [Gewalttätigkeit] über das Verwüstete [Land] kommen. (Daniel 9:26-27, Text in Klammern hinzugefügt)

Lassen sie mich noch einmal die wichtigsten Tatsachen in diesen prophezeiten und inzwischen durch die Geschichte bestätigten Versen zusammenfassen, die Jesu Leben auf Erden und die Zeit davor betreffen:

Die bevorstehende „schwebende“ 70. Woche, die identisch ist mit der sieben Jahre dauernden Großen Apokalypse im Siebener-System und die auch unter der Bezeichnung „Große Drangsal“ bekannt ist, wird durch die im Folgenden genannten Ereignisse gekennzeichnet:

Diese allgemein akzeptierte Auslegung lässt sich hervorragend mit dem Konzept in Einklang bringen, nachdem jede von Daniels „Wochen“ sieben (7) Jahren entspricht. Man muß meines Erachtens diesen Vers allerdings noch genauer aus der Sicht von Daniels prophezeitem Königreich von der anderen Seite (He) anschauen, das am Ende der Zeit erscheinen wird (Daniel 2:31-45).

Dann werden wir eine tiefere Einsicht gewinnen, die sich wesentlich vom herkömmlichen Verständnis unterscheidet und es uns ermöglicht, sowohl das Ausgangsdatum der Apokalypse zu ermitteln als auch den Zeitpunkt ihres Endes. Indem wir uns mit dieser neuen Theorie auseinandersetzen, gewinnen wir tieferes Wissen über den Plan Gottes, und wir können feststellen, dass die im vorliegenden Buch präsentierte Datierung der Apokalypse verlässlich ist.

Daniels 69 Wochen aus Sicht des Fünfer-Systems

Die Christlichen Gelehrten betrachten Daniel 9:24 nur aus dem Blickwinkel der auf die Sieben gründenden Daleth-Dimension. Schauen wir uns diese Bibelstelle indessen aus der Perspektive der auf der Fünf fußenden He-Dimension an, so erkennen wir, dass sie uns auch Auskunft darüber gibt, was die letzte Phase von Gottes Plan vorsieht. Das heißt, sie kann uns auch darüber Kenntnis geben, wann Gottes Wiederherstellung der Erde soweit gediehen sein wird, dass sie sich mit der He-Dimension (der anderen Seite) in ihrer Vollkommenheit messen kann. Das wird im Jahr 3018 unserer Zeitrechnung erreicht sein, wie uns die große 7000-Jahre-Tabelle der Menschheits- Geschichte lehrt.

Daniels 7-5, Daleth-He

Interpretiert man Daniel 9:24 aus der Sichtebene des Siebenersystems, so ist unter „dein Volk“ Israel zu verstehen. Von der He-Perspektive aus betrachtet, also gemäß dem Fünfersystem, weist der Ausdruck „Heilige Stadt“ hingegen auf das noch zu erwartende himmlische Jerusalem hin, das in der Offenbarung als über dem irdischen Jerusalem schwebende Trabantenstadt beschrieben wird. Auf diesem himmlischen Satelliten Jerusalem werden – unter einem gemeinsamen neuen Namen – die auferstandenen „Geheiligten“ wohnen. Im Neuen Testament findet man sie unter der gemeinschaftlichen Bezeichnung „die Kirche“ oder „die Braut“. Diese Auslegung finden wir in Offenbarung 21:2 bestätigt:

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herniederkommen von Gott, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. (Offenbarung 21:2 UELB)

Lassen Sie uns nun Daniel 9:24 im Bewußtsein dieser beiden Perspektiven noch einmal lesen. Zunächst zeigen wir die Charakteristika des auf der Fünf basierenden Systems auf. Danach gilt es, die auf ihm aufbauenden chronologischen Beobachtungen mit den zeitlichen Berechnungen der Siebzig-Wochen-Prophezeiung Daniels zu vergleichen. Daniel 9:24 offenbart uns fünf Dinge, die für Israel in der Siebener-Dimension bestimmt sind, zugleich aber auch fünf die vervollkommnte Kirche betreffende Ereignisse, die in der He-Dimension stattfinden sollen.

Siebzig Wochen sind über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt, um die Übertretung zum Abschluß zu bringen (1) und den Sünden ein Ende zu machen (2) und die Ungerechtigkeit zu sühnen (3) und eine ewige Gerechtigkeit einzuführen (4) und Gesicht und Propheten zu versiegeln, und ein Allerheiligstes zu salben (5). (Daniel 9:24; Zahlen zur Erörterung des Textes ergänzt)

Die Erfüllung dieser fünf Punkte in der auf der sieben beruhenden Daleth-Dimension bezieht sich ziemlich eindeutig auf das Sühneopfer, das Jesus Christus durch sein Leben und seinen Tod gebracht hat. Es schließt sowohl sein irdisches Leben vor fast zweitausend Jahren ein wie auch jenes, das noch im Laufe der Apokalypse und der tausendjährigen Wiederherstellung bevorsteht. Israels Wiederaufbau muß die Errichtung des Vierten Tempels mit beinhalten, so wie er am Ende des Buchs Hesekiel geschildert wird. Mir ist nicht bekannt, dass irgend jemand diese fünf Verse jemals aus dem Blickwinkel der auf der Fünf basierenden (himmlischen) He-Dimension (der „anderen Seite“) betrachtet oder aufgeschlüsselt hätte. Die Nummerierung bezieht sich auf die von mir in die oben zitierte Bibelstelle eingefügten Ziffern:

  1. Den Übertretungen wird ein Ende gemacht: Am Ende der zeitlichen Daleth-Dimension werden die Missetaten für immer getilgt sein. Im Neuen Himmel und auf der Neuen Erde wird Vollkommenheit herrschen. („...ihrer Sünden will ich nicht mehr gedenken.“ Hebräer 8:12 LB/84).
  2. Den Sünden ein Ende zu machen und „wird nicht mehr abgetan“: Die Daleth-Dimension findet ihr Ende im Feuersee. Die Sünde und das Böse werden sich nicht wieder erheben und Schwierigkeiten verursachen beziehungsweise auf die Neue Erde einwirken (Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Offenbarung 21:5 LB/84).
  3. Ungerechtigkeit oder Schuld wird gesühnt: Gott wird die Daleth-Dimension gleich einem Buch schließen. Alle noch unerledigten, die Menschheit und Satan betreffenden Fragen werden im Jahr 3018 vor dem Weißen Thron geregelt. Das wird das letzte auf Erden verzeichnete Geschehnis sein. Denjenigen, die für würdig befunden wurden und deren Namen im Buch des Lebens verzeichnet ist, wird ewige Gerechtigkeit widerfahren. Die Übrigen beenden ihr Dasein kläglich im See aus Feuer. Die Rechtsprechung wird gemäß dem Gesetz vor dem Großen Weißen Thron erfolgen. Allen Menschen wird ihr Lohn zuteil, sei es im Guten oder im Bösen. Das Universum wird so den größten Sühnetag seiner Geschichte erleben.

Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. (Offenbarung 20:11 UELB)

  1. Ewige Gerechtigkeit und unveränderliche Ergebenheit: Dies wird nach dem Gericht vor dem Weißen Thron geschehen. Die Dimension der endlichen Zeit (Daleth) hat dann aufgehört zu bestehen. Das Zeitalter der Neuen Himmel und der Neuen Erde (Jod) nimmt seinen Anfang und hat ewigen Bestand. Gott wohnt auf der künftigen Neuen Erde wiederum in Vertrautheit und Harmonie mit der auferstandenen Menschheit.

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. (Offenbarung 21:1 UELB)

  1. Das Allerheiligste wird gesalbt: Die Satellitenstadt Jerusalem wird nicht länger am Himmel schweben, sondern „herabkommen“, um dauerhaft ihren Standort auf der neuen Erde einzunehmen (Offenbarung 21). Salben bedeutet „offiziell widmen, für eine besondere Aufgabe vorsehen, weihen“. Gott wird bei einer verwandelten Menschheit wohnen, die auf ewig in liebevoller Verbundenheit mit Ihm lebt. Er wird eine persönliche Beziehung zu den Menschen aufnehmen, ähnlich wie damals bei Adam und Eva im Garten Eden. Durch Jesus, den zweiten Adam, werden sich alle Heiligen wieder eng mit Gott verbunden fühlen. Augustinus hat es vor nahezu zweitausend Jahren mit den folgenden Worten wunderbar ausgedrückt:

„Die eigentliche Bestimmung des Menschen ist es,

Gott zu preisen und auf ewig seine Freude an Ihm zu finden.“

Daniel 9:24 gibt eine klar umrissene Zeit von „siebzig Wochen“ an, innerhalb derer diese fünf Dinge vollbracht sein sollen. Man beachte, dass im selben Vers die Zahlen 7 (von 70 Wochen) und 5 (Ergebnisse) erscheinen, die den Binärcode des Himmels bilden (7+5=12).

Die Verbindung von 7 und 5

Während ich die 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte und die 7-Jahre-Tabelle der Apokalypse entwickelte, stellte ich fest, dass viele prophetische Schriften Bezüge zu den Zahlen sieben (7) und fünf (5) oder zu Vielfachen von ihnen enthalten. Das Zahlensystem des hebräischen Alphabets weist den Zahlen sieben (7 = „göttliche Vollendung) und fünf (5 = „die andere Seite“ oder „Ewigkeit“) eine besondere Bedeutung zu. Beides sind Primzahlen, die man nur durch 1 und sich selber teilen kann.

Da ich gern ein bißchen musiziere, dachte ich auch an die Klaviertastatur, bei der jede Oktave aus sieben (7) weißen und fünf (5) schwarzen Tasten besteht. Ich habe einmal einen schwarzen Musiker erklären hören, dass viele der christlichen Lieder, die wir heute in den Kirchen singen, von amerikanischen Sklaven des letzten Jahrhunderts stammen. Die aber sangen ihre Lieder nur mit den Noten der schwarzen Tasten. Als dieser Musiker eine bekannte Weise nach der anderen vorspielte und dabei nur schwarze Tasten benutzte, war ich beeindruckt festzustellen, wie sehr doch diese Musik der glich, an die ich gewöhnt war.

Ich vermute, dass dieses 7:5–Verhältnis ein Hinweis auf ein außergewöhnliches mathematisches System ist, dessen sich Engel bedienen können, um schneller als mit Lichtgeschwindigkeit ein Labyrinth von Tausenden von Galaxien zu durcheilen. In Daniel 10:13 berichtet ein Engel, dass er, nachdem sein Gebet zu Gott erhört worden sei, einundzwanzig Tage gebraucht habe, um zu Daniel zu gelangen. Der Engel entschuldigte sich für seine Verspätung, für die er einen bösen Engel mit Namen „Fürst des Königreichs Persien“ verantwortlich machte. Und dann erwähnte er dankbar die Hilfe, die ihm von Michael, „einem der Hauptfürsten“, zuteil geworden sei.

Wie ist diese Art der Fortbewegung möglich? Eine Erklärung der Arbeitsweise moderner Computer mag uns helfen, dieses Phänomen zu verstehen?

Computer verwenden einen Binärcode, der aus zwei Ziffern besteht: Nullen und Einsen. Das benutzte mathematische System ist das sogenannte Acht-Bit-System. Unter Einsatz dieses Verfahrens kann man alles ausdrücken: in der Mathematik, in der Sprache, in der Philosophie und in sonstigen Wissensbereichen. Der himmlische Binärcode hat zehn (10) Bit, also zwei Bit mehr. Es liegt erneut klar auf der Hand: unser technisches Acht-Bit-System leitet sich von ursprünglich 4 mal 2 her, und das bedeutet Daleth. Der himmlische Binärcode fußt auf 5 (He) mal 2, und das ergibt 10, also Jod, das Universum.

Ich glaube, dass die Siebenen und Fünfen den Binärcode des Himmels bilden, ähnlich den Nullen und Einsen in unseren Rechnern. Das spezielle 7:5-Verhältnis ist eine Besonderheit des Althebräischen. Es beweist, dass eine überlegene Intelligenz den historischen und geweissagten Zeitablauf vorbestimmt hat. Ich integriere diese beiden Dimensionen in meine Welt-Kuckucksuhr, indem ich sie mit zwei Zifferblättern versehe. Innerhalb der Uhr wirkt dieser Doppelcode wie zwei verschieden große Antriebsräder, deren Zähne so ineinander greifen, dass die Bewegung des einen die des anderen direkt beeinflußt.

Ich bin zuversichtlich, dass gegensätzliche Bibelaussagen, welche die Zahlen sieben (7) und fünf (5) enthalten, auch für andere Bibelverse tiefere Verständnisebenen erschließen werden.

Anwendung des Fünfer-Systems

Wenn wir Daniel 9:24 aus der Sicht der He-Welt prüfen, brauchen wir Vielfache von fünf anstatt von sieben. Daher sollten wir jetzt eine „Woche“ als einen Zeitraum von fünfzig (50) anstatt von sieben (7) Jahren ansehen. Ich verwende für die Woche fünfzig anstelle von fünf Jahren, weil man fünfzig als 5 mal 10 ansehen kann, wobei 10 dem Buchstaben Jod entspricht. „5 mal 10“ bedeutet demnach die himmlische Umwandlung des Lebens auf eine höhere Stufe. Und darum geht es bei dem Teth- und dem Jod-Zeitalter, welche am Ende von Gottes Plan auftreten. Genauer gesagt versuche ich, mit diesen Berechnungen das Ende des Teth-Zeitalters, das heißt des Millenniums, und den Anfang der Jod-Ära, des Neuen Himmels und der Neuen Erde.

Wenn ich dies tue, dann entsprechen Daniels „siebzig Wochen” in ihrer Gesamtheit aus der Sicht der Fünfer-Welt einem Zeitraum von 3500 (70 mal 50) Jahren. Schauen Sie nach auf der 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte, in der Sie das Jahr 3018 als Zeitpunkt des Übergangs vom Teth- ins Jod-Zeitalter grafisch dargestellt finden. Ich zähle dabei ab 518 v.Chr., jenem Jahr also, in dem die 70 Jahre der Babylonischen Gefangenschaft und der Trostlosigkeit Israels endeten, die auf die 588 v.Chr. geschehene Zerstörung des Ersten Tempels folgten. Diese Vorgehensweise bestätigt sich selbst in den Jahren 3017/3018 und zu anderen Zeitpunkten, an denen das auf der Sieben und das auf der Fünf basierende System sich exakt bei Schlüsselereignissen treffen.

Daniels Rosetta Stein Chronlogie

Hier einige Detailinformationen dazu, wie sich diese beiden Zugänge zu Daniel 9:24 gegenseitig bestätigen. Zuerst einmal hätte Daniel das, was ich entdeckt habe, nicht finden können, weil sich mein Werk historische Ereignisse in Betracht bezieht, die zu Daniels Zeit noch in ferner Zukunft lagen. Deshalb hat ihm der Engel auch gesagt, er solle sich keine Sorgen machen, weil die Daten bis zur Endzeit versiegelt seien, dann aber würden die Verständigen in der Lage sein, sie zu verstehen (Daniel 12:9-10). Bedenken Sie: ich gehe bei meiner Arbeit von dem Bekannten aus, um das Unbekannte zu bestimmen. Im vorliegenden Fall suche ich nach dem Abschlußjahr des Millenniums und dem Anfang des Neuen Himmels und der Neuen Erde.

Von der Zerstörung des Ersten Tempels und dem Ende des siebzigjährigen Exils im Jahr 518 v.Chr. bis zur Unabhängigkeit Israels und der anschließenden Ausgrabung von Straßenpflastern und Treppenanlagen aus Jesu Tagen, die an der West- und Südmauer des Tempelbergs im Jahre 1968 durchgeführt wurden, sind genau fünf identische Zyklen von je 490 Jahren vergangen: 5 mal 490 = 2450. Ich verwende fünf Zyklen, um dem Rosetta-Stein-Verhältnis von 7:5 gerecht zu werden. Von der Schöpfung bis zur Zerstörung des Ersten Tempels im Jahre 588 v.Chr. sind nämlich sieben Zyklen verstrichen.

(Anmerkung: Ich habe 35 Jahre eingefügt, um den jüdischen Kalender mit dem unseren in Einklang zu bringen (2450 Jahre + 35 = 2485 – 518 v.Chr. = 1967. Ich habe sie im neunten Zyklus der 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte eingefügt. Die Gesamtzahlen sind immer noch dieselben, aber bei der Berechnung von Daniels 69 Wochen lassen wir sie erst einmal außer Acht.)

Die 2450 Jahre kann man auch als 49 x 50 ausdrücken. In der Offenbarung 20:7 schreibt Johannes, das tausendjährige Reich werde genau eintausend Jahre dauern. Das kann man auch als 20 x 50 schreiben. Angenommen, jede der 50-Jahres-Spannen entspricht einer von Daniels „Wochen“, dann entsprechen diese beiden Zeitspannen zusammen (49 von den 2450 Jahren und 20 von dem Millennium) genau den besagten 69 Wochen. Es bleibt mir jetzt nur noch herauszufinden, wo die unbestimmte 70. „Woche“ von 50 Jahren (in der Fünfer-Dimension) sich mit der Chronologie der Apokalypse (in der Siebener-Dimension ) trifft.

Die Systeme der auf die Fünf beziehungsweise auf die Sieben fußenden Dimension basieren auf Positionen von unterschiedlichem Stellenwert. Das bedeutet, dass die besagte „Woche“ der Ereignisse in jedem der Systeme eine andere Stellung einnimmt. Passen Sie hier genau auf und lesen Sie sorgfältig, bemühen Sie sich, systematisch zu denken. Bedenken Sie auch, dass man in der Prophetie zeitlich nahe und ferne Ereignisse nur als auf einer Ebene liegend (zweidimensional) wahrnehmen kann.

Die im Siebener-Schema auftretende schwebende 70. Woche von sieben Jahren ist gleichzeitig auch in der Fünfer-Welt eine prophetisch bedeutsame Woche. Im Fünfer-Schema ist diese Woche allerdings fünfzig Jahre lang, will man sie mit dem Jubeljahr, d.h. der 50-Jahre-Phase zur Deckung bringen, wie sie in Levitikus, Kapitel 25 und 27:11 beschrieben ist. Bei dieser 70. Woche haben wir es mit jeweils denselben apokalyptischen Geschehnissen zu tun, die sich noch erfüllen werden. Jedoch werden sie aus zwei verschiedenen Blickwinkeln betrachtet: zum einen als irdische Handlung als der Daleth- (Siebener) -Dimension zugehörig, und zum anderen als himmlisches Ereignis als der He-Welt (oder Fünfer-Dimension) zugehörig.

An welcher Stelle haben wir uns diese eine Woche von 50 Jahren vorzustellen?

Ich habe die 50-Jahre-Woche der Fünfer-Dimension als die Zeitspanne von 1968 bis 2018 in meine Tabelle eingefügt (siehe 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte). Warum?

Die Ereignisse der 70. Woche, die in der auf die Fünf fußende Dimension auftreten, geschehen zeitlich nach dem Ende der 69 Wochen. Sie fällt auf die siebte Position, multipliziert mit 10, denn es handelt sich um den Übergang der Sieben-Jahres-Apokalypse in das geläuterte Millennium, wie wir alle es in der Daleth-Dimension dieser Zeit und dieser Welt sehen und erleben. Die 70. Woche sollte in der Fünfer-Dimension an einer Position auftreten, die in Zahlen ausgedrückt einem Fünftel einer bestimmten Größe entspricht.

Die schwebende 70. Fünfzig-Jahre-Woche in der Fünfer-Dimension folgt auf die gleichen 49 mal 50 = 2450 Jahre zwischen 518 v. Chr. und 1968 n.Chr. Deswegen besetzt sie die Position der 50. Woche. Und dies ist eine Stellung in der Fünfer-Dimension! Auf diese siebzigste Woche im Fünfer-Blickfeld muß die tausendjährige Herrschaft Christi über die Erde folgen, und zwar in der Form von zwanzig (20) Wochen der Fünfer-Dimension von jeweils fünfzig (50) Jahren Dauer. Es ist klar, dass dieses Millennium auf die Apokalypse folgt, und die Gesamtzahl der Wochen muß bei den siebzig (70) Wochen aus Daniels Prophezeiung bleiben, so wie sie sich im Siebener-Blickfeld errechnet.

Somit entspricht die Stellung der 70. Woche Daniels als 50. Woche in der Fünfer-Dimension exakt ihrer Position als 70. Woche in der Siebener-Dimension. Beide sind in ebenbürtige Vielfache von 10. Es gilt nämlich: (5 x 10) Fünfer-Dimension = (7 x 10) Siebener-Dimension.

Lassen Sie uns noch einmal zusammenfassen: Im auf die Sieben gegründeten Zahlensystem kündigte die frei schwebende Woche (in Vorwegnahme eines Ereignisses in der Zukunft) mit der Zerstörung des Zweiten Tempels im Jahr 70 n. Chr. als „nahem“ Berggipfel der Zukunft die Zerstörung des Dritten Tempels während der Apokalypse an. Daniels Prophezeiung stellt fest, dass zuvor, nach der neunundsechzigsten Woche „der Gesalbte vernichtet wird“. Unter Verwendung des auf die Sieben fußenden Schemas kommt man zu dem Ergebnis, dass diese Prophezeiung im Tod Jesu Christi, des Messias, im Jahre 33 unserer Zeit ihre Erfüllung fand.

Als Übergangsperiode findet sich die 70. Woche in den Zeittafeln als die fünfzig Jahre zwischen 1968 und 2018 wieder. Ich lege das Jahr 1968 zugrunde, weil dieses das erste volle Jahr nach der Befreiung des Tempelbergs und der Jerusalemer Altstadt nach Jahrhunderten nichtjüdischer Herrschaft war. Ein anderer Grund für die Bedeutsamkeit dieser zeitlichen Position könnte sein, dass der Krieg im Himmel wahrscheinlich bereits im Gange ist (Offenbarung 12:7).

Wenden wir indes auf Daniels Prophezeiung das Fünfersystem an (Ferneinstellung des prophetischen Teleskops), so fällt das Ende des Zeitraums, der im Fünfer-Schema der 69. Woche Daniels entspricht, auf das Jahr 3018. Zu diesem Zeitpunkt wird Satan, der Gott dieser Welt, der ursprünglich ein Engel, nämlich der Lichtträger Luzifer, war, der frühere Gesalbte, der vor undenklichen Zeiten Gottes Thron schützen durfte, vollständig „vernichtet“ – d.h. in den Feuersee geworfen und „nichts habend“ (od. seiend) völlig seiner Existenz auf dieser Erde beraubt (s. 2. Korintherbrief 4:4; Hesekiel 28:14; Offenbarung 20:10).

Das Ereignis von Satans endgültiger Zerstörung wird schon vorher dadurch angedeutet, dass das Tier und der falsche Prophet in denselben Feuersee geworfen werden, und zwar am Ende der Apokalypse, das heißt in der 70. Woche gemäß der Siebener-Rechnung (Offenbarung 19:20). Satans Einkerkerung im Abgrund entspricht genau dem Ende von Daniel 9:27 in der Fünfer-Dimension, wo dieses Wesen, das für die Zerstörung des Tempels und alle weiteren Übel auf dieser Welt verantwortlich ist, völlig aus der He-Welt ausgeschlossen wird.

Wir kommen zurück zum Jahr 1967/68, jenem Jahr, in dem die politische Kontrolle über die Jerusalemer Altstadt einschließlich des Tempelbergs wieder in die Hand der Israelis gelangte. Diese Rückkehr des Gottesvolks an den früheren und zukünftigen Ort von Gottes Thron auf Erden beendete das Exil, die räumliche Trennung vom Herzen Jerusalems, dem Thron der Gnade. Sie war Folge der Ablehnung Christi als Messias. Als nächstes wird auch ihre spirituelle Trennung aufgehoben.

Wir zählen die 50-Jahres-Phase vom Zeitpunkt der Befreiung der Altstadt und des Tempelbergs an. Dabei gehen wir von 1968 aus, dem ersten vollen Folgejahr, in dem die Prophezeiung eines Verses in Psalm 102 sich erfüllte:

Du wirst aufstehen, wirst dich Zions erbarmen; denn es ist Zeit, es zu begnadigen, denn gekommen ist die bestimmte Zeit; Denn deine Knechte haben Gefallen an seinen Steinen und haben Mitleid mit seinem Schutt.

Und die Nationen werden den Namen des HERRN fürchten, und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit. (Psalm 102:13-15 UELB)

Die “angekündigte Zeit” (hebräisch: mo’ed Mo'ed) in Gottes prophetischem Kalender ist gekommen. Dasselbe Wort wird auch für die Markierung biblischer Feiertage verwendet. Gott kennt Seine Zeiten. Er hat die Sonne, den Mond und die Sterne ins All gestellt, damit die Menschen nach ihnen ihre Tage, Monate und Jahre bezeichnen können. Zudem geben sie uns Anhaltspunkte für die zeitliche Bestimmung Seiner Absichten. Und in dem oben zitierten Vers erwähnt Gott eine Zeit, zu der Seine Diener Gefallen an den Steinen und dem Staub Jerusalems finden. Ob es wohl ein Zufall ist, dass Professor Benjamin Mazar mit seinen archäologischen Ausgrabungen rings um die Süd- und Westmauern des Tempelbergs gerade am 29. Februar 1968 begann? Ich glaube nicht.

Vom Himmel aus hat Gott bereits Seine letzte Fünfzig-Jahre-Woche angefangen, die Woche der Warnung an Sein vor langer Zeit auserwähltes Volk, welche die auf die Sieben gegründete 70. Woche von Daniel 9:24 auf Erden mit einschließen wird. Die sieben Jahre der Großen Apokalypse beinhalten auch den Bau des Dritten Tempels, seine Verwüstung, das Große Dilemma mit übernatürlichen höllischen Kräften (Jakobs Drangsal). Sie endet mit der Wiederherstellung Israels, einschließlich der Erbauung eines Vierten Tempels.

Diese fünfzigjährige Jubeljahr-Phase von 1968 bis 2018 ist das He-Gegenstück zu der 70-jährigen Land-Sabbat-Phase in der Daleth-Dimension, die im Jahre 518 v. Chr. endete: beide dienen als eingeschobene Übergangsphasen. Die erste folgt einer auf die Sieben gründenden Periode von sieben 490-Jahres-Zyklen, die zweite auf fünf 490-Jahres Zyklen. Beide Zeitabschnitte beginnen mit der Zerstörung des jeweiligen Jerusalemer Tempels und der Verbannung des jüdischen Volkes: der erste folgt auf die Zertrümmerung des Ersten Tempels und das anschließende Babylonische Exil, der zweite auf die Vernichtung Jesu als eines „Tempels“ Gottes ebenso wie die des Zweiten Tempels im Jahre 70 unserer Zeit durch die Römer, mit der das lange Exil in der Diaspora begann, das jetzt seinem Ende entgegengeht. Seit der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 erleben wir nun die ersten Etappen dieser vollständigen, endgültigen, durch Gottes Hilfe ermöglichten Wiederherstellung Israels, mit der Rückkehr von Millionen Juden in ihre Heimat.

Seit der Auferstehung Christi steht die spirituelle Erlösung kostenlos zur Verfügung, jeder Angehörige des jüdischen Volkes darf davon Gebrauch machen. Gewissenlose religiöse Organisationen haben jedoch dem jüdischen Volk Unrecht angetan, indem sie es „im Namen Gottes“ verfolgt und die Juden „Christusmörder“ genannt haben. Diese abscheuliche Handlungsweise hat schreckliche Barrieren zwischen dem jüdischen Volk und den nichtjüdischen Messias-Gläubigen (Christen) errichtet. Das, was sich heute „Christenheit“ nennt, ist letztendlich jüdischen Ursprungs.

Möge dieses Buch dazu beitragen, die Kluft zwischen den beiden großen Religionen zu überbrücken und die Menschen daran zu erinnern, dass Gottes Plan auf zwei Schienen läuft. Wir müssen einander nun vergeben. Nur durch Vergebung werden wir die Apokalypse überleben, als Brüder in der Verehrung des Gottes Israels. Wenn wir dazu nicht in der Lage sind, werden beide Seiten untergehen.

Gegen 2018 wird Gott Sein verbrieftes Versprechen an Abraham eingelöst haben, indem Er das gesamte jüdische Volk errettet haben wird. Durch die Errichtung eines messianischen Königtums unter Jesus mit einem wieder auferstandenen König David als Seinem Vertreter auf Erden wird es Tatsache werden. Diese Erlösung ist heute bereits jedermann zugänglich, Juden ebenso wie Nichtjuden, zumindest jenen, die darum im Glauben bitten. Wenn überhaupt, dann haben die Juden einen kleinen Vorsprung in der Gunst Gottes, wenn es um die Annahme des Evangeliums geht (Römerbrief 1:16).

Die Apokalypse stellt einen wichtigen, fundamentalen, jedoch schmerzhaften Teil von Gottes Erlösungsprozeß für Israel wie für den Rest der Welt dar. Durch sie wird das aufsässige Böse in den himmlischen Gefilden ausgemerzt und die verstockten Menschen aller Rassen und jeder ethnischen Abstammung vom Antlitz der Erde getilgt. Diejenigen, die nicht willens sind, sich in aufrichtiger Reue und in gläubigem Gehorsam dem Gott Israels zuzuwenden, werden nicht überleben und somit nicht in das Teth-Zeitalter von Gottes ruhmreicher Herrschaft gelangen.

Zurück zu Daniel, Kapitel 9:24-27. Die auf die Fünf und die Sieben basierenden zeitlichen Verknüpfungen im Buch Daniel, des Ecksteins unter den prophetischen Schriften der Bibel, unterstreichen die Glaubwürdigkeit meiner Rosetta-Stein-Theorie über den „Code der beiden im Verhältnis 7:5 zueinander stehenden himmlischen Schienen“. Wie der wirkliche Rosetta-Stein die Ägyptologen in die Lage versetzte, das Rätsel der ägyptischen Hieroglyphen zu lösen, hat mein Rosetta-Stein die Vielzahl der Schlüssel-Geheimnisse um die Datierung der Apokalypse gelüftet. Das Berechnen von Daten, die sich auf das Fünfer- und Siebener-Schema gründen, deckt auch etliche andere erstaunliche Zusammenhänge auf.

Mit anderen Worten: mit dem besagten 7:5-Binärcode können wir vorhersagen, wie lange die Menschen auf Erden noch Geschichte machen werden – nämlich bis 3018. Wir können den Zeitraum in der Tat von zwei verschiedenen Perspektiven her errechnen. Am Ende von Daniels Leben schwor der Engel, dass in der Siebener-Welt „eine Zeit, (zwei) Zeiten und eine halbe Zeit“ vergehen müssten, bevor das Ende käme. Da eine „Zeit“ ein Jahr bedeuten kann oder auch tausend Jahre, würde das (3½ mal 1000 =) 3500 Jahre ausmachen.

In meiner 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte erstreckt sich dieser 3500 Jahres-Abschnitt von 518 v.Chr. bis 3018 n.Chr. Im Einklang mit der Rosetta-Stein-Entdeckung haben wir Daniels 70. Woche mit jeweils 50 Jahren pro Woche malgenommen (70 mal 50) und sind dabei zu denselben 3500 Jahren von 518 v. bis 3018 n. Chr. gelangt, was einer internen Kontrolle auf der Grundlage der 7:5-Rosetta-Stein-Berechnungen gleichkommt.

Zeit für eine Tasse Kaffee

Ich hoffe, dass ich Sie mit dieser technischen Abhandlung über prophetische Zeitberechnungen nicht verdrossen habe! Ich schrieb sie für die Leute, die wissen möchten, was es mit der Bibelprophetie auf sich hat. Wer eine leichtere Lektüre bevorzugt, kann sich nun an ein paar bildhaften Vergleichen gütlich tun. Ich will sie heranziehen, um zu veranschaulichen, wie ich das Werkzeug namens „Rosetta-Stein“ im Verhältnis 7:5 benutze, um zum Datum der Apokalypse zu gelangen.

Nehmen wir eine Tasse Kaffee als Vergleich. Stellen Sie sich zwei große Kaffeetassen vor. Aus der Ferne sehen beide gleich aus. Erst wenn man näher kommt, sieht man, dass sie nicht gleich voll sind. Eine ist halb voll mit Kaffee und einem Teelöffel Zucker, die andere ist voll mit Kaffee und 2 Teelöffel Zucker. So sind beide gleich süß. In dieser Analogie entspricht die Zuckermenge der Anzahl Zeit-Zahnräder im Uhrwerk der Weltuhr. So ist es auch mit dem Unterschied zwischen dem Siebener- und dem Fünfer-System: mit dem 7:5-Verhältnis gemäß dem „Rosetta-Stein“-Prinzip verhält es sich wie bei den unterschiedlichen Kaffeemengen in Tassen, die äußerlich gleich erscheinen, aber verschiedene Mengen von Zucker enthalten. Anders ausgedrückt: nach dem 7:5-Prinzip ist die Sieben wie die halbvolle Tasse oder ein Zeitabschnitt. Da im Zahlensystem des hebräischen Alphabets die 7 (und nicht 6) die Mitte von 12 ist, ergibt die Gleichung 7+5=12 eine volle Tasse Kaffee, was zwei Zeitabschnitten gleichkommt.

Daniel weissagte über 70 „Wochen“, die sich wie unsere Kaffeetassen verhalten. Eine enthält einen Löffel Zucker (= 1 Zeitabschnitt), während die andere zwar gleich aussieht, jedoch zwei Löffel Zucker enthält. Wir müssen der Sache auf den Grund gehen und in Erfahrung bringen, welches Maß wir anzuwenden haben, um von einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte ausgehend ein künftiges Datum ermitteln zu können, an dem eine bestimmte Prophezeiung in Erfüllung geht. Daniel hat somit geweissagt, was Gott tun wird und auch wann.

Vergessen Sie nicht: Gottes Absichten verwirklichen sich auf einem zweispurigen Bahngleis. Die zwei Schienen stehen für Gottes Plan für die Menschheit. Die Zwei kommt überall vor. Beispielsweise hat die eine Bibel zwei „Testamente“, das Alte und das Neue. Oder die Bibelprophetie enthält zwei Sichtweisen der Zeitverhältnisse: das auf die Sieben fußende Daleth-System und das auf die Fünf basierende He-System. Man kann jedes dieser Systeme für sich betrachten und seine logische Funktionsweise mathematisch genau festlegen. Doch das bringt uns nicht zum Ziel. Denn diese Systeme überschneiden sich an bestimmten Stellen. Dort nämlich, wo sich für die He-Dimension vorausgesagte Ereignisse in der Weltgeschichte materialisieren, also zu realen Begebenheiten in unserer stofflichen Daleth-Dimension werden.

Das Dualitätsprinzip, das wir hier erkennen, lässt sich auch anhand des Schmetterlings veranschaulichen. Wir haben ihn bereits im Zusammenhang mit dem Doppelgeburtstag des Menschengeschlechts kennen gelernt. Die Raupe erscheint uns erst einmal als ziemlich unattraktives Gewürm, welches den Tod erleidet und sich im Kokon völlig auflöst, um bald als wunderschöner Schmetterling wiedergeboren zu werden, ausgestattet mit Flügeln, die ihn unter einem blauen Himmel flatternd über eine herrlich grüne Wiese mit bunt-duftenden Blumen tragen.

Eigentlich haben die meisten Lebewesen in der Natur zwei Geburtstage. Jedes Gemüse, jeder Baum oder Strauch entwickelt sich aus einem Samen, den man in den Boden steckt, wo er stirbt. Das Samenkorn verrottet und löst sich auf, nur um einen Spross hervorzubringen, der bald zu einer neuen Pflanze heranwächst, die wiederum Samen erzeugt. Alle Lebensformen der Daleth-Dimension müssen im Rahmen des naturgegebenen Lebenszyklus sterben, angetrieben von einer angeborenen zyklischen (gut und böse, Geburt und Tod) Lebenskraft. Somit erkennen wir sogar in einem Samenkorn die Dualität, die uns von den besagten, auf 7 und 5 beruhenden Zeitmechanismen, von den zwei Geburtstagen eines Menschen oder den beiden Kaffeetassen bekannt ist. Wenn wir dieses Verhältnis begriffen haben, können wir die Apokalypse datieren.

Weil Daniel einen künftigen Messias prophezeit, der verachtet sterben („abgeschnitten“) und doch als König regieren wird, wissen wir aus beiden Prophezeiungen, dass er ein sterblicher Mensch sein muss, der ebenfalls zwei Geburtstage hat. Da die meisten Bibelforscher keinen Blick auf die andere Schiene werfen, sind viele jüdische Wissenschaftler der Ansicht, dass die Prophezeiungen für den Messias von zwei verschiedenen Personen erfüllt werden müssen: einer, die leidet (Maschiach Ben-Joseph), und einer, die als triumphierender König erscheint (Maschiach Ben-David). Wer jedoch beide „Gleise“ der Bibel vor Augen hat und sie aus der HANS-Perspektive betrachtet, wird erkennen, dass alle maßgeblichen Prophezeiungen in einer Person zusammenlaufen, die anfangs unserer Zeitrechnung lebte: Jeschua (Jesus).

Das Ungewöhnliche bei Daniel ist, dass er den Messias als jemanden beschreibt, der „der Sünde ein Ende bereiten wird“. Da ja nur Gott Sünde vergeben kann, muss der versprochene Erlöser niemand anderes als Gott selbst sein, der aus der He-Dimension (5, „die andere Seite“) in unsere stoffliche Welt (ich nenne sie die Daleth-Dimension, 4, „diese Welt in dieser Zeit“) herabsteigt. Wird nun Gott in der Daleth-Welt geboren, muss er auch bereit sein, zu sterben. Es gibt keine Ausnahmen. So sagt es das Naturgesetz. Es ist wie eine Uhr, die Gott einst aufzog und sich selber überließ, bis sie abgelaufen ist. Die Bibel sagt, dass Jesus gehorsam war bis zum Tod. Er starb, weil es keinen anderen Weg gab als den des Sühnetodes für Ihre und meine Sünden. Er erlitt die Qualen eines grausamen Todes in totaler Abgeschiedenheit.

Nur Jesus konnte als präexistenter Schöpfer allen Lebens in beiden Dimensionen auf einmal geboren werden, da er von Natur aus vollkommener Gott und vollkommener Mensch war. Weil Jesus ohne Sünde lebte, stand er nicht unter dem Urteil der Todesstrafe. Er nahm sie freiwillig auf sich um der Menschen willen, die diese Gnade im Vertrauen annehmen würden. Dass Jeschua/Jesus voll und ganz Gott war, geboren durch den allmächtigen, allreinen Heiligen Geist, war Voraussetzung dafür, dass er nicht unter dem Todesfluch blieb, sondern den Tod überwand und zum Leben erweckt wurde. Aus eben diesem Grund wird Jesus auch der Zweite Adam genannt, d.h. der Mensch, der uns allen, die wir dank Ihm wiedergeboren werden, den Zugang zur He-Dimension wieder eröffnet.

Zur Geburt kommt es nur, wenn der Fötus eine angemessene Zeit der Schwangerschaft durchleben kann, um unsichtbar und behütet im Mutterschoß heranzuwachsen. Die Leibesfrucht ist mittels der Plazenta, also des Mutterkuchens, mit der Gebärmutter verbunden. Dieser wird bei der Geburt ebenfalls ausgeschieden und danach entsorgt, da zu nichts mehr nütze. Das Neugeborene kann jetzt außerhalb des Mutterleibes wachsen und gedeihen.

In Geburt, Tod und Auferstehung des Messias sehen wir in ein und derselben Person die gesamte Geschichte und den Plan Gottes für die Menschheit verkörpert, ähnlich dem Babuschka-Ei, wo das Kleinere im Größeren eingebettet ist. Angesichts der Apokalypse wird jeder Erdenbürger die Geburtswehen des anbrechenden Gottesreichs zu spüren bekommen. Die Ankunft jenes Reichs wird am Ende der Drangsal durch die Auferstehung der Heiligen offenkundig werden. Mittels der Plagen, die wegen Gottes Zorn über die Menschheit kommen, wird sozusagen die Plazenta dieser Welt unter der Knute Satans weggefegt und verbrannt, da sie nicht mehr benötigt wird, um die Menschen spirituell zu vervollkommnen.

Ich werde Ihnen demnächst mehr über Geburtstage erzählen. Doch zuerst sollen Sie erfahren, wann die Apokalypse ins Haus steht und woran wir sie erkennen können.

Nun also zurück zu unseren Kaffeetassen. Daniel benutzte sein eigenes Zeitmaß (für unsere Zwecke 1 Löffel Zucker), um uns zu sagen, wann jene Person erscheinen wird. Er zählte von seiner Lebenszeit vorwärts bis zu einem bestimmten Datum in die Zukunft. Besonders interessant an seiner Prophetie ist das Wörtchen „bis“: „bis der Messias, der Prinz erscheinen wird“ (Daniel 9:25). Die 70. Woche deutet auf das siebenjährige Wirken Jesu hin. Wie alles in Gottes Plan war auch das Leben Jesu auf Erden (die 70. Woche) zweidimensional. Es hat zwei Schienen, in diesem Fall zwei Erfüllungen. Die erste Schiene bezeichnet seine Fleischwerdung und seinen Dienst als dienender Knecht um das Jahr 29. Die zweite Schiene weist auf sein zweites Kommen an einem unbekannten Tag zu unbekannter Stunde nach dem Ende seines zweiten Wirkens hin – die 7 Jahre der Apokalypse, die zweite und abschließende Erfüllung der prophezeiten 70. Woche.

Diese Zweigleisigkeit finden wir auch bei Johannes dem Täufer wieder. Sein Wirken beschränkte sich zwar auf die Wassertaufe, wies jedoch einerseits auf die Taufe im Heiligen Geist und anderseits auf die Feuertaufe hin, welche ich als Gerichtstaufe deute (Matthäus 3:11-12). Wichtig hier ist die Erkenntnis, dass mit Jesu Erscheinen die besagte 70. Woche beginnt (berechnet nach dem Siebenersystem), während sein zweites Kommen am Ende der unbestimmten 70. Woche (der Apokalypse) stattfindet. Alsdann wird durch seine Ankunft die Wiederherstellung Israels und letztlich die „Wiederherstellung aller Dinge” eingeläutet (s. Apostelgeschichte 3:21).

Stellen Sie sich bei diesem Zählen eine Zeitlinie vor. Wir haben den Vorteil, die Geschichte von zwei Seiten her betrachten zu können. In diesem Fall ist unser Ausgangspunkt im Hinblick auf die 70. Woche Daniels die Menschwerdung Jesu, also seine Erscheinung in der Daleth-Dimension. Logischerweise müssen wir nun ab der Erscheinung Jesu in halben Tassen mit einem Löffel Zucker rückwärts zählen. In gleicher Weise zählen wir in vollen Tassen mit zwei Löffeln Zucker ab Ende des Schöpfungsplans im Jahre 3017/3018 rückwärts, um auf das ungefähre Enddatum der Apokalypse und den Zeitpunkt seiner Wiederkunft zu stoßen.

Lassen Sie es mich noch anders erklären. Daniel sollte ab dem Erlass, Jerusalem wieder aufzubauen, 69 „Wochen“ vorwärts zählen. Um die Maßeinheit seiner Prophezeiung in Jahren zu ermitteln, müssen wir lediglich in der Geschichte rückwärts schauen. Wir sind im Vorteil, Tausende von Jahren nach ihm zu leben, und daher in Kenntnis über das Leben und Sterben Jesu sowie das Neue Testament. Daher ist es nicht allzu schwer, anhand der Prophetie über die 70. Woche das genaue Datum für das prophezeite erste Kommen des Messias zu errechnen. Um bei den halbvollen Kaffeetassen zu bleiben: der Siebener-Wert des genannten Zeitraums ist 7 x 70 = 490 Jahre, und die letzten 7 Jahre jener Zeitperiode ist Daniels auf die 7 basierende 70. Woche. Somit zählen wir 483 Jahre (die 69 Wochen von Daniel 9:24) rückwärts ab Beginn der 70. Woche, wenn Jesus von Johannes getauft wird um seinen öffentlichen Dienst anzutreten (sein „Erscheinen” anno 29), und kommen zum Jahr, in dem Daniels Prophezeiung uns heißt, vorwärts zu zählen. Dieser Zeitpunkt (454 v. Chr.) ist gekommen, als der Israel freundlich gesinnte persische König zu den Israeliten sagt: “Kehrt in euer Land zurück und baut Jerusalem auf, wie es euch gefällt.” Diese Worte verhalfen ihm zu Ruhm und Ehre in der jüdischen Geschichtsschreibung (s.a. Anmerkung 1 in Kapitel 9).

Nun obliegt uns herauszufinden, wie viele Jahre in der vollen Kaffeetasse stecken. Weil ein Zahnrad (ein Löffel Zucker) 490 Jahre minus 7, also 483 Jahre, darstellt, müssen zwei Zahnräder (zwei Löffel Zucker) doppelt so viele Jahre ausmachen, also 966. Denken Sie daran, wir ignorieren die 7 Jahre der 70. „Woche“, weil wir bis zum Erscheinen des Messias in prophetischer Doppelerfüllung zählen. Um das Ende der unbestimmten 70. Woche auf Basis des Siebenersystems zu ermitteln, müssen wir 2 x 483 Jahre rückwärts zählen (zuzüglich eines Umwandlungsfaktors, weil im Millennium astronomische oder kosmische Jahre gelten, während die Erfüllung der Prophezeiung Daniels nach biblischen bzw. babylonischen Jahren von 360 Tagen zu berechnen ist). Wie finden wir aber den Schlusspunkt, ab dem wir rückwärts zählen können?

Daniel hat die Antwort parat. Im Verlauf der gesamten Kirchengeschichte haben Bibelforscher immer wieder bemerkt, dass es einen Bezug zwischen der Schöpfungswoche und Gottes Gesamtplan für die Menschheit gibt. In Anwendung des Prinzips „1000 Jahre sind wie ein Tag“ sind sie zum Schluss gekommen, dass Gott von Anfang an 6000 Jahre dem Wirken des Menschen unter der Herrschaft des Teufels eingeplant hat, gefolgt von 1000 Jahren (einem tausendjährigen Sabbats) von Gottes Alleinherrschaft auf Erden, gekennzeichnet von Gnade und Frieden. Meine Nachforschungen bestätigen diese Erkenntnis mit der Entdeckung der 50-jährigen „Jubelwochen“, einer biblischen Einrichtung, die auf dem Fünfersystem basiert.

Daniel lebte um das Jahr 518 v.Chr., was in meiner 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte ungefähr auf die Mitte trifft. Ein Engel sagte Daniel an: „Ab jetzt bis zum Ende werden es eine Zeit, Zeiten und eine halbe Zeit sein“. Im Fünfersystem der He-Dimension entspricht eine „Zeit“ 1000 Jahren. Diese Weissagung bedeutet also, dass bis zum Ende der Menschheitsgeschichte 3500 Jahre verstreichen werden. Demnach ist das Jahr 3017/3018 das Ende unserer Zeitrechnung. Ich werde später noch näher darauf eingehen, wie ich zu diesem Datum gekommen bin und wie ich das Ganze mit dem bereits beschriebenen 7:5-Verhältnis in Einklang brachte. Dank diesem Verhältnis ist es möglich, die Apokalypse überhaupt zu datieren, denn 7+5=12 ist proportionell eine volle Tasse, die 7,000 Jahre der Menschheitsgeschichte umspannt (s. Kapitel 9, Anmerkung 2). Ich habe bereits aufgezeigt, wie die unbestimmte 70. Woche mit der parallel dazu verlaufenden 50. Woche des Fünfersystems zusammenfällt – irgendwann zwischen 1968 und 2018.

So repräsentieren zwei Zeiträume von 483 Jahren die Fünf im 5:7-Verhältnis, was einer vollen Tasse Kaffe gleichkommt. Durch Rückwärtsschreiten vom Ende der Daleth-Dimension bis zur Gegenwart kommen wir auf das bisher unbekannte Datum der Apokalypse, welches dem des zweiten Geburtstags der Kinder des Himmlischen Vaters durch den Messias sowie dem des zweiten Kommens Jesu in die Daleth-Welt ebenbürtig ist. Indem ich so vorging, stieß ich auf den 21. Dezember 2015. Dies bedeutet, dass Jesu Wiederkunft in die Daleth-Dimension an einem Tag und zu einer Stunde nach dem 21. Dezember 2015 und nach der Apokalypse zu erwarten ist. Gleichzeitig wird es zur ersten Auferstehung der Heiligen kommen, ihrem zweiten Geburtstag in der He-Dimension. Es wird eine gigantische Geburtstagsfeier von Millionen von auferstandenen Heiligen steigen, die des Herrn Wiederkunft feiern, gerade so wie bei einem lang erwarteten Hochzeitsfest, an dem die ganze Sippe aus nah und fern teilnimmt.

Diese Simultanereignisse erwachsen aus dem Großen Tag des Herrn, der gemäß der Zählweise mit vollen Kaffeetassen die 70. Woche von Daniels Prophetie überlagert. Die zweiten Geburtstage, die einerseits bei Jesus im Jahre 33 und anderseits bei seinen Brüdern anno 2015 erfolgen, sind der Grund für die Daleth-Dimension. Der Rest der Daleth-Dimension endet schließlich auf der Müllhalde und wird rezykliert; die Elemente des siebenfarbigen Regenbogenspektrums verschmelzen dann, wie Petrus in seinen Briefen mahnt (2.Petrus 3:10-11). Die aufmüpfigen Nationen, ihr meuternder Engel Satan und seine finstere Gefolgschaft werden ebenso dort enden.

Was hier besonders interessant erscheint, ist die Tatsache, dass wir Sterbliche zwei Geburtstage erleben sollen: einen in der Daleth-Dimension und den anderen in der He-Dimension – auf der „anderen Seite“. Zugegeben, es könnte noch weitere Dimensionen geben, von denen wir nichts erahnen, doch genüge es, uns auf Jesus auszurichten. Er kam ja aus dem Jenseits, daher können wir wohl etwas über seine Sichtweise des zweiten Geburtstags lernen.

Die Bibel beteuert, dass Gott, der Schöpfer, unsichtbar ist und in unnahbarem Lichte wohnt. Niemand hat ihn je gesehen, nicht einmal die Engel, die sich um seinen Thron scharen. Nach der ersten Rebellion Satans im früheren Himmel und der darauf folgenden Ausweisung aus dem Thronsaal leitete Gott einen neuen Plan fürs All in die Wege, um den entstandenen Schaden (siehe meine Bücher) wiedergut zumachen. Gottes Meisterplan funktionierte gut. Kurzum, der ewige unsichtbare Gott beschloss, sichtbar zu werden. Dazu benützte er die Daleth-Dimension. Damit das Göttliche in die Daleth-Dimension eintreten konnte, musste es sterblich werden; das Ewige musste sich den biologischen Lebensrhythmen, den irdischen Zyklen von Leben und Tod unterwerfen. Deshalb beschloss Gott, als Menschenkind auf die Welt zu kommen. Durch diese erste Geburt als Sterblicher trat der ewig Unsichtbare in die Daleth-Dimension und somit in den Einflussbereich derjenigen Energiefrequenzen des Regenbogenspektrums ein, die ihn für alle sichtbar und verwundbar machten (dazu später mehr).

Wir werden noch erfahren, dass die Naturgesetze der Daleth-Dimension zu einem ganz bestimmten Zweck erschaffen worden sind. Darin können nämlich sterbliche Menschen von neuem geboren werden und die Möglichkeit erhalten, einst die leer gewordenen Stellen und Ämter in Gottes Reich zu besetzen, die aufgrund von Satans Aufruhr entstanden, als dieser samt etwa einem Drittel der Engelwelt von seiner Amtsenthebung in Kenntnis gesetzt wurde. Dazu ist es noch nicht gekommen, somit ist Satan nach wie vor der Gott dieser Welt, und seine Gefolgschaft von bösen Engeln sind die Götter und Dämonen, die die Heiden anbeten. Sie werden weiterhin die Menschen ins Verderben stürzen, so lange, bis einst, am Ende der Apokalypse, alle bösen Geister außer Satan vertilgt werden. Dieser wird, angekettet und handlungsunfähig, in den Tiefen der Hölle verwahrt werden.

Selbst die Engel waren über alle Maßen erstaunt, dass sich Gott auf die Ebene der Sterblichen herabließ und menschliche Charaktereigenschaften und Gefühlsregungen wie Freude und Trauer annahm. Nach den Gesetzmäßigkeiten der Daleth-Dimension zu urteilen, musste Jesus, der als Menschenkind in Bethlehem geboren wurde, auch zwei Geburtstage haben. Natürlich hat diese Tatsache seither für etliche Unruhe unter Theologen und Geistlichen jeder Prägung gesorgt. Während seiner Erdenjahre hinterfragen die Menschen alles, was Jesus tat oder sagte. Obgleich auch seine Jünger, also der innere Zirkel, fast täglich Wunder um Wunder erlebt hatten, wollte es ihnen nicht einleuchten, dass der ewige Gott etwas so Unfassbares tun würde wie schwacher, sterblicher Mensch zu werden.

Schließlich bat Philippus, Jesus möge ihnen doch den Vater zu zeigen. Immerhin hatte Jesus diesen Ausdruck immer wieder gebraucht, um seinen Jüngern das Wesen des Ewigen nahe zu bringen. Jesus erwiderte: „Ich und der Vater sind eins.“ Später im Verlauf des Gesprächs stellte Jesus dem Petrus eine Gewissensfrage, worauf er vordergründig das rechte Glaubensbekenntnis ablegte. Doch wenige Wochen danach wurde sein Bekenntnis löchrig, er gab nach, verleugnete Jesus. Selbst das Hohe Gericht der Juden wollte es genau wissen: „Bist du der Messias, der verheißene König?“ fragen sie Jesus. Jesu Antwort kam laut und deutlich, ja sogar noch lauter als gewohnt: „Ja, ich bin es!“

Die Worte „Ich bin es“ (hebräisch ani hu' ) lösen in der hebräischen Ursprache sofort religiöse Gefühle aus. Nur Gott oder der Messias darf sie sagen. Wer sie benutzt, ist sofort im Verdacht der Gotteslästerung und setzt sich der Gefahr aus, von einer wütenden Menge gelyncht oder gekreuzigt zu werden.

Das Leben und Sterben dieses göttlichen Menschen in der Daleth-Dimension brachte Kontroversen in die Welt, die bis heute ungelöst sind. Jesus starb gemäß Plan, im Einklang mit vielen Weissagungen alter Propheten, und auferstand nach drei Tagen mit einem verwandelten, unverweslichen Leib. Diese Auferstehung offenbarte eine Neugeburt als Neuschöpfung, was nie zuvor im All geschehen war. Das Erstaunliche an Jesu Auferstehung ist, dass seine Präsenz nicht auf die He-Dimension beschränkt war. Er schien mehrdimensional zu sein. Vierzig Tage lang wandelte und redete Jesus mit seinen Jüngern auf Erden (Lukas 24:36-49). Sie berührten seinen soliden Körper aus Fleisch und Blut. Er ging durch Mauern und reiste in Sekundenschnelle über große Distanzen. Dabei genoß er offensichtlich das Essen. Der auferstandene Jesus demonstrierte eine übernatürliche Dimension höherer Ordnung, welche ich die künftige Teth-Ära auf Erden nenne bzw. Jod für die andere Seite, das himmlische Jerusalem.

Das Kommen der Apokalypse kündigt auch die verheißene Epoche eines total neuen Universums an, wo Gott selber unter seinen Kindern wohnt. Die Apokalypse bringt nicht nur Verderben über die zweite Zivilisation, sondern verhilft gleichzeitig einer neuen zur Geburt. Es ist wie mit der blutigen Plazenta: das Böse wird auf immer getilgt und das Gottesreich geboren – und mit ihm eine neue, ungeahnte Lebensform. Mein Modell der Welt-Kuckucksuhr erklärt diesen Sachverhalt (s. Prophezeiung der Apokalypse, Kapitel 10).

So ist die Apokalypse wie eine Geburt, bei der die Sterblichen der Daleth-Dimension in Unsterbliche der He-Dimension verwandelt werden, welche das Jod-Zeitalter erfüllt. Jesus ist schon da. Im Buch der Offenbarung erstattete Johannes direkt Bericht aus dem Himmel, wo er vor dem allerheiligsten Thron stand. Er sah nichts als gleißendes Licht, Feuerflammen, Blitz und Donner. Sonst nichts. Doch dann sieht er Jesus, der direkt vor dem Thron steht, an seinen Wundmalen zu erkennen. Noch einmal ist er hier für einen sterblichen Zeugen sichtbar, der von ihm berichtet. Auch Jesus strahlt blendend hell, ähnlich dem Strahlen auf dem Berg der Verklärung, wo er kurz vor der Kreuzigung seine Herrlichkeit offenbarte. Es war wie ein prophetisches Teleskop, bekräftigt durch fünf irdische (5) Zeugen.

Die hebräische Vorstellung, dass das Göttliche im Buchstaben Aleph (mit der Bedeutung „eins“) vertreten ist, impliziert, dass Gott als Schöpfer seine gesamte Schöpfung trägt und zusammenhält (s. Kolosser 1:17). Auf geheimnisvolle Weise ist die unsichtbare Energie des einen Gottes in jedem Element, Molekül, Atom, ja in der subatomaren Struktur der gesamten stofflichen Schöpfung enthalten, wobei Er unverändert seine Gottheit als Person des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes aufrecht erhält. Das Aleph (1, „der Eine“) schuf Beth (2, „Haus“ oder „Erschaffung“), was sich auf die von sterblichen Menschen und Engelwesen bevölkerte Daleth-Dimension ausweitete. Doch Daleth besteht bloß vorübergehend und wird in Taw (=400) enden. Was kommt als Nächstes? Die alte Weltordnung nach der alten Leier?

Nein! Die alte, voradamitische Himmelsordnung wurde ja auch auf den Kopf gestellt. Aus der vorhandenen Beziehung zwischen Daleth und He stiftet Gott nun ein neues Zeitalter (4+5=9, Teth), welches vom künftigen Jod-Zeitalter (2x5=10), der „zweiten Geburt” eines neuen Himmels und einer neuen Erde mit neuartigen Lebewesen kündet. Da die alte Ordnung gestört ist, muss sie zusammen mit dem alten System sterben. Aufgrund ihrer Fehlfunktion büßte sie ihre Unendlichkeit ein und war fortan unfähig, ihre ewige Bestimmung zu erreichen. Daher existiert sie noch eine Zeitlang weiter in diesem gebrochenen, rebellischen Zustand, bis es Zeit ist für die Niederkunft des Gottesreiches.

Seit seiner Auferstehung ist Jesus Christus, den der Apostel Paulus mit Recht als den „Zweiten Adam“ bezeichnet, eine total neue Schöpfungs- Auffassung, nicht mehr bestehend aus dem Stoff der Beth-, sondern der Jod-Welt. Nur das Zahlensystem des hebräischen Alphabets bietet uns eine angemessene Analogie, dank der wir die Sache trotz unseres beschränkten Auffassungsvermögens begreifen können. Unsere gegenwärtige Wirklichkeit liefert keinerlei Vergleichsmöglichkeiten, außer einem matten Spiegelbild, das für die letzten Tage verheißene Weise (Daniel 12:10) annähernd zu entschlüsseln bestrebt sind.

In Jod (10) wird Beth (2) auf 10+2=12 erhoben, was bedeutet, dass der einst unsichtbare Gott sichtbar wird – unvorstellbar für Engel. Vergessen Sie nicht: 10 ist das Vielfache (eine höhere Ebene) von 1, des „Einen“, der über den Umweg durch die Daleth-Dimension nun zu Jod wird, der “ruhenden Hand”. Auf höherer Ebene werden wir jedoch niemals wieder die Erschaffung einer Daleth-Dimension erleben, da ihre “Immunisierungs-Lektionen” unter Leid und Schmerzen in die rechtschaffene Natur der nunmehr in Jod geborenen Heiligen inkorporiert wurde. Nur so kann Gott verhindern, dass in Zukunft je wieder Böses geboren wird, wie es der Himmel unter Luzifers Meuterei erleiden musste. Aus diesem Grunde kam es überhaupt zur Erschaffung der Daleth-Dimension. So haben wir also 10+2=12, was der „vollkommenen Regierung“ entspricht aber in ein höheren Beth-Haus.

Die einstige Regierung in der He-Dimension versagte, und Gott, der Unsichtbare, wird nun sichtbar, was die Lösung für eine bessere Regierung darstellt. Jod bedeutet: wir sehen nun die Wundmale an seinen Händen, fortan erhoben und ruhend. Diese Wundmale werden uns auf ewig an seine große Liebe zu uns erinnern. Er zahlte einen hohen Preis für unsere Erlösung, auf dass wir als getreue Heilige ewig leben dürften. Das Band der Liebe ist die einzige Gewähr für eine Gemeinschaft, die für immer ohne Rebellion auskommen will. Die auferstandenen Heiligen werden Ihn ewig lieben, ehren und anbeten, so dass das All wieder richtig funktioniert, zum Nutzen aller Lebewesen im Kosmos.

Nun zurück zum kläglichen Erdendasein! Die Apokalypse wird für alle eine sehr schwere Zeit sein. Für die Verlorenen wird sie bedeuten, dass sie der grausamen Tyrannei des Teufels schutzlos ausgeliefert sind und letzten Endes mit ihm im Feuersee vernichtet werden. Wenn Sie den Teufel fürchten oder hoch halten, werden Sie wie er unverbesserlich böse werden. Wenn Sie Jesus ehren und dienen, der jetzt der sichtbare Gott des Alls ist, werden Sie wie er heilig und vollkommen werden.

Jesus starb für uns, auf dass wir durch den Glauben das ewige Leben ererbten. Über diesen herrlichen Segen hinaus garantiert er uns Freiheit von Schmerz, Tränen und Krankheit. Der Tag kommt, wenn alles Frühere für immer vergangen sein wird. Stattdessen erwarten uns herrliche Wohnstätten an himmlischen Örtern, so schön und festlich, dass es die menschliche Vorstellungskraft sprengt. Die Erlösten werden gesunde, konfliktfreie Beziehungen miteinander pflegen, nur viel vollkommener, als wir sie heute von wahren Freundschaften und liebevollen Familien her kennen. Besser können Sie es gar nicht haben. Seien Sie also nicht so dumm, diese einzigartige Gelegenheit zu verpassen! Packen Sie sie beim Schopf, nehmen Sie Gottes Gnadengeschenk an und zögern Sie keine Minute länger, sein Kind zu werden!

Es steht in Ihrer Macht, sich für Ihren zweiten Geburtstag Schmetterlingsflügel wachsen zu lassen. Es ist immer noch Zeit, umzukehren und die Gute Nachricht des Evangeliums anzunehmen. Ich habe in meinem Leben viele Menschen gekannt, die am Morgen noch aufstanden und zur Arbeit gingen, aber abends nicht mehr zurückkamen. Sie sind im nächsten bewussten Moment dort aufgewacht, wo sie sein wollten. Vielleicht als Schmetterling auf einer herrlich grünen Blumenwiese, oder als Gefangener in der äußeren Finsternis, wo Heulen und Zähneklappern herrscht ob dem unerträglichen Schmerz, alles verloren zu haben. Ich werde einmal bei meinem Erlöser sein. Das ist die bessere Wahl. Kein Theologe wird Sie so unverblümt mit diesen harten Tatsachen konfrontieren. Damit beschließe ich mein Plädoyer.

Der Daleth- und He-Dimension auf der Spur: 

das Geheimnis des Rosetta-Steins

An dieser Stelle ist wohl wieder einmal der Augenblick für einen kurzen Gesamtüberblick gekommen. Es gab einmal eine Epoche – Zeit ist dort nicht vorhanden – da lebten in der himmlischen He-Welt Luzifer und alle Engel noch in Frieden und Einklang mit Gott. Doch irgendwann gewann der Stolz in Luzifer die Oberhand, und er stellte sich in offener Rebellion gegen Gott. Es gelang diesem Erzengel, der heute als Satan bekannt ist, bis zu einem Drittel aller Engel dazu zu bewegen, sich seinem Aufstand anzuschließen.

Ihre Aufsässigkeit bewies, dass geschaffenen “Söhnen Gottes” (Engeln, Hiob 38:7) weder unendliche Macht noch unsterbliches Leben anvertraut werden konnte. Daher setzte der Vater Seinen Plan in Kraft, sterbliche Wesen zu schaffen, die zu geborenen Söhnen Gottes werden konnten. So erschuf Gott die stoffliche Dimension der Zeitlichkeit – Daleth, diese Welt und diese Zeit – als Heim und Bühne für Seine neu erschaffenen Wesen. Erforderlich war ein zeitgebundenes Universum für sterbliche Menschen, damit sie darin sterben und vergehen könnten, ohne die Macht zu einem erfolgreichen Aufstand besessen zu haben.

Wie in meinem ersten Buch berichtet, wurden Adam und Eva im Garten Eden erschaffen, in dem die Daleth- und die He-Welt aufeinander trafen. Um die größtmögliche Zahl von Menschen zu erretten, setzte Gott einen Plan in Kraft, der über Tausende von Jahren wirksam und letztlich nur von Ihm allein abhängig sein würde.

Der Hauptaspekt von Gottes Plan war, für ein Medium zu sorgen, mit Hilfe dessen spirituelle Söhne vom Wesen des ewigen Heiligen Geistes geboren und mit einem beständigen Charakter versehen werden könnten, der Seinem eigenen Wesen und Seinem eigenen Verständnis von Liebe entsprechen würde. Da geborene Söhne ebenfalls von göttlichem Wesen wären, würden sie niemals rebellieren – im Unterschied zu geschaffenen Engeln.

Gott hat für Sein Vorhaben – von der Schöpfung an, über mehrfach vertraglich bekräftigte Versprechen, zahllose Aufstände und immer neue Zerstörung, bis hin zum Zeitalter der Wiederherstellung – 7000 Jahre vorgesehen. Zuerst sandte Er die Propheten (1), dann den GottSohn Jesus Christus in einer Menschenhülle mit seinen Botschaften zu Leben und Tod, Fluch und Segen, Hoffnung und ewig währende Bestrafung (2). Er versuchte, uns mit Hilfe von Spiegelbildern in der materiellen Daleth-Welt die ewige spirituelle Wirklichkeit der He-Dimension zu vermitteln (3). Als weitere Zeugen nahm er sich den Tempel (4) und schließlich die Zeit selbst (5). Wieder haben wir es mit fünf (5) Zeugen aus der He-Dimension zu tun.

Wie ein Uhrmacher ein regulierendes Werk in eine Uhr einbaut, so hat Gott, entsprechend den vorgegebenen Parallelen zwischen der Daleth- und der He-Dimension, auf den Zahlen Sieben und Fünf basierende Phasen und Zyklen geschaffen. Diese Phasen haben die zeitliche Abfolge von Schlüsselereignissen – meinen Bahnstationen – im Verlauf des Schienenstrangs bestimmt, welcher Gottes 7000-Jahres-Plan von Prophezeiungen bildet, der inzwischen Wirklichkeit geworden ist. Auf diese Weise ist die Geschichte der Menschheit in 12 Zyklen mit drei Übergangsphasen unterteilt. Die Zyklen sind mit Bedacht nach dem Rosetta-Stein im Verhältnis 7:5 gegliedert, um die Glaubwürdigkeit von Gottes Versprechungen zu bezeugen. Es gibt sieben Zyklen bis zur Zerstörung des Ersten Tempels, denen sich eine 70-jährige Sabbat-Übergangsphase für die Daleth-Welt anschließt.

Den anschließenden fünf Zyklen folgt eine 50-jährige Jubeljahres-Übergangszeit der gnädigen Vergebung für die He-Welt. Während dieser 50-Jahres-Phase (auf Erden) tobt im Himmel der Krieg. Diese himmlische Apokalypse endet am 21. Dezember 2012 mit der Vertreibung Satans und seiner Engelheere aus dem Himmel und ihrer Verbannung auf die Erde. Zu diesem Zeitpunkt werden sie völlig aus dem Universum beseitigt sein. Und von dem Tag an wird der Himmel gänzlich von Widerstand und jeglicher negativen Haltung geläutert sein. Satan wird dann die Getreuen nicht mehr anklagen oder Gott die vielfachen Sünden der Menschheit vor Augen halten können.

Im Anschluß an diese Jubeljahr-Phase auf der Erde setzt das Millennium mit der Wiederherstellung des tausendjährigen Gottesreichs ein, was die Daleth- und die He-Welt zusammenführt – als Endstation der beiden Schienenstränge. Etwas Wesentliches wird sich nun verändert haben: Satan wird nicht mehr anwesend sein, denn er ist in der höllischen Unterwelt in Ketten gelegt.

Will man beim Bild vom Bahngleis bleiben, so entspricht die erste Schiene der Perspektive der auf die Zahl sieben gegründeten Daleth-Welt und die zweite der auf der Fünf fußenden He-Welt. Diese Parallelität zieht sich durch die ganze Bibel: Israel auf der einen, die christliche Kirche auf der anderen Seite, die Priesterschaft der Leviten gegenüber jener Melchisedeks, das vergängliche Königtum der leiblichen Abkömmlinge der Linie Davids, und da der messianische, spirituelle Nachkomme (Jesus), ein wahrhaftiger Mensch, welcher ganz und gar und in jedem Augenblick Gottes Vorstellungen entspricht. Da Jesus auch ein biologisch leiblicher Nachfahre König Davids war, können während der tausendjährigen Herrschaft des spirituellen Königreichs Gottes über die natürliche Erde und menschliche Rasse, wenn die Bahnschiene ihr vorbestimmtes Ziel erreicht, beide Naturen Jesu zu einem einzigen König der Könige verschmelzen.

Für jedes Geleise gab es in der Geschichte eine Zeit, in der es im Rahmen dieses Plans in den Mittelpunkt rückte: Die erste Schiene während der sieben Zyklen, die mit der Zerstörung des Ersten Tempels ihren Abschluß fanden, der zweite während der fünf Zyklen, die 1967 endeten. Vielleicht besteht hier eine weitere Verbindung zu der 50-jährigen Jubeljahr-Phase, die 1968 begonnen hat. Das würde sich mit dem decken, was viele Beobachter über den Verlust der christlichen Kirchen an Bedeutung und Einfluß in unserer Kultur feststellen konnten.

Im Grunde, so hat eine Vielzahl von Autoren und Kommentatoren bemerkt, hat sich die Christenheit dermaßen verweltlicht, dass das Christentum in den Jahren seit 1968 im wohlhabenden westlichen Europa und in Amerika viel von seiner spirituellen Kraft verloren hat. Sie ist so weit gekommen, dass Gott erklärt: „Weil du weder warm noch kalt bist, will ich dich ausspeien aus meinem Munde“.

Der seither zu beobachtende Niedergang der Kirche ist schon vor über 1900 Jahren vorhergesagt worden (Offenbarung 3:16-19). Eine so geartete Kirche kann dem heiligen Anspruch Gottes nicht mehr genügen: sie vermischt Wohlstand und Materialismus mit Spiritualität. Sie unterwirft sich nicht der göttlichen Macht. Viele Christen bedürfen der Läuterung, um bereit zu sein für ihre ewige Bestimmung. Ihr immer währendes Hoffen besteht darin, die zeitlich begrenzten reinigenden Flammen der Apokalypse erfolgreich zu überstehen, in denen das spirituelle Gold gewonnen wird und die wertlosen Bestandteile vom reinen Metall getrennt werden. Beim Schmelzen werden die Verunreinigungen abgesondert. Sie bilden sodann einen Schaum, der an der Oberfläche treibt, wo er abgebrannt werden kann und dann das pure Gold des rechtschaffenen Charakters übrig läßt.

Interessanterweise war das Jahr 1968 auch Zeuge des urplötzlichen entstehenden messianischen Judentums. In diesem Zusammenhang war unter den Juden eine starke Hinwendung zum Glauben an Jesus Christus zu verzeichnen, an Jeschua ha-Maschiach ben David (Jesus der Messias, Sohn Davids), wie sie ihn bezeichnen. Der Prozeß ist noch im Gange. Gott hat gelobt, ganz Israel zu erretten, und Israel wird als erste aller Nationen Seine ganze Liebe und all Seinen Segen erhalten – nach der Großen Apokalypse!

 

Fred Bock and Bryan J. Leech, Hymns for the Family of God, Brentwood Benson Music (Nashville TN: Paragon Associates, Inc., 1976), 374.

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Kapitelübersicht: Geheimnis von Tammus 17
Eine unentbehrliche Einfurung
Vorwort:
Warum zwei getrennte Bücher?

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