Geheimnis von Tammus 17

  Entdeckung und Datierung der biblischen Apokalypse 2008 - 2015

Kapitel 6

Was hat es mit den Kuckucksuhr-Zahnrädern auf sich?

 

Hebräische Zahlen & Zahlenverhältnisse erklären
Kalender-Zyklen und wiederkehrende Phasen
Was ist ein hebräisches „Kalendergetriebe“?
Warum ist es so wichtig?

 

Abschnittsverweise für dieses Kapitel:

Klicken Sie auf eine beliebige Überschrift Ihres Interesses, und Sie werden zum entsprechenden Textabschnitt gelotst.
Erfordert freien Adobe Reader.

Darstellung meiner Methode und Analysetechnik

Und ich hörte es, aber ich verstand es nicht; und ich sprach: Mein Herr, was wird der Ausgang von diesem sein?

Und er sprach: Gehe hin, Daniel; denn die Worte sollen verschlossen und versiegelt sein bis zur Zeit des Endes.

Viele werden sich reinigen und weiß machen und läutern, aber die Gottlosen werden gottlos handeln; und keine der Gottlosen werden es verstehen, die Verständigen aber werden es verstehen. (Daniel 12:8-10 UELB)

Viele Christen reagieren, wenn es um die „Datierung“ der Apokalypse geht, sofort mit der Feststellung: „Niemand kennt den Zeitpunkt!“ Damit wollen sie im Grunde genommen ihre überlegene Kenntnis der Bibel zum Ausdruck bringen und jegliche Erwägung, das Jüngste Gericht könnte greifbar nahe sein, von der Hand weisen. Es kann sich auch um eine wohlfeile Entschuldigung für geistige Trägheit handeln, um ein typisches Anzeichen mangelnder Offenheit, es kann aber auch ein Hinweis darauf sein, daß Gott, Bibel und Glaube ohne wahre Bedeutung für sie sind. Sie stellen damit das Hinweisschild auf: „Stört mich nicht meiner Bequemlichkeit! Ich habe mein Leben mit viel Mühe und Entbehrung aufgebaut, habe Schulden zu bezahlen und eine Familie zu ernähren.“

Zu Beginn meines Bibelstudiums habe ich mich oft gefragt, warum der Apostel Thomas solche Zweifel hegte, als die anderen Jünger und die Frauen ihm berichteten, das Gartengrab sei leer und Jesus sei von den Toten auferstanden. Schließlich war er doch drei Jahre lang mit Jesus unterwegs gewesen und Zeuge vieler Wunder geworden. Bei Totenerweckungen war er dabei gewesen, bei allerlei Wunderheilungen an Hunderten von Unheilbaren und auch bei der göttlichen Machterweisung über dem Sturm auf dem See Genezareth. Darüber hinaus war er täglich in den Genuß von Erläuterungen zur Thora und den Schriften der Propheten gekommen. Er hatte eindringliche Anleitungen zur Versenkung in Gott gehört und dabei dem größten Lehrer gelauscht, der je gelebt hat.

Dann ist da noch die Geschichte von Petrus, der sich gern als „bester Freund“ Jesu ausgab. Eine Woche vor der Kreuzigung verkündet Petrus lautstark: „Ich würde für dich sterben!“ Doch nach Jesu Gefangennahme ist es Petrus, der Christus zwar folgt, ihn aber dreimal verleugnet, bevor er dann ganz davon läuft, um sich mit den anderen zu verstecken.

Fünfhundert Jahre vor der Kreuzigung erhielt der Prophet Daniel seine umfangreiche Visionen über die Zukunft Israels. Bei diesen Offenbarungen handelt es sich um einige der letzten und wichtigsten Prophezeiungen der hebräischen Bibel. Ihre Gültigkeit und große Bedeutung werden dadurch noch hervorgehoben, daß Jesus sie häufig zitierte.

Am Ende seines Buchs fragt Daniel den Engel des Herrn, der ihm erschienen ist, verdrießlich: „Mein Herr, was wird das Letzte davon sein?“ (Daniel 12:8). Der Engel antwortet Daniel, daß er sich nicht darum sorgen solle; denn was er in seinen Visionen gesehen habe, würde erst lange nach seinem Leben geschehen. Genau gesagt heißt es im 9. Vers: „...denn es ist verborgen und versiegelt bis auf die letzte Zeit.“ Im darauf folgenden Vers verkündet der Engel: „...alle Gottlosen werden's nicht verstehen, aber die Verständigen werden es verstehen.“

Ich möchte nicht diejenigen Christen, welche die Bedeutung des Studiums der Apokalypse herunterspielen, „gottlos“ nennen, ich kann sie aber auch nicht – im Sinne der an Daniel gerichteten Worte des Engels – als „verständig“ bezeichnen. Ich glaube eher, daß viele Christen tief im Inneren zweifeln – wie einst Thomas. Nicht nur, daß sie unsicher sind hinsichtlich dessen, was sie glauben; sie handeln auch in vielfältiger Weise wie Ungläubige. Solch weltliches Gehabe erscheint mir als weiterer Hinweis dafür, daß das Leben der meisten Christen im Kern von Zweifeln bestimmt ist statt vom Glauben.

Hier sind Sie gefordert als Leser dieses Buchs! Uns allen stehen verschiedene Möglichkeiten des Handelns zu Gebote, und es ist uns freigestellt, zwischen ihnen zu wählen. Entweder streben wir danach, „verständig“ zu werden im Sinne Gottes und Seiner Prophezeiungen, oder aber unser Glaube orientiert sich weiterhin an den althergebrachten kirchlichen Traditionen. Die meisten Lebensentscheidungen werden entweder passiv oder in einer Ausweichhaltung getroffen, d.h. die Menschen gehen der Auseinandersetzung mit schwierigen Themen aus dem Weg. Kaum jemand stellt sich und seine Überzeugungen je in Frage, deshalb ist der „Glaube“ vieler Menschen auch schal und langweilig. Die Wirklichkeit der Daleth-Dimension, „dieser Welt und Zeit“, ist für sie realer als die He-Wirklichkeit der Ewigkeit.

Wer eine der anerkannten Fachhochschulen oder Universitäten absolviert hat oder an einer dieser Institutionen arbeitet, ist in der dort herrschenden Freiheit sicher mehreren ganz unterschiedlichen Sichtweisen begegnet. In meinen Büchern begegnen Sie jedoch völlig anders gearteten Denkweisen. Wir sind jetzt an dem Punkt angelangt, da ich ausführlich erklären werde, wie ich zu den Schlußfolgerungen kam, die ich so kühn vertrete. Ja, ich vertrete sie mit Kühnheit, obgleich ich doch genau weiß, daß ich nichts weiter bin als ein sterblicher Mensch und deshalb mit der einen oder anderen Ansicht irren mag. Sollte dem so sein, will ich demütig genug sein, mich durch ihre Veröffentlichung dem Spott des gelehrten Establishments auszusetzen.

Mancher Leser mag mein Selbstbewußtsein und meine eigenwillige Denkweise als Kampfansage an die Welt auffassen. Wenn wir uns allerdings einig sind, daß die Bibel das Wort Gottes ist, können wir es uns schlicht nicht leisten, sie unbeachtet lassen. Sonst müßten wir uns noch zu einer Selbsthilfegruppe mit dem Namen „Anonyme ungläubige Thomasse“ zusammenschließen! Muß ich denn nicht, wenn ich vor einem brennenden Haus stehe, wenigstens den Versuch unternehmen, Menschen zu retten? Soll ich etwa zuwarten, bis die offizielle Feuerwehr endlich aufkreuzt?

Abgesehen davon, daß Sie meine Argumentation allenfalls deshalb verwerfen, weil Sie die Autorität der christlichen Heiligen Schrift bezweifeln, kann dieses Buch wohl auch nicht viel daran ändern, wie Sie gerade denken. Es kann Ihre Einstellung zu diesem Thema oder in Ihrer künftigen Haltung gegenüber dem Schöpfer und bald erscheinenden Richter nur kaum beeinflussen, sei es in Richtung Glauben oder Unglauben.

Dennoch hoffe ich natürlich, daß Sie auf meine Beweisführung eingehen. Denn Gott wird insgeheim durch Sein erleuchtetes Wort zu Ihrem Geist sprechen, so daß Sie sich vielleicht fragen: „Gehöre ich zum Kreis der Verständigen?“ Fällt die Antwort positiv aus, so werden Sie die Endzeit, die letzten Tage, ohne Schwierigkeiten erkennen. Natürlich gibt es auch den oben erwähnten AUT-Verein (der anonyme ungläubigen Thomasse). Es bedarf keiner besonderen Bemühungen, ihm beizutreten, und es gibt dabei nichts zu gewinnen oder zu verlieren. Sie laufen so aber Gefahr, im Feuer zu enden, so wie es die Bibel voraussagt.

Glauben Sie mir, diese Bücher zu schreiben, stellte für mich eine außerordentliche Herausforderung dar. Zum Glück gibt es Leute, die auf dem Gebiet über eine größere Begabung verfügen als ich. Ohne die Hilfe von fachkundigen Freunde würde ich mich immer noch mit diesem Werk herumplagen. Möglicherweise hätte ich es gar nie zu Ende gebracht!

Zyklen und Zeitkonstanten: Zwölf Zyklen

Das Aussehen der Räder und ihre Arbeit war wie der Anblick eines Chrysoliths, und die vier hatten einerlei Gestalt; und ihr Aussehen und ihre Arbeit war, wie wenn ein Rad inmitten eines Rades wäre. (Hesekiel 1:16 UELB)

Sie erhalten jetzt eine Einführung in die Funktionsweise des Getriebes der Kuckucksuhr. Als Uhrmacher aus Deutschland vergleiche ich Gottes Plan für die Menschheit mit der mir vertrauten Kuckucksuhr. Darin befinden sich eine Anzahl von Rädchen unterschiedlicher Größe. In der richtigen Anordnung bewegen die Rädchen sowohl die beiden Zeiger auf dem Zifferblatt als auch den Kuckuck.

Zeitphasen der Kuckucksuhr

In einer Kuckucksuhr sind diese verschieden großen Rädchen so gestaltet, daß sie ineinander greifen und die Zeiger so bewegen, daß sie präzise jeden Augenblick der ablaufenden Zeit anzeigen. Die Rädchen sorgen auch dafür, daß der Kuckuck sich zeigt, um die halben Stunden mit einem Kuckucksruf und die vollen Stunden mit der jeweils der Uhrzeit entsprechenden Zahl von Rufen zu verkünden.

Gott, der Meisterkonstrukteur, zeigt auf ähnliche Weise den Ablauf der Menschheitsgeschichte an. Das Universum wird von einer kosmischen Uhr bewegt, die ebenfalls über ein Getriebe verfügt. Wenn wir verstehen, wie diese Räder ineinander greifen, gewinnen wir einen Einblick in die biblischen Prophezeiungen bezüglich des zeitlichen Verlaufs der Apokalypse, die Gottes unwiderrufliche Antwort auf das Dilemma der Weltpolitik des 21. Jahrhunderts darstellt.

Wenn wir verstehen, wie Gottes Uhr funktioniert, können wir die Daten der Apokalypse relativ zuverlässig durch Berechnung ermitteln. Die Apokalypse entspricht dem „Mittag“ der Geschichte, also dem Zeitpunkt, da der Kuckuck sich zwölfmal zeigt. Überall auf der Erde wollen die Menschen wissen, wann das „Ende der Welt“ bevorsteht – das gilt auch für die weltlich orientierten und gebildeten unter ihnen.

Will man versuchen, das chronologische Räderwerk der Bibel zu erklären, so muß man mit der Geschichte der Menschheit aus Gottes Sicht vom Anfang der Zeit beginnen. Deshalb werden nun zunächst die Rädchen vom kleinsten bis zum größten hin beschrieben. Jedes hat seine Aufgabe und seinen Platz in dem Mechanismus, der durch die Entfaltung von Gottes Plan für die Menschheit die Zeit anzeigt. Das Kapitel 10 im ersten Buch, Prophezeiung der Apokalypse, enthält eine detaillierte Darstellung der Weltkuckucksuhr.

Gott hat Seine Fahrpläne für die verschiedenen Stationen Seines Vorhabens in der He-Dimension des uns unzugänglichen Waw-Zeitalters entworfen. Dieser ursprüngliche Zeitplan stimmte mit der kosmischen Uhr unseres Sonnensystems überein. Ursprünglich brauchte die Erde 360 Tage, um ihren jährlichen Umlauf um die Sonne zu vollenden, der Mond legte seinen Weg um die Erde in einem dreißigtägigen Monatsrhythmus zurück. Das erklärt, warum die alten Kalender der Ägypter und Babylonier auf Jahren von 360 Tagen basieren.

Die Erde wurde vermutlich im Zusammenhang mit der Katastrophe der Sintflut im Jahr 2288 v. Chr. von einem Asteroiden getroffen. Dieses ist unter anderem der Grund dafür, daß ihr Lauf um die Sonne sich um 5¼ Tage pro Jahr verlangsamt hat, so daß das Sonnenjahr nun aus 365,24 Tagen besteht. Unser neuzeitlicher weltlicher Kalender basiert auf dem römischen Kalender von Julius Cäsar und der auf ihm basierenden Fassung von Papst Gregor, die beide auf diesem 365,24-Tage-Jahr fußen.

Die Chronologie der alten Bibelprophezeiungen baut normalerweise auf einem 360-Tage Jahr auf. Ein Grund hierfür ist darin zu suchen, daß der ursprüngliche Zeitplan in einer Periode entstand, da dieses Jahr Grundlage der Zeitmessung war. Ein anderer könnte in der Tatsache liegen, daß die dem Zahlensystem des hebräischen Alphabets zugrunde liegende Harmonie sich in das System dieser Weltuhr der Zeit vor der Sintflut integriert. So sind in der Bibel Gottes ursprüngliche Aufstellung über die Bahnstationen und auch die Fahrpläne aus dem Blickwinkel der He-Dimension dargestellt. Der Zeitplan umfaßt 7000 Jahre in der biblischen Prophezeiung.

Daniel benutzte in seinen Weissagungen das biblische 360-Tage-Jahr der He-Perspektive, Johannes hingegen legte das aus 365,24 Tagen bestehende Sonnenjahr zugrunde, als er mehr als 500 Jahre später das Buch der Offenbarung schrieb. Verwirrung entsteht da, wo die Offenbarung sich auf Daniels Prophezeiungen bezieht, die sie in den Ergänzungen zu der prophetischen Erzählung verwendet und weiterentwickelt. So basiert die Gleichsetzung von 1260 Tagen = 42 Monate = 3½ „Zeiten“ auf demselben prophetischen 360-Tage-Kalender, der auch die Grundlage von Daniels Prophezeiungen bildet. Ansonsten jedoch bediente sich Johannes bei seiner Betrachtung der im Zeitplan für die Zukunft vorausgesagten Ereignisse des 365,24 Tage umfassenden Sonnenjahres. Johannes überlässt uns also einen Packen vermischter chronologischer Systeme, die zu verwechseln wir uns hüten müssen. Zum Glück hilft uns der Rosetta-Stein in Form des Verhältnisses von 7:5, das Ergebnis unserer Analyse durch eine Gegenprobe abzusichern.

Um dem Leser diese beiden unterschiedlichen Sichtweisen bei der Zeitmessung verständlich zu machen, habe ich das Getriebe der Welt-Kuckucksuhr eingeführt. Es funktioniert nur, wenn die Rädchen einwandfrei ineinander greifen. Ist das aber der Fall, so bieten sich uns zahlreiche systemimmanente Möglichkeiten der Überprüfung. Da die Grundlage von fast sechstausendjähriger Menschheitsgeschichte, welche die Erfüllung von Gottes Plan darstellt, uns eine günstige Ausgangsposition für unsere Arbeit bietet, können wir uns von dem, was vor uns liegt, ein genaueres Bild machen. Das erspart es uns jedoch nicht, unsere Ergebnisse immer wieder anhand des Eisenbahnplans aus Gottes Perspektive zu überprüfen. Seien Sie sich beim Weiterlesen immer dieser beiden verschiedenen Systeme der Jahreszählung bewusst.

Die Kuckucksuhr wechselt ständig zwischen den beiden Verfahren der Zeitmessung ab. Sie benutzt gleichzeitig zwei miteinander verzahnte Getriebe und vermittelt uns so eine Vorstellung davon, wann die geplanten Bahnstationen der He-Dimension in Gestalt erfüllter vorhergesagter Ereignisse in der stofflichen Wirklichkeit der Daleth-Dimension „dieser Welt und Zeit“ erscheinen. Einige der Entsprechungen oder Übereinstimmungen setzen die zeitlichen Relationen innerhalb des biblisch-prophetischen Jahres mit denen innerhalb des Sonnenjahres gleich, weil wir nach einer augenfälligen Übereinstimmung von ähnlichen Ereignissen suchen. Ebenso können Räder gleicher Größe (Räder, die zum Beispiel 40, 50 oder 64 Jahren entsprechen) in beiden Systemen erscheinen. Die Größe der Räder läßt keinerlei Schlüsse darauf zu, welcher Dimension sie angehören.

7000 Jahre Menschheitsgeschichte

Ich beginne meine Erklärungen mit der 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte, die auf dem babylonischen oder bibelprophetischen Jahr von 360 Tagen basiert. Unser neuzeitliches weltliches Jahr zählt 365,24 Tage. Um das hebräische Jahr unserem heutigen Kalender anzupassen, teilen wir 365,24 durch 360 und erhalten so einen Umrechnungsfaktor von 1,0145. Eine andere Möglichkeit besteht darin, zu jedem 490-Jahre-Zyklus 7, 105 Jahre hinzuzuzählen. Ich bediene mich gerne des Umrechnungsfaktors 1,0145.

7000-Jahre Tabelle

Die meisten Zeitangaben dieser Tabelle basieren auf dem prophetischen Kalender der Bibel, dessen Jahre meist 360 Tage umfassen. Die Tabelle weist zwölf mit den Zahlen 1 – 12 bezeichnete jüdische Zyklen (70 x 7 = 490 biblische Jahre) der Menschheitsgeschichte auf und drei durch Namen gekennzeichnete Zeitphasen, die in unserem heutigen Jahr des Sonnenkalenders erscheinen. Die Geschichte der Menschheit hat Berührungsflächen mit Gott durch Sein erwähltes Volk, Israel. Die Geschichte dieses Volkes – insbesondere die Geschichte des Tempels von Israel in Jerusalem – liefert uns den Zeitmesser für Gottes Plan für die Menschheit. Man muß also immer den Tempel in Jerusalem vor Augen haben, um die Stellen zu finden, an denen die Räder der Kuckucksuhr ineinander greifen.

Der hebräische Kalender und die jüdischen Zeitzyklen beruhen auf einem Siebenersystem. Abgesehen davon, daß der hebräische Kalender auf einer Sieben-Tage-Woche und Mond-Monaten von 29 bis 30 Tagen fußt, weiß jeder, der sich über eine längere Zeit mit der Bibel beschäftigt hat, daß bestimmte Zahlen regelmäßig in den sechsundsechzig Büchern der Bibel auftauchen: Zahlen wie 3, 12 und 50 oder Maßeinheiten wie „Zeiten“ (jegliche Zeiteinheit: eine Woche, ein Monat, ein Jahr oder tausend Jahre), Generationen (40 Jahre) und festgesetzte Zeiten (heb. ~yd[wm mo’adim) sowie astronomische Konjunktionen wie die bekannten Mondzyklen, die jeweils den Beginn der hebräischen Monate und die höchsten Feiertage anzeigen.

Die siebte Position ist in dem auf der Sieben basierenden System immer die wichtigste, weil sie an den Sabbat erinnert, den siebten Tag der Woche. Seit Jahrhunderten sind die Theologen davon überzeugt, daß die Sieben-Tage-Woche den gesamten Zeitraum der menschlichen Geschichte darstellt. Viele von ihnen sind zu dem Schluß gelangt, Gott habe uns eine Woche von Eintausend-Jahre-Tagen beschert – alles in allem 7000 Jahre (Psalm 90:4; 2.Petrus 3:8.

Somit erinnert der Sabbat an die Schöpfung und an die Errettung; er vermittelt uns ein Bild von der kommenden tausendjährigen Wiederherstellung Israels unter der Herrschaft von Gottes eingesetztem Messias (Jesus/Jeschua). Er ruft uns auch ins Gedächtnis, daß uns Gottes Erlösung ohne unser Zutun zuteil wird – da, wo der menschliche Geist in Ergebenheit und Glauben ruht (Exodus 20:8-11; Deuteronomium 5:13-15; Epheser 2:8-12).

Als ich Forschungen über die Zeit vor der Sintflut anstellte, erregte eine Periode von 1715 Jahren meine Aufmerksamkeit, die in dem 1995 veröffentlichten Buch „Wall Chart of the World“ erwähnt wird. Dieses Buch gibt acht verschiedene Daten als die Zeit an, in der die Sintflut stattgefunden haben könnte. Jedes davon ist einer anderen Quelle entnommen. Das Jahr, von dem man annimmt, daß es auf hebräische Quellen zurückgeht, ist 2288 v.Chr.

7000-Jahre - Ara

Wenn wir 1715 Jahre von der Zeit der Sintflut (2288 v.Chr.) rückwärts gehen, gelangen wir zum Jahr 4004 v.Chr., dem Zeitpunkt, da Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden. Ich habe später eine ähnliche Zahl in der aztekischen Kulturgeschichte gefunden. Nach aztekischer Darstellung dauerte die erste Periode der Schöpfung 1716 Jahre.

Zählen wir andererseits vom Jahr der Sintflut (2288 v.Chr.) 3½ Zyklen oder 1715 Jahre weiter in Richtung unserer Zeit, so erreichen wir 573 v.Chr. Das ist in etwa die Zeit, für welche Daniel (aufgrund von Nebukadnezars Traum von einer Statue aus blauem Metall) künftige Königreiche auf Erden voraussagte. Den Traum des Kaisers deutend prophezeite Daniel, daß sich in der Welt vier große Zivilisationen entwickeln würden. Eine weitere würde in Gestalt des fünften Königreichs folgen.

Diese beiden Zyklen von jeweils 1715 Jahren machten mich stutzig, und ich fragte mich: Welche Bedeutung wohnt dieser zeitlichen Symmetrie inne?

Daniel, Johannes und andere Propheten des Alten sowie des Neuen Testaments benutzen häufig den Ausdruck „eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit“ (siehe z.B. Daniel 12:7). Bei der vergleichenden Betrachtung dieser Stelle mit gleich lautenden Angaben von „zweiundvierzig (42) Monaten“ bzw. „1260 Tagen“ sind sich die Gelehrten einig, daß „Zeiten“ hier einem 360 Tage umfassenden prophetischen Jahr entspricht. Ich konnte jedoch keine logische Verbindung zwischen 1715 und 1260 entdecken. Dann aber erinnerte ich mich, daß die Kuckucksuhr verschiedene Getriebe benutzt, um den Lauf der Zeit anzuzeigen.

Der Ausdruck „eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit“ konnte andererseits aber auch bedeuten, daß es sich um drei und einen halben (1+2+½ = 3½) Zyklus irgendeiner Zeiteinheit handelt, die gerade en vogue war. Während ich mich mit der zusammengefassten Darstellung der Menschheitsgeschichte, die uns die Bibel gibt, beschäftigte, stellte ich Experimente mit verschiedenen biblischen Zahlenkombinationen an. So konnte zum Beispiel ein biblischer „Zeit“-Zyklus eine Zeitspanne von 490 Jahren bezeichnen, wenn man das hebräische Kalendersystem der Sieben zugrunde legte (7 x 70 = 490). Das funktionierte. 3½ mit 490 multipliziert ergibt genau 1715.

Dank dieser Entdeckung war es mir möglich, die ersten sieben 490-Jahre-Zyklen meiner 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte zu entwickeln. Diese beiden ersten 1715-Jahre-Phasen sind in der ersten Hälfte der chronologischen Tabelle zu finden: 4068-588 v.Chr., das entspricht 7 x 490 x 1,0145 = 3480 Sonnenjahren.

Ihnen folgt:

Jede geschichtliche Erzählung wird vom Standpunkt der Gegenwart geschrieben. Vom Ereignis her betrachtet geschieht die Berichterstattung allerdings aus der Zukunft. So ist es auch mit dem Jetzt. Am Punkt unserer neuzeitlichen Geschichte, an dem die biblische Geschichte endet, beginnen die Prophezeiungen der Bibel, und beide überschneiden sich mit den realen Ereignissen unserer Daleth-Dimension. Ein Teil dessen, was zur Zeit Daniels noch im Bereich der Prophetie lag, ist heute bereits Geschichte. Geschichte allerdings, die die Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit des Neuen Testaments voraussetzt als wahrer Offenbarung des Gottes Israels. Man muß akzeptieren, daß es Daniels 70-Wochen-Voraussage war, die das Erscheinen Jesu als des erwarteten Messias Israels zur festgesetzten Zeit verkündete. Das bedeutet, daß sich die Prophezeiung Daniels zu einem Teil bewahrheitet hat, ein weiterer Teil aber erst in der Zukunft seine Erfüllung findet.

Um es noch einmal zusammenzufassen: die 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte besteht in Übereinstimmung mit dem Rosetta-Stein-Prinzip des Verhältnisses von 7:5 aus zwölf Zyklen von jeweils 490 Jahren (von 4018 v.Chr. bis 1967 n.Chr.). Ich habe für die Zeit von 588 v.Chr. (dem Jahr der Zerstörung des ersten Tempels) bis 518 v.Chr. eine Sonderphase von 70 Jahren eingeschoben. Zudem habe ich eine 50-Jahre-Phase hinzugefügt, die 1968 beginnt (in dem Jahr, in dem Jerusalem seine Unabhängigkeit von den Nichtjuden erlangte) und 2018 endet. In beiden Fällen dienen sie dazu, Übergangsphasen in Gottes Verhältnis zu Israel und der Menschheit zu kennzeichnen. Zu diesen Übergangsphasen gebe ich zu später noch genauere Erläuterungen. Für den Moment genügt es, sich vor Augen zu halten, daß auch diese beiden zusätzlichen Zeitperioden – eine von siebzig (70) und eine von fünfzig (50) Jahren – dem Rosetta-Stein-Verhältnis von 7:5 entsprechen müssen. Auch sie wurden ins Getriebe der Weltkuckucksuhr eingebaut (siehe erstes Buch, Prophezeiung der Apokalypse, Kapitel 10).

Zählt man alle diese Zyklen zusammen, so ergeben sich 6068 Sonnenjahre, d.h. 6000 biblische Jahre (6000 x 1,0145 = 6068) für die Zeit von der Erschaffung Adams bis zur Zerstörung der Zweiten Zivilisation am 21. Dezember 2015, zuzüglich einer im Jahr 2017 endenden Phase. Dieses Datum beschließt unser gegenwärtiges (Sajin-) Zeitalter einschließlich des bevorstehenden Cheth-Zeitalters der Apokalypse. Das nachfolgende Teth-Zeitalter oder Millennium stellt eine Epoche von tausend Sonnenjahren künftigen Friedens auf der Erde dar. Diese drei Zeitalter ergeben zusammen die 7000 biblischen Jahre oder 7068 Sonnenjahre, welche die Epochen der Daleth-Dimension des menschlichen Daseins auf der Erde von 4068 v. Chr. bis 3018 n. Chr. in sich schließen. Die Zahl Siebentausend (7000) stellt eine weitere feste Größe innerhalb der Weltkuckucksuhr dar.

Diese beiden Methoden der Zeitmessung finden sich in der 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte wieder.Die linke Spalte zeigt die für die He-Dimension charakteristische Benutzung von biblischen Jahren, die rechte Spalte hingegen die in der Daleth-Dimension gebräuchlichen Sonnenjahre. Beide zählen, von einem gemeinsamen Endpunkt im Jahr 3018 n.Chr. ausgehend, rückwärts. Es ist zu beobachten, daß die letzte Phase in Gestalt des Millenniums bei beiden übereinstimmt – ebenso wie sowohl die Dimensionen des Daleth (4) als auch die des He (5) Bestandteil des Teth-Zeitalters (9) sind (4 + 5 = 9).

Die beiden Verfahren liefern uns Anfangsdaten, die zeitlich auseinander klaffen – als Folge der Auswirkungen der Sintflut. Was das jeweilige Ende anbetrifft, so werde ich später erklären, wieso es für beide unabhängig voneinander im Jahr 3018 ermittelt werden konnte. Das gelang mir, indem ich bei der Berechnung jeweils etwa von der Mitte des gesamten Zeitraums ausgehe.

Gewisse Theologen haben die Theorie aufgestellt, Adam und Eva seien um 4004 v.Chr. erschaffen worden. Meine 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte gibt aberals Datum der Erschaffung Adams das Jahr 4068 v.Chr. an. Der Unterschied zwischen diesen beiden Datierungen beläuft sich auf vierundsechzig (64) Jahre. Wie später festzustellen sein wird, stößt man häufig auf die 64-Jahre-Komponente und die Zahl 64. So taucht ein 64-Tage-Zyklus in der 12. Periode der Apokalypse bei der Ermittlung der während der Mini-Apokalypse stattfindenden Ereignisse auf (siehe Kapitel 4). Ich hoffe sehr, daß diese immer wieder vorkommenden Phasen und Zyklen helfen, das Vertrauen derer zu gewinnen, die diese Seiten lesen.

Innerhalb der 7000 Jahre der Menschheitsgeschichte entdecken wir 7 Bahnstationen, die bedeutsame Ereignisse in der Geschichte der Welt darstellen, verbinden sie doch die Daleth-Dimension mit der He-Dimension. Ihr Zentrum befindet sich im Jahr 518 v. Chr., liegt also 3550 Jahre nach 4068 v. Chr. und 2450 Jahre vor 3018 n. Chr. Im Kapitel 9, in dem es um die Weltkuckucksuhr geht, werde ich noch genauer darauf eingehen.

Der erste Zyklus von Zeitkonstanten beginnt 4068 v. Chr. Jeder dieser Zyklen umfasst 490 Jahre. Damit ist klar erkennbar, daß es 7 Zyklen von je 490 Jahren gibt (= 3430 Jahre); diese multipliziert mit dem Umrechnungsfaktor 1,0145 für Solarjahre = 3480 Jahre. Damit ist man bei der Bahnstation von 588 v.Chr. angelangt und somit bei dem Zeitpunkt, da der Erste Tempel zerstört wurde. Diese Schandtat lebt in der Erinnerung aller Juden fort.

Salomo ließ den schönsten Tempel errichten, der je gebaut wurde. Er verkörperte eines der architektonischen Wunder des Altertums; zugleich stellte er aber auch einen wichtigen zeitlichen Markstein dar: Die Schechina–Herrlichkeit des Gottes Israels kehrte zum Himmel zurück; die Stadt Jerusalem wurde zerstört, und der über die Jahrhunderte hin angesammelte Reichtum in Gestalt von goldenem Gerät und heiligen Gegenständen fiel in die Hände von Räubern. Der größte Teil des jüdischen Volkes wurde nach Babylon verschleppt oder floh ins Exil, um diesem Schicksal zu entgehen.

Die Periode des jüdischen Exils dauerte offiziell 70 Jahre. Die Perser gaben den in Babylon in Verbannung lebenden Juden die Erlaubnis, nach Jerusalem und ins Gelobte Land zurückzukehren; es machten allerdings nicht alle davon Gebrauch. Addiert man diese 70 Jahre zu der Zahl von 588 v.Chr., gelangt man exakt zur Mitte der Menschheitsgeschichte, dem Jahr 518 v.Chr.

Ich habe dann um eine 64-Jahre-Konstante weitergerechnet und bin so zu dem Jahr 454 v.Chr. gelangt, dem Zeitpunkt, zu dem es laut historischer Darstellung einigen zurückgekehrten Vertriebenen unter Esra und Nehemia gestattet wurde, die Mauern Jerusalems wieder zu errichten. Dieses Ereignis nun können wir als den Beginn der Zeitspanne von Daniels 69 Jahr-Wochen (69 x 7 = 483 Jahre) betrachten, die vergehen sollte, bis „ein Gesalbter, ein Fürst“ kommen würde.

Um 483 Jahre von 454 v.Chr. an in der Geschichte weiter voranschreitend finden wir uns im Jahr 29 n.Chr. wieder, der Zeit, da Jesu Christi öffentliches Wirken begann. Johannes der Täufer offenbarte in diesem Jahr, daß Jesus der kommende Messias oder Erlöser war. Die Evangelien berichten, daß eine 3½ Jahre umfassende „halbe Woche“ - bis zum Passahfest im Jahr 33 n.Chr. - verstrich, bis Jesus gekreuzigt wurde und drei Tage später von den Toten auferstand.

Beim Studium der Geschichte fällt uns ein mathematisches Muster auf, das – ähnlich dem Zusammenwirken ineinander greifender Zahnräder – von einem Schlüsseldatum zum nächsten springt. Schauen wir uns das Verhältnis dieser Räder untereinander genauer an, so können wir voraussagen, wann der Kuckuck, der die Apokalypse ansagt, erscheinen wird. Lassen Sie uns nun verstehen lernen, wie diese prophetischen „Zahnräder“ funktionieren, und herausfinden, wie sie richtig zu deuten sind, damit anhand ihrer das Datum der Apokalypse, so wie es Gottes Planung von Anbeginn der Zeit entspricht, ermittelt werden kann.

Zyklen und Zeitkonstanten: 12 Zeitkonstanten

12 Zeitknostanten

Ich bin im Rahmen der 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte auf zwölf besondere Phasen gestoßen. Sieben davon gehören der auf der sieben basierenden Dimension an, fünf wiederum der auf der Fünf gründenden Dimension. Versteht man, in welcher Beziehung diese Phasen als Räder innerhalb der Weltkuckucksuhr zueinander stehen, so erhält man Aufschluß über die Daten der Apokalypse.

Diese Phasen oder Zeitkonstanten finden sich wiederholt in der 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte. Erinnern wir uns: bei der Überprüfung eines Sachverhalts benötigt man zuerst einmal mindestens zwei „Zeugen“ in Gestalt von bestätigenden Bibelversen. Drei Zeugen (3 = Gimel, ein Hinweis auf göttliche Zustimmung) sind von noch größerem Gewicht.

Bei der nächsten Prüfung stoßen wir auf mindestens drei jeder dieser Phasen. Anhand von Phasen, die sich exakt einfügen, ist es möglich, den Zeitpunkt der Apokalypse anzugeben. Diese Phasen entsprechen einander vom Konzept her. Bei einer Uhr können innerhalb des geschlossenen Systems des Räderwerks mehrere identische Zahnräder vorhanden sein. Wir müssen uns auch darüber im klaren sein, daß sich in jeder Uhr eigentlich zwei Uhrwerke befinden: eines für den großen und eines für den kleinen Zeiger. Diese beiden aus ineinander greifenden Zahnrädern bestehenden inneren Uhrwerke sind durch Übertragungsräder miteinander verbunden.

Zyklen und Zeitkonstanten: drei 50-Jahre-Konstanten

Die erste 50-Jahre-Konstante gibt sich uns nur zu erkennen, wenn wir die hebräischen Zyklen auf unseren Kalender übertragen. Jeder Zyklus der 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte besteht aus 490 hebräischen Jahren. Sieben 490-Jahre-Zyklen entsprechen 3430 Jahren. Multiplizieren wir 3430 mit dem Umrechnungsfaktor 1,0145, um die hebräische Zeit in die unsere umzuwandeln, so ergibt sich die Zahl 3480 – also eine Differenz von fünfzig (50) Jahren (3480 – 3430 = 50). Rechnen wir andererseits das Jahr 4018 v.Chr. (im hebräischen Kalender das Jahr, da die Menschheit ihren Anfang nahm) auf unseren Kalender um, dann erhalten wir das Jahr 4068 v.Chr. – es verbleibt auch hier ein Unterschied von fünfzig (50) Jahren.

Die zweite 50-Jahre-Konstante (50), die Jubeljahr-Phase, ist in Levitikus 25 und 27 beschrieben. Einen historischen Hinweis darauf gab es zur Zeit von Josua, als Israel ins Gelobte Land einzog. Diese 50-Jahre sind ziemlich bekannt:

Und du sollst dir sieben Jahrsabbate zählen, siebenmal sieben Jahre, so daß die Tage von sieben Jahrsabbaten dir 49 Jahre ausmachen. Und du sollst im siebten Monat, am Zehnten des Monats, den Posaunenschall ergehen lassen; an dem Versöhnungstage sollt ihr die Posaune ergehen lassen durch euer ganzes Land. (Levitikus 25:8-9 UELB)

Der Jubeljahr-Feiertag soll alle fünfzig Jahre begangen werden.

Und ihr sollt das Jahr des fünfzigsten Jahres heiligen und sollt im Lande Freiheit ausrufen für alle seine Bewohner. Ein Jubeljahr soll es euch sein, und ihr werdet ein jeder wieder zu seinem Eigentum kommen, und ein jeder zurückkehren zu seinem Geschlecht. Ein Jubeljahr soll dasselbe, das Jahr des fünfzigsten Jahres, euch sein; ihr sollt nicht säen und seinen Nachwuchs nicht ernten und seine unbeschnittenen Weinstöcke nicht lesen; denn ein Jubeljahr ist es: es soll euch heilig sein; vom Felde weg sollt ihr seinen Ertrag essen.

In diesem Jahre des Jubels sollt ihr ein jeder wieder zu seinem Eigentum kommen. Und wenn ihr eurem Nächsten etwas verkaufet oder von der Hand eures Nächsten etwas kaufet, so soll keiner seinen Bruder bedrücken. Nach der Zahl der Jahre seit dem Jubeljahre sollst du von deinem Nächsten kaufen, nach der Zahl der Erntejahre soll er dir verkaufen.

Nach Verhältnis der größeren Zahl von Jahren sollst du ihm den Kaufpreis mehren, und nach Verhältnis der geringeren Zahl von Jahren sollst du ihm den Kaufpreis mindern; denn eine Zahl von Ernten verkauft er dir. Und so soll keiner von euch seinen Nächsten bedrücken, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott; denn ich bin Jehova, euer Gott. Und so tut meine Satzungen, und beobachtet meine Rechte und tut sie, so werdet ihr sicher wohnen in eurem Lande. Und das Land wird seine Frucht geben, und ihr werdet essen bis zur Sättigung und sicher in demselben wohnen.“ (Levitikus 25:10-19)

Wir sind im Augenblick nicht weit vom Ende der dritten Fünfzig-Jahre-Phase entfernt. Als Jerusalem 1967 unter israelische Herrschaft kam, begann die prophetische Uhr in Richtung auf einen neuen Zyklus zu ticken, der im Jahr 1968 seinen Anfang nehmen sollte. Wir durchleben zur Zeit diese Übergangsphase des „Jubeljahres“ der 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte. Sieerstreckt sich über die Zeit von 1968 bis 2018. Auch die sieben Jahre der Großen Apokalypse werden in diesen Zeitraum fallen. Es ergibt sich dabei eine Überschneidung zweier verschiedener Auslegungen von Daniels Prophezeiung der 70 Wochen: der auf der Grundlage der siebten und der aus der Perspektive der fünften Dimension vorgenommenen. Davon wird später in diesem Kapitel noch die Rede sein. Nach Ablauf der fünfzig Jahre, anno 2018, wird das Jubeljahr erstmals wieder gefeiert werden, nachdem es Jahrtausende lang vernachlässigt worden war.

So, wie Gott Seinem Volk während eines siebzigjährigen Intervalls von 588 v.Chr. bis 518 v.Chr. zusätzliche Gelegenheit zur Reue gab, so gibt Er auch uns heute Zeit, Ihm wahrhaftig zu huldigen – im Geist seiner Gesetze und in wahrer Unterwerfung unter sie. Dieses Mal wird die Zeit der Gnade jedoch nur 50 Jahre währen, was wiederum dem Rosetta-Stein-Verhältnis von 7:5 entspricht.

Zyklen und Zeitkonstanten: drei 64-Jahre-Konstanten

Die erste 64-Jahre-Konstante war ebenfalls verborgen, denn bei dieser Phase handelt es sich um die durch die Umrechnung zutage tretende Differenz zwischen 4068 und 4004 v.Chr. Es dreht sich um die Zeitspanne sündenfreien Lebens, die Adam und Eva im Garten Eden verbrachten. Als die Sünde in der Fünferdimension Einzug hielt, endete diese Periode, und der Mensch mußte fortan in der auf der Sieben fußenden, der Daleth-Dimension dieser Welt und dieser Zeit, sein Leben fristen.

Der Zahlenwert vierundsechzig (64) kann auch durch 8 x 8 ausgedrückt werden. Die Acht wird im Zahlensystem des hebräischen Alphabets durch den Buchstaben Cheth dargestellt. Eine der Bedeutungen von Cheth ist „eingezäunt“ oder „geschützt“, womit das Leben des Menschen im Paradies beschrieben ist. Cheth bedeutet aber auch: „Neuanfang“. Damit lenkt es unser Augenmerk auf die Zukunft der Menschheit, die hoffen darf, weil Gottes Plan für sie die Versöhnung vorsieht. Die in vierundsechzig doppelt vorkommende Acht (8 x 8 = 64) stellt selbst zwei Zeugen dar, welche die Wichtigkeit der Zahl vierundsechzig unterstreichen.

Die zweite Vierundsechzig-Jahre-Phase stellt einen weiteren Zeugen zwischen den Jahren 518 und 454 v.Chr. dar, welch letzteres den Beginn von Daniels Prophezeiung über 483 Jahre (69 Wochen) bildet. Für die neunundsechzigste Woche kündet die Prophezeiung von einem Messias, dem der „Garaus gemacht“ werde, um Gottes Plan für die Versöhnung der ganzen Menschheit wahr werden zu lassen.

Die dritte Vierundsechzig-Jahre-Phase begann, als Israel 1948 unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen ein unabhängiger Staat wurde. Sie wird 2012 zu Ende gehen. Sie verknüpft die beiden Schienen des biblischen Bahngleises miteinander: das christliche Evangelium und die jüdische Thora. Ähnliches ist beim aztekischen und chinesischen Kalender zu verzeichnen.

Diese letzte der Phasen wird für die Gläubigen äußerst schmerzvoll sein, aber sie könnte einigen einen Weg zur Errettung weisen, und zwar jenen Bewohnern Israels, die sich an Gottes Weisung halten. Wenn die Israelis sich an dieser Prophezeiung orientieren, werden sie eine deutlich größere Chance haben, einem erneuten Holocaust zu entgehen. Es könnte ihnen dienlich sein, sich für die darauf folgenden drei Jahre zu rüsten – eine Zeit, die als „Jakobs Mühsal“ bezeichnet wird (2012-2015) und die wahrscheinlich nur jeder Dritte überleben wird.

Wehe! denn groß ist jener Tag, ohnegleichen, und es ist eine Zeit der Drangsal für Jakob; doch wird er aus ihr gerettet werden. (Jeremia 30:7 UELB)

Während der Wirren dieser Zeit der Drangsal wird in Israel höchstwahrscheinlich das demokratische Regierungssystem einer provisorischen, für den Ausnahmezustand vorgesehenen Militärregierung Platz machen. Sie soll den Kampf gegen die Besetzung durch die unter dem Kommando des Antichrist stehenden NATO-Streitkräfte aufnehmen. Zunächst wird man diese Truppen – gemäß dem Vertrag, den Israel mit den EZ-/UN-Staaten unterzeichnet hat – als Alliierte willkommen heißen.

Sie kommen als Reaktion auf einen plötzlichen Angriff durch den „König des Südens“ (Ägypten), der sich zeitgleich mit einer Gewalteskalation seitens radikal-islamischer Militärkräfte ereignen wird (Daniel 11:40). Islamische Mächte unternehmen einen Versuch ethnischer Säuberung, wobei sie mit den Siedlern des „Westjordanlandes“ beginnen. Nach diesem offensichtlichen Scheitern des drei Jahre zuvor unterzeichneten Friedensabkommens greift nun also die NATO – scheinbar zugunsten Israels – ein. Mit ihrer Besetzung Israels wird sie den muslimischen Pöbel und alle arabischen Streitmächte demütigen und zugleich die israelischen Verteidigungskräfte neutralisieren (Daniel 11:45).

Gegenwärtig ist Israel das einzige demokratische Land inmitten einer Region voller moslemischer Diktaturen und Pseudo-Demokratien. Es könnte sogar während der ersten Phase der Apokalypse die einzige noch verbleibende Demokratie auf der Welt sein. Infolge der NATO-Besatzung wird jedoch Israels unabhängige Regierung gestürzt und wahrscheinlich durch eine Marionetten-Verwaltung ersetzt. Einige noch verbleibende Angehörige des jüdischen Volkes und der israelischen Verteidigungsstreitmacht werden in die östlichen Bergwüsten fliehen und somit der Tyrannei des Antichrist entkommen (Matthäus 24:15-22).

Die Offenbarung legt offen, warum sie fliehen müssen. Michael, der mächtigste Erzengel und oberste Befehlshaber der himmlischen Heerscharen, wird bald Satan samt alle seinen Kumpanen aus dem Himmel verjagen. Der gestürzte Drache wird umgehend seinen Zorn gegen die Nachfolger Israels und die dem wahren Gott treu ergebenen christlichen Frommen richten. Auch Michael wird vom Himmel herabsteigen, um den kläglichen Rest von Israel und alle diejenigen, die im Buch des Lebens verzeichnet sind, zu verteidigen (Offenbarung 12:6-17; Daniel 12:1).

Die Bibel sagt voraus, daß mit diesen Ereignissen am Ende der Mini-Apokalypse zu rechnen ist, wenn nämlich zwei Drittel der israelischen Bevölkerung bereits umgekommen sind. Aber Gott hat in Seiner Gnade Abraham versprochen, daß einige Wenige diese letzen Greuel überleben und sich daraus eine große Nation entwickeln werde. Israels Feinde hingegen werden völlig von der Erde getilgt, wenn sich Gottes Zorn über die Völker ergießt.

Zyklen und Zeitkonstanten: drei 70-Jahre-Konstanten

Die erste 70-Jahre-Phase umfaßt die Zeit von 588 bis 518 v.Chr. und stellt historisch gesehen die Epoche der babylonischen Gefangenschaft des jüdischen Volkes dar. Gott bot mit dieser besonderen Frist Seinen Kindern die Möglichkeit, zur Anbetung des Herrn zurückzukehren, und gab ihnen eine letzte Chance, Seine Gesetze zu befolgen und das Allerheiligste Gottes wieder aufzubauen. Die Geschichte belegt, daß das auch geschah.

Die zweite Siebzig-Jahre-Phase beginnt im Jahr 1 v.Chr. und endet anno 70 mit dem Jahr, in dem der Zweite Tempel niedergerissen wurde. Da die Zerstörung des Ersten Tempels um 588 v.Chr. am 9. Tag des hebräischen Monats Av geschah und der Zweite Tempel am gleichen Tag im gleichen Monat des Jahres 70 vernichtet wurde, sage ich voraus, daß der Dritte Tempel am 9. Av 2015 zerstört werden wird.

Die dritte dieser Phasen verkörpert die siebzig Jahre zwischen 1948, dem Jahr, in dem Israel aufgrund einer UN-Resolution Souveränität gewährt wurde, und dem Jahr 2018, in dem das künftige tausendjährige Zeitalter des Friedens beginnt. Die Zahl siebzig (70) steht in Zusammenhang mit dem hebräischen Buchstaben Ayin, was „Israels Wiederherstellung“ symbolisiert oder als „göttlicher Ausdruck für die Gesamtheit dieser Welt“ gilt.

Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich genau erklären, wieso das Übersetzungsverhältnis von 7:5 für uns einen wahren Rosetta-Stein darstellt. Die 70- und 50-Jahre-Konstanten erlauben es, Prophezeiungen mit historischen Ereignissen zur Deckung zu bringen. Die 70-Jahre-Konstante bezieht sich auf die Verbannung der Israeliten aus Jerusalem und aus ihrem Land. Die 50-Jahre-Konstante hingegen ist in Verbindung mit der Sammlung der Nation in Jerusalem und ihrem Land nach fast 2000 Jahren der Verbannung zu sehen, die als die Diaspora bezeichnet wird. Im Verlauf der Lektüre werden uns noch weitere einander auf diese Weise entsprechende Phasen begegnen.

Zyklen und Zeitkonstanten: drei 1715-Jahre-Konstanten

Die letzte der 1715-Jahre-Phasen spielt eine entscheidende Rolle in der zeitlichen Bestimmung der Apokalypse. Man benötigt insgesamt zwei dieser Phasen, um eine Einheit von sieben (7) 490-Jahre-Zyklen zu erhalten. Daniel sprach von „einer Zeit, zwei Zeiten und einer halben Zeit“. Da eine Zeit in diesem Fall 490 Jahre umfaßt, entsprechen drei und eine halbe Zeit 1715 Jahren, und das ist die Länge dieser Phase. Wir verdoppeln nun diese Spanne und erhalten als Ergebnis sieben (7) Zyklen von insgesamt 3430 Jahren.

Somit entspricht diese erste Phase dem Zeitraum von 4018 bis 2303 v.Chr. (3½ = 1715) und die zweite der Zeit von 2303 bis 588 v.Chr. Die dritte dieser drei Phasen ist ganz besonderer Art. Sie stellt das Bindeglied zwischen dem Fall Adams und Evas nach ihrer Vertreibung aus dem Paradies und der 1715 Jahre später, nämlich im Jahr 2288 v.Chr., erfolgenden Sintflut dar. Auch diese Phase wird durch einen zweiten Zeugen bestätigt: durch den aztekisch-toltekischen Kalender (1716 Jahre). Darin ist ihr allerdings ein Jahr hinzugefügt; denn es wird erst ab der Zeit nach der Sintflut gezählt, die ein Jahr dauerte.

Das Schlüsseljahr 1967

Jerusalem wurde im Jahre 1967 von nicht-jüdischer Herrschaft befreit. Das geschah somit 2555 Jahre nach 588 v.Chr., dem Jahr, da die Juden aus Jerusalem vertrieben und über die ganze Welt verstreut wurden und der Erste Tempel zerstört wurde. Anno 1967 wählte das jüdische Volk zum ersten Mal einen jüdischen Bürgermeister, setzte über ganz Jerusalem eine jüdische Regierung ein und beendete endlich die nicht-jüdische Besetzung der Altstadt, die auch das Gelände des alten Gottestempels mit einschließt. Die Prophezeiungen weisen stets eine Verbindung zu Jerusalem auf; denn es war der Sitz des Allerhöchsten und Gottes, des Allmächtigen, und wird dies auch wieder werden. In Hesekiel 43:6 verkündet der Gott Israels, daß Sein Haus immer in Jerusalem sein werde.

Und er sprach zu mir: Menschensohn, dies ist der Ort meines Thrones und der Ort meiner Fußsohlen, wo ich inmitten der Kinder Israel wohnen werde ewiglich. (Hesekiel 43:7)

Das Jahr 1967 ist von ganz besonderer Bedeutung. Menschen, die in wärmeren Regionen leben, schlafen oft in Hängematten. Um eine Hängematte richtig zu befestigen, braucht man zwei Befestigungspunkte in einem ganz bestimmten Abstand voneinander, damit sie das Gewicht eines Menschen tragen. Ähnlich verhält es sich bei der 7000-jährigen Geschichte der Menschheit, in der es auch zweier Fixpunkte bedarf, um die Einreihung und Übertragung der prophetischen Zeittafeln in die Chronologie der Geschichte zu ermöglichen. Den ersten bildet das Jahr 2288 v.Chr., welches die Beendigung der Ersten Zivilisation durch die Sintflut bezeichnet. Den zweiten finden wir anno 1967, das heißt, in dem Jahr, da Jerusalem seinen rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben wurde, womit die Jahrhunderte andauernde Zeit der Fremdherrschaft durch Nichtjuden beendet war. Zwischen diesen beiden Fixpunkten befinden sich alle die anderen Geschehnisse; so ist es leicht möglich, sie in die Reihe der jüdischen Fast- und Festtage einzufügen und mit ihnen zur Deckung zu bringen.

Die Zahl 2555 enthält eine verborgene Botschaft. Die höchste Zahl im Zahlensystem des hebräischen Alphabets ist 400 (Taw). Man muß also diese 2555 zerlegen und folgendermaßen ausdrücken:

(100 x 25) = 2500
(5 x 11) = 55

Die Zahlenbedeutung:

100 steht (auf der dritten Stufe) für Aleph, Gottvater, den Schöpfer

25 = „Vergebung der Sünden“

5 = „Gnade“ oder „die andere Seite“

11 = „Strafgericht“ oder die bevorstehende Apokalypse

Nach dem Zahlensystem des hebräischen Alphabets ausgedrückt:

2555 = 100 • 25 • 5 • 11 („=“ bedeutet „enthält“)

(100) weist darauf hin, daß der Schöpfer des Universums (Gottvater) dem Volk Israel seine Sünden vergeben hat (25) und ihm Seine Gnade (5) gewährt. Die Zeit der Läuterung wird während der Apokalypse (11 – Zahl für Strafgericht) kommen. In hebräischen Buchstaben ausgedrückt:

2555 = Aleph (100) • Kaph (20) • He (5) • Jod (10) • Aleph (1)

Gott der Allmächtige, der Gottvater (Aleph), beabsichtigt die Erlösung (Kaph) Israels und lässt ihm Gnade zuteil werden, die von der anderen Seite (He) her verbürgt ist, und Er wird Israel durch den Messias/Erlöser (1 = Jesus Christus, das Alpha und Omega) bei dessen Wiederkunft auf eine höhere Ebene (Jod) erheben.

Gott ist an beiden Enden dieser Formel genannt, was zurückgeht auf Seinen mit Abraham geschlossenen, in Genesis 15 festgehaltenen Bund, in dem der Ewige zugleich beide Rollen übernahm, den Bund zu schließen und für seine Einhaltung zu bürgen. Darüber hinaus wird Jesus sowohl als Urheber wie auch als Vollender unseres Glaubens dargestellt (Hebräer 12:2). Nichts wird Gott daran hindern können, Seinen Plan zu erfüllen und Sein Königreich auf Erden wieder herzustellen; und in Israel, in Jerusalem, wird Er damit beginnen.

Hinschauend auf Jesum, den Anfänger und Vollender des Glaubens, welcher, der Schande nicht achtend, für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. (Hebräer 12:2 UELB)

Eine andere Sichtweise von Daniel 9:24

In diesem Kapitel soll die Apokalypse aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt werden, so daß die zahlreichen Übereinstimmungen und Entsprechungen von chronologischen Mustern leicht zu verstehen sind. Es wiederholt sich alles immer wieder. Das rührt daher, daß jede einzelne Einheit, beziehungsweise jedes Element seine eigene vollständige Geschichte erzählt. Diese stimmt ihrerseits wiederum mit anderen Geschichten, Prinzipien oder Vorstellungen überein, die eindeutig den Nachweis für eine bestimmte, diskutierte Wechselbeziehung oder Schlußfolgerung liefern.

Auf den folgenden Seiten beschreibe ich, wie es mir gelang, den Beginn der Apokalypse zu datieren, indem ich das Ende des Teth-Zeitalters der Daleth-Dimension fand, den Zeitpunkt nämlich, da Gott den neuen Himmel und die neue Erde erschaffen wird – das Jod-Zeitalter (10 auf der Weltkuckucksuhr). Dabei mußte ich mich des in der Forschung am häufigsten angewandten, weil erfolgreich erprobten, Verfahrens bedienen, das heißt, mich vom Bekannten zum Unbekannten hinarbeiten.

Bei meinen Bemühungen um die Datierung der Apokalypse war es auch erforderlich, Gottes 7000-Jahresplan für die Menschheit tabellarisch darzustellen. Ich habe von der Mitte der Menschheitsgeschichte – d.h. von der Zerstörung des ersten Tempels in Jerusalem – ausgehend im Näherungsverfahren den Beginn der Schöpfung und das Ende des Universums, wie wir es kennen, bestimmt. Die Ergebnisse habe ich in zwei Tabellen zusammengefasst: zum einen in der Sieben-Jahre-Tabelle der Apokalypse, zum anderen in Gottes 7000-Jahre-Tabelle der Menschheitsgeschichte.

In meinen beiden Büchern habe ich zahlreiche Beispiele alter hebräischer Prophezeiungen, Gesetze, alphanumerischer Konzepte, sowie von Festen, Fasttagen und kalendarischen Besonderheiten identifiziert und verglichen und sie den Religionen, Philosophien und Kalendern anderer Kulturen gegenübergestellt. Ich bin dabei zu dem Schluß gelangt, daß die Daten aus anderen Quellen alle mit dem Plan Gottes, so wie er sich in der Bibel (dem Großen Ei) offenbart, übereinstimmen.

Ich habe mich in diesen beiden Büchern mit der Geschichte der Menschheit in der Daleth-Dimension (in dieser Welt und Zeit) mit ihren aufeinanderfolgenden historischen und prophezeiten Zeitaltern befaßt, die ich als das Sajin-, Cheth- und Teth-Zeitalter bezeichne. Jenseits der Daleth-Dimension folgt die He-Dimension (die andere Seite), darauf weist der hebräischen Buchstabe Jod hin, der für eine höhere Seinsebene (10) steht. Ich habe sie in meiner Weltkuckucksuhr an der Spitze der Raute eingefügt, wo sie himmelwärts zu Gott hin weist, der als Aleph im Sonnensymbol erscheint.

Lassen Sie mich veranschaulichen, was die He-Dimension nach hebräischer Denkweise bedeutet. Ich vergleiche dieses biblische Konzept von Himmel und Erde gern mit einem Spiegel (Jakobus 1:22-25). Jeder, der einen Spiegel sieht, erkennt dessen Zweck: wenn man in ihn hinein schaut, sieht man sich selbst so, wie man von der anderen Seite aus gesehen werden könnte.

Die einzige Möglichkeit, seine Nase und Ohren zu sehen, verdankt man dieser wunderbaren Erfindung. Der Spiegel erlaubt es uns aber auch, Dinge zu sehen, die sich hinter oder neben uns befinden; diese Gegenstände selbst sind jedoch in Wirklichkeit nicht im Spiegel – lediglich ihr Abbild. Spiegel sind zweidimensional: sie reflektieren bloß die dreidimensionalen Gegenstände, die vor sie gestellt werden. Die zurückgeworfenen Bilder weisen eine Gestalt und Existenzform auf, aber sie sind nicht die Wirklichkeit und können verzerrt werden.

Die dreidimensionale Wirklichkeit bestimmt das zweidimensionale Spiegelbild. Wenn sich auf der wirklichen Seite etwas bewegt, so bewegt sich auch sein Abbild im Spiegel. Die hebräische Denkweise bezeichnet die bestimmende, dreidimensionale Wirklichkeit als He (die andere Seite – den Himmel). Das Spiegelbild ist Daleth, unser zweidimensionales Dasein hier auf Erden.

Mit Offenbarung und Prophetie verhält es sich ganz ähnlich. Deswegen fällt es uns so schwer, sie zu verstehen. Wir können die volle Wirklichkeit nur als nebelhafte, zweidimensionale Spiegelbilder erkennen. Unter Nutzung des gesamten Wissens der Menschheit versuchen wir uns vorzustellen, was sich auf der anderen Seite befindet. Jedoch können uns nur solche Menschen, die schon einmal auf der anderen Seite waren, ein authentisches Bild von der Wirklichkeit der anderen Seite vermitteln, indem sie sie unserer zweidimensionalen Daleth-Wirklichkeit der endlichen Zeit gegenüberstellen und sie mit ihr vergleichen. Jesus kam von Gott, daher konnte er uns von He, der anderen Seite, berichten. Er tat das in Form von Gleichnissen.

Ein anderer wichtiger Aspekt ist, daß zwar Vergangenheit und Zukunft zwei verschiedene Zeitrahmen darstellen, die „Gegenwart“ hingegen nur in unserer Vorstellung existiert. Was wir Vergangenheit nennen, ist gefrorene Zeit, die Zukunft indessen harrt noch ihrer Gestalt. Im Augenblick des Todes erscheinen diese zwei Zeitrahmen in ihrer starren Wirklichkeit und sind dann unveränderlich. Was bleibt, ist das Erinnern. Erinnerungen haben einen Anfang und ein Ende, so wie das Leben, das mit der Geburt beginnt und mit dem Tod endet. Nur ein Mensch, der auf der anderen Seite war, kann über die gesamte erlebte Wirklichkeit berichten. Solange wir in der Daleth-Dimension leben, werden unsere Erinnerungen wie auf einem Datenträger gespeichert – in unserer unsterblichen Seele.

In der Bibel wird von Menschen berichtet, die Kontakt zur anderen Seite hatten; es bleibt jedem von uns überlassen, selbst zu entscheiden, ob er dem vertraut, was darüber geschrieben steht. Daß Jesus Christus von der anderen Seite kam, offenbaren uns die vier Evangelien. Seine zwölf Jünger und Hunderte anderer hörten ihn sowohl vor wie auch nach seiner Wiederauferstehung lehren.

Zwei Zeugen von der anderen Seite

Es gab auch einige weitere Sterbliche, welche die He-Dimension besuchten, zurückkehrten und erzählten, was sie gesehen hatten. Wieder taucht das Verhältnis 7:5 auf. Mir fielen die zwei Zeugen auf, die in Jerusalem lebten und Israel in der Daleth-Dimension vertraten (Offenbarung 11:3). Ferner gibt es zwei Zeugen, welche die He-Dimension vertreten: Johannes und Paulus. Gemeinsam mit Jesus als dem Ewigen Einen erfüllen diese vier Zeugen das Prinzip des 1 + 4 = 5.

Der Apostel Johannes schrieb das Buch der Offenbarung, das letzte Buch der Bibel. Darin lenkt er die Aufmerksamkeit immer wieder auf die himmlische Dimension und stellt sie dem gegenüber, was in der irdischen Daleth-Dimension geschieht. Darin enthüllt sich die Anwendung des Gesetzes von „Ursache und Wirkung“ im Bereich der Prophetie: eine Ursache im Himmel führt zu einer bestimmten Auswirkung auf der Erde.

Verwendet man diese Linsen des Prinzips von „Ursache und Wirkung“ beim Studium der Bibel, so erschließen sich viele ihrer verwirrenden Passagen auf verständlichere Weise. Und wenn wir darüber hinaus die Entsprechungen des Zahlensystems des hebräischen Alphabets berücksichtigen, so können wir sie noch leichter verstehen. Es würde Spaß machen, die Kapitel der Apokalypse unter Berücksichtigung dieser Aspekte umzuordnen, aber daraus würde dann ein völlig neues Buch entstehen. In Johannes' Buch der Offenbarung Jesu Christi stößt man an vielen Stellen auf die Ziffern vier, sieben und zwölf. Und der von mir entdeckte Rosetta-Stein, das Verhältnis 7:5, taucht überall in der Offenbarung auf.

Wann immer ich eine aus zwölf Positionen bestehende Liste finde, kann ich mit Leichtigkeit die sieben (7) Ereignisse darin benennen, die das Hier und Jetzt unserer irdischen Perspektive betreffen. Gleichzeitig erkenne ich die fünf (5) verbleibenden, die sich auf den Himmel beziehen bzw. aus himmlischer Sicht dargestellt sind. Das Konzept, welches das Zahlensystem des hebräischen Alphabets uns liefert, ermöglicht es uns, unter den künftigen Ereignissen der Offenbarung etwas Ordnung zu schaffen.

Ohne diese Hilfe wäre es mir nicht gelungen, die zahlreichen Heimsuchungen und sonstigen Ereignisse, die in diesem Buch erwähnt werden, in die richtige Reihenfolge zu bringen. Sie werden dort nicht in ihrer zeitlichen Abfolge präsentiert. Die verschiedenen Siegel, Posaunen und Schalen erscheinen aus unserer irdisch-chronologischen Sicht ungeordnet niedergeschrieben. Deshalb sind die meisten Gelehrten trotz aller Bemühungen um korrekte Analysen hinsichtlich der künftigen Ereignisse zu falschen Schlüssen gelangt.

Dann ist da noch der Apostel Paulus, der auch für eine Weile in den „dritten Himmel“ entstieg und zudem während seiner drei Jahre in Arabien ausführlich von dem auferstandenen Jesus selbst unterrichtet wurde. Paulus schrieb viele Briefe an die Mitchristen seiner Zeit, in denen er erläuterte, was er über die Geheimnisse von Gottes Plan für Israel und die Welt erfahren hatte. Er enthüllte dabei zahlreiche Einzelheiten über die He-Dimension. Wir müssen lernen, unsere irdische Sichtweise von der Perspektive Gottes zu unterscheiden, um die zeitliche Abfolge des göttliches Planes für die Menschheit auf der Erde zu durchschauen. Nur so kommen wir zur richtigen Datierung der Apokalypse.

Die meisten Propheten mußten ihre Gesichte und Begegnungen mit Engeln aus dem Blickwinkel der Daleth-Seite schildern, d.h. sie standen bei ihren Darstellungen sozusagen mit beiden Füßen fest auf der Erde – „in dieser Welt in dieser Zeit“. Zwischen den Berichten des Paulus und denen anderen Propheten finden wir natürlich eine Reihe von Unterschieden in der Erlebensweise. Während einiges aus der Sicht der himmlischen (He-)Quellen (der Perspektive der Ewigkeit) dargestellt wird, spiegeln andere Schilderungen die Sichtweise der irdischen (Daleth-)Dimension von Zeit und Raum wider.

Und wieder ist es, als sähe man das Gegenbild der Wirklichkeit in einem Spiegel. Spiegelungen bedürfen der Auslegung. Wir wissen, daß ein Spiegelbild nicht die Wirklichkeit ist, denn es ist nur ein Abbild dessen, was sich vor dem Spiegel befindet. Wenn die Augen in einen Spiegel blicken, vergleicht das Gehirn das gespiegelte Objekt, das der Betrachter vor sich hat, mit vorher gespeicherten Daten. Dieser Vorgang stellt die einzige Methode dar, anhand derer wir unzweideutig einen vertrauten Gegenstand erkennen können, der von „der anderen Seite“ kommt oder mit ihr verbunden ist und der deshalb der eigentliche ist. Darum habe ich in meinen Büchern so häufig den Begriff „Ebenbild oder Gegenstück“ benutzt: er weist auf das hin, was auf der „anderen Seite“ ähnlich ist, was man aber leichter versteht, wenn man es mit entsprechenden historischen Ereignissen vergleicht.

Für fehlbare Menschen ist es unmöglich, lediglich durch Betrachten des Spiegelbilds in der Daleth-Dimension die bevorstehenden Ereignisse der Prophezeiung zu entschlüsseln. Wir brauchen zusätzliche Hilfsmittel, um die Daten korrekt zu ordnen. Erst wenn wir die Spiegelbilder mit den Originalen vergleichen, können wir richtig verstehen, was wir da lesen, bzw. was die Bibel lehrt. Das Studium der Prophetie setzt eine klare Vorstellung davon voraus, wie Gottes Plan für die Menschheit aussieht und warum wir hier, auf diesem Planeten, sind. Wer gelernt hat, einigermaßen logisch zu denken, kann meines Erachtens durch Anwendung solcher Regeln die merkwürdig anmutenden Geschehnisse der Offenbarung in ihre richtige Reihenfolge und den angemessenen Zusammenhang bringen.

Das Bild des Tempels als Zeitraster

Gott gibt uns einen Spiegel, damit wir die Daleth-Dimension in ihrer Gesamtheit deutlicher wahrnehmen können. Israels Stiftshütte in der Sinai-Wüste und der Jerusalemer Tempel sind Spiegelungen der himmlischen He-Wirklichkeit in der Daleth-Dimension (s. Exodus 25:9 u. 40; Apostelgeschichte 7:44; Hebräer 8:2 u. 5). Auch Jesus stellte ein Fenster zum Himmel dar; denn in seinem irdischen Leben entsprach er genau dem Bild des Vaters.

Welcher, der Abglanz seiner Herrlichkeit und der Abdruck seines Wesens seiend und alle Dinge durch das Wort seiner Macht tragend, nachdem er [durch sich selbst] die Reinigung der Sünden bewirkt, sich gesetzt hat zur Rechten der Majestät in der Höhe (Hebräer 1:3 UELB).

So wie der ewige Gott aus der He-Dimension in Gestalt einer glorreichen Schechina-Gegenwart in einem Tempel zu wohnen geruhte, wohnte Er auch in Jesus – dem Fleisch gewordenen Gott, der ja auch von seinem Leib als einem Tempel sprach (Johannes 2:19-21). Deswegen wird auch der Körper der Gläubigen in der Bibel als Tempel bezeichnet (1. Petrus 2:4-5; 1. Korinther 3:9-17).

So ist also der Tempel das irdische Abbild der himmlischen Wirklichkeit, und deshalb liefern wichtige, die Geschichte des Tempels betreffende Ereignisse, wie z.B. seine Errichtung oder seine Zerstörung, entscheidende Hinweise zum chronologischen Verständnis der Weissagungen. Alles, was mit dem Tempel geschieht, enthüllt Gottes Absicht aus der Sicht der He-Dimension. Die zeitbezogenen Konstanten und Zyklen, hergeleitet aus der Geschichte des Tempels, geben uns das Werkzeug an die Hand, dessen es zum Verständnis der Daten der Apokalypse auf der Seite der Daleth-Dimension bedarf.

Keine Bibliothek der Welt besitzt ein Buch, das der Bibel gleichkäme. Im Alten und im Neuen Testament ist die Geschichte der Menschheit aus der He-Perspektive niedergeschrieben. Judentum und Christentum bilden in dem, was ich als das Bild vom Bahngleis bezeichne, die parallel verlaufenden Stahlschienen, die durch Tausende von hölzernen Schwellen miteinander verbunden sind. Die hebräische Thora und die christlichen Evangelien wurden beide von demselben Einen aus der anderen Seite, der He-Dimension, hervorgebracht. Er ist der Erfinder alles dessen, was es im Universum gibt, und durch Sein Wort teilt er uns Seinen Plan für die Menschheit nach und nach mit. Um ihn jedoch richtig zu verstehen, muß man beide Schienen betrachten.

Ich habe die 7000-Jahre-Tabelle der Menschheits-Geschichte mittels Eisenbahnstationen in vierzehn Etappen unterteilt.Diese„Bahnstationen“ sind zugleich auch die Bezugspunkte, auf die wir uns stützen, wenn wir die „Bibel-Eier“ (die 7000 Jahre der Menschheitsgeschichte, die 7 Jahre der Großen Apokalypse und die etwas mehr als 3½ Jahre der Mini-Apokalypse usw.) miteinander vergleichen, indem wir die Tabellen, auf denen sie dargestellt sind, miteinander zur Deckung bringen. Eisenbahnen müssen sich überall auf der Welt an einen Fahrplan halten, sonst rasen die Züge ineinander, oder das ganze System bricht zusammen. Es würde uns wohl mißfallen, an einem Bahnhof anzukommen und die Auskunft zu erhalten: „Tut uns leid, der Zug fährt irgendwann in der Zukunft.“ Oder: „Niemand kennt den Zeitpunkt.“ Vage Angaben erwecken bei niemandem Vertrauen, der auf einen Zug als Verkehrsmittel angewiesen ist.

Um die Zeitzyklen der Apokalypse richtig einschätzen zu können, müssen wir uns die Räder innerhalb der Uhr anschauen, denn die Uhr und alle 14 Bahnstationen sind voll miteinander synchronisiert. Wenn wir verstehen, in welcher Beziehung die Bahnhöfe zu einander stehen, dann können wir exakt voraussagen, wann der Zug an jedem beliebigen Bahnhof eintrifft. Das Studium der Fahrpläne gibt uns somit auch Auskunft darüber, wann der Zug den Tunnel (die Apokalypse) erreicht und wann er an dessen letzter Station auf der anderen Seite ankommt.

Wer den Zugfahrplan richtig zu lesen vermag, ist noch lange kein Prophet – lediglich ein informierter Reisender. Der Plan Gottes für die Menschheit hat sich im Verlauf Tausender von Jahren vielen Menschen in einer Vielzahl von Einzelteilen offenbart. Von unserer Seite aus haben wir nur kleine, verschwommen im Nebel der Menschheitsgeschichte auftauchende Bruchstücke zu sehen bekommen. Während das Bild von der anderen Seite aus gesehen deutlich erkennbar ist, wird es für uns erst völlig klar, wenn der Zug schließlich an seiner letzten Station angekommen ist.

 

The Wall Chart of the World, Barnes and Noble Books, Studio Editions Ltd. (London, England: Princess House, 1995).

Max Toth, Pyramid Prophecies (Rochester, VT: Destiny Books, Inner Traditions Intl. Ltd., 1988).

Erfordert freien Adobe Reader.

Kapitelübersicht: Geheimnis von Tammus 17
Eine unentbehrliche Einfurung
Vorwort:
Warum zwei getrennte Bücher?

search tips
advanced search
search engine by free find

Wer sind wir? | Home | Privacy Policy | Contact Us | Legal Disclaimer|

©2006 Faith in the Future Foundation. All rights reserved.